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Studie
Effizienz von Wärmepumpen

Studie: Effizienz von Wärmepumpen

Von Louis-F. Stahl

(14. Januar 2019) Strombetriebene Wärmepumpen können unter bestimmten Voraussetzungen auch in Bestandsgebäuden effizient betrieben werden. Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle Zwischenergebnisse der Studie „WPsmart im Bestand“, die vom Fraunhofer ISE zusammen mit Livedaten der teilnehmenden Anlagen und den Ergebnissen von vier bereits abgeschlossenen Studien im Internet veröffentlicht wurden.

298 Kinder und Wärmepumpe / Foto: globalenergysystems (CC0)

Die in mindestens 20 Jahre alten Gebäuden installierten Wärmepumpen erzielen der Untersuchung zu Folge im Fall von Luft-Wasser-Wärmepumpen durchschnittlich eine Jahresarbeitszahl von 3,1 und im Fall von Anlagen mit Erdreichkollektor eine durchschnittliche Jahresarbeitszahl von 3,7. Die Jahresarbeitszahl gibt das Verhältnis der über das Jahr erzeugten Nutzwärme zur aufgenommenen elektrischen Energie an. Je höher die Arbeitszahl, desto effizienter die Wärmepumpe.

Die Untersuchung zeigt, dass die Effizienz der Anlagen ganz entscheidend von den Heizungswassertemperaturen abhängt. So erreichte eine Wärmepumpe mit einer mittleren Vorlauftemperatur von 54 °C und Radiator-Heizkörpern nur eine Jahresarbeitszahl von 1,8. Wohingegen bei einer mittleren Vorlauftemperatur von nur 31 °C bei einer Anlage mit Fußbodenheizung eine mehr als doppelt so hohe Jahresarbeitszahl von 4,1 erreicht wurde. Die Untersuchung zeigt aber auch, dass bei einem guten hydraulischen Abgleich, einer optimalen Einstellung der Anlage und der Absenkung der Vorlauftemperatur auf das zur Beheizung notwendige Niveau von im Mittel rund 40 °C auch ohne Fußbodenheizung mit großen Radiatorheizkörpern eine Jahresarbeitszahl von 3,7 möglich ist.