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Deutsche Strompreise nicht im Mittelfeld VDEW verbreitet, das deutschen Strompreise im Mittelfeld lägen

Deutsche Strompreise nicht im Mittelfeld

(16. August 2006) Der VDEW läßt verbreiten, daß die "deutschen Strompreise im Mittelfeld" lägen (siehe auch die VDEW-Webseite). Diese Pressemeldung erscheint seit Tagen in mehr oder weniger gleichlautetender Form flächendeckend deutschlandweit in allen Tageszeitungen und auch in der Fachpresse.

Fakt ist, dass sich die deutschen Strompreise keineswegs im europäischen Mittelfeld befinden. Ausweislich der Daten des Statistischen Bundesamtes (unter http://www-ec.destatis.de , kostenfrei öffentlich zugänglich) liegen die deutschen Preise mit 18,32 Cent/kWh weit (38 Prozent) über dem europäischen Durchschnitt von 13 Cent/kWh. Lediglich der Anstieg der Strompreise ist - im genannten Betrachtungszeitraum - hinter dem europäischen Durchschnitt zurückgeblieben. Das ist ein ganz anderer Sachverhalt, als die Überschrift suggeriert und belegt zudem, dass das Strompreisniveau bereits in der Vergangenheit in Deutschland überhöht war.

Der Bund der Energieverbraucher rät allen Verbrauchern, die überhöhten Stromrechnung nicht zu bezahlen und schriftlich die fehlende Billigkeit zu bemängeln. Das Landgericht Koblenz hat entschieden, dass eine Stromsperre in diesem Fall unzulässig ist. Details hier.

letzte Änderung: 06.07.2015