Wörterbuch Solarenergie

Fachbegriffe der Solarenergie im Lexikon auf www.solarserver.de

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Wichtige Begriffe einfach erklärt:

Flach- und Röhrenkollektoren:

Röhrenkollektoren enthalten ein Vakuum und sind deshalb besonders gut gedämmt: Sie liefern deutlich heißeres Wasser. Im Sommer erbringen sie 40 Prozent und im Winter 100 Prozent höhere Erträge je Fläche als übliche Flachkollektoren. Dafür sind sie viel teurer. Deshalb sind nur 16 Prozent aller Kollektoren Röhrenkollektoren. Sie eignen sich dort, wo Platz knapper ist als Geld.

Solarstrahlung und Breitengrad

Die Sonne erbringt am Äquator einen mehr als zweimal höheren Ertrag als in Deutschland (Grafik)

Diagramm Solarstrahlung und Breitengrad

Die Erzeugungskosten für Solarstrom liegen deshalb nah am Äquator viel niedriger als in Mitteleuropa. Die Stromtransportkosten von einem bis drei Cent und die Verluste von fünf bis zehn Prozent je 1.000 Kilometer schmälern diesen Vorteil jedoch.

Dünnschichtzellen:

Dünnschichtzellen unterscheiden sich von traditionellen kristallinen Solarzellen vor allem im Produktionsverfahren und durch die Schichtdicken der eingesetzten Materialien.

Verglichen mit kristallinen Solarzellen aus Siliziumwafern sind Dünnschichtzellen etwa 100-mal dünner. Sie werden im Vakuum direkt auf einen Träger wie Metall oder Glas aufgedampft. Der aufwändige Prozess des Zerschneidens von Siliziumblöcken entfällt dabei. Das gängigste Material für Dünnschichtzellen ist amorphes Silizium. Die Wirkungsgrade von Dünnschichtzellen nehmen im Verlauf der Jahre meist schneller ab als bei kristallinen Silizium. Dafür haben sie im Vergleich teilweise höhere Erträge und geringere Herstellungskosten. Weltweit haben Dünnschichtzellen bereits einen Marktanteil von 13 Prozent. Allein in Deutschland entstehen in den nächsten zwei Jahren Produktionskapazitäten von über 600 Megawatt.

Eine der Stärken der Dünnschichtmodule besteht darin, dass sie nicht auf ein rigides Substrat wie Glas oder Alu angewiesen sind. Bei aufrollbaren Solarzellen für den Wanderrucksack oder in Kleider eingenäht wird ein niedrigerer Wirkungsgrad in Kauf genommen, denn dabei zählt das Gewicht stärker als die optimale Lichtumwandlung.

Eine weitere Stärke von Dünnschichtmodulen ist, dass sie einfacher und großflächiger produziert werden können, insbesondere die Dünnschichtzellen aus amorphem Silizium. Diese machen daher heute den größten Marktanteil aus. Dünnschichtzellen haben gegenüber üblichen Solarmodulen gute Schwachlicht-Eigenschaften, eine geringe Temperaturempfindlichkeit und eine höhere Verschattungstoleranz. Für die Zertifizierung und Leistungsbestimmung von Dünnfilmmodulen wird an den entsprechenden Normen gearbeitet (IEC 61646).

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