Pressemitteilung vom Bund der Energieverbraucher e.V.
Gaspreise überhöht
(18. August 2005) Während die Gasimportpreise zwischen Juni 2004 und Juni 2005 um 0,39 Ct/kWh gestiegen sind, wurden die Erdgaspreise der Haushaltskunden um 0,7 Ct/kWh angehoben. Das folgt aus der Statistik des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle und aus einer bundesweiten Erhebung der Erdgaspreise (www.gaspreistabelle.de).
Die Gaspreise schwanken regional zwischen 4,3 Cent und 6,4 Cent je Kilowattstunde. Für die gleiche Gasmenge (20.000 Kilowattstunden) zahlt man in Stade 870 Euro und in Leipzig 1.288 Euro. Dabei sind die Gaspreise auch bereits in den günstigsten Gebieten deutlich zu hoch.
Seit dem Jahr 2000 sind die Gaspreise für Haushalte mit 32 Prozent stärker gestiegen als Ölpreise (31 Prozent), Benzin (26 Prozent), Strom (23) Prozent) oder Fernwärme (26 Prozent). Das geht aus den Verbraucherpreisindices des Statistischen Bundesamtes hervor.
Diese Zahlen belegen deutlich, dass die Erdgaspreise viel zu hoch sind und dass die Haushaltskunden von den Gasversorgern ausgeplündert werden.
Verbraucher können sich gegen die überhöhten Erdgaspreise wirksam zur Wehr setzen.
Unterstützt werden sie dabei auch durch das Urteil des Bundesgerichtshofes vom 5. Juli 2005.