Das Auto der Zukunft

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Elektrobus ohne Fahrer: Alle lieben Olli

(24. März 2017) Der Vorschlag kam von Edgar Sarmiento aus Kolumbien, 24 Jahre alt: Warum bauen wir nicht einen Kleinbus, der elektrisch betrieben ohne Fahrer genau dorthin fährt, wo seine Passagiere hinwollen?

Das 2007 in Phoenix/Arizona gegründete Unternehmen Local Motors, spezialisiert auf die Fertigung von 3D-gedruckten Autoteilen, befragte seine 50.000 registrierten Nutzer und die fanden Edgars Idee sehr gut. Der Bus heißt nun allerdings nicht Edgar sondern Olli.

740 Kleinbus Olli / Foto: Deutsche Bahn AG/Volker Emersleben

Auch Olli stammt aus dem 3D-Drucker. Es soll künftig rund zehn Stunden dauern, die Teile herzustellen. Der Bus soll dann in etwa einer Stunde zusammengebaut sein.

Olli wird derzeit in National Harbor im US-Bundesstaat Maryland getestet. Ende des Jahres wollen auch Las Vegas und Miami den autonomen Bus einsetzen. Zudem verhandelt Local Motors mit Berlin, Kopenhagen und Canberra über Pilotprojekte. Auch die Deutsche Bahn ist an dem Projekt interessiert und hat für 2017 einen Feldtest in Karlsruhe zusammen mit dem Karlsruher Verkehrsverbund angekündigt. Local Motors hat bereits vier Werke für die Fertigung und will bald auch in Berlin Fahrzeuge für den Test in Karlsruhe, sowie weitere Erprobungen in anderen deutschen Städten produzieren.

Der Bus ist mit über 30 Sensoren ausgestattet, darunter Radar, Lidar und Kameras, mit denen er sich orientiert. Der Fahrgast ruft den Bus per Smartphone. Beim Einsteigen sagt er dem Bus, wo er hin möchte – das kann eine Adresse oder Ort von Interesse sein, also etwa eine Sehenswürdigkeit, das Hotel oder eine Gaststätte – und Olli bringt den Passagier zu seinem Ziel. In dem Elektrobus ist Platz für zwölf Passagiere.

www.meetolli.auto

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