Verteuerung mal fünf
(18. Dezember 2004) - Die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), Karlsruhe, will zu Anfang kommenden Jahres ihre Preise für Strom und Gas erhöhen, die Strompreise um brutto 3,5%, die Gaspreise um brutto 5,1%. Sie begründete das mit stark gestiegenen Erzeugungs- und Einkaufskosten. Im Allgemeinen Tarif Strom "EnBW Komfort" wird der Verbrauchs- bzw. Arbeitspreises um rund 0,66 Cent je kWh brutto teurer. Der Grundpreis für Eintarifmessung soll auf 92,22 Euro brutto steigen. Das bedeutet für einen durchschnittlichen Privathaushalt mit 3600 kWh Jahresverbrauch monatliche Mehrkosten von 2,08 Euro brutto. Beim Gas sollen die Kunden im Allgemeintarif ab 1. Februar netto 0,25 Cent mehr pro kWh bezahlen. Der Grundpreis bleibt mit 21,58 Euro im Jahr stabil. Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 12 000 kWh führt das zu Mehrkosten von 2,90 Euro im Monat. Die EnBW Gas GmbH hatte den Tarif bereits zum 1. November um 0,2 Cent je kWh erhöht.
Auch die Regensburger Rewag verteuert zum Jahreswechsel Strom und Gas. 1 kWh Erdgas kostet dann brutto 0,35 Cent mehr, das entspricht 7,6%. Im Oktober waren die Erdgaspreise bereits um durchschnittlich 0,23 Cent brutto je kWh gestiegen. Im aktuellen bundesweiten Gaspreisvergleich der ARD-Redaktion "plusminus" bei 563 Versorgern gehöre sie zu den hundert günstigsten, so die Rewag, und bayernweit liege sie auf Platz 4 von 74 bayerischen Gasversorgern. Beim Strom erhöht die Rewag um rund 2,5% bis 3,5%.
Für die rund 14 000 regulären Kunden der Stadtwerke Leipzig GmbH kommt es ab 1. Januar zu einer Nettoverteuerung von 0,3 Cent je kWh Gas. Die weiteren 20 000 Kunden mit Bestpreisverträgen müssten ab 1. März mit der Anhebung rechnen.
Beim größten regionalen Gasversorger Ostdeutschlands, der Mitteldeutschen Gasversorgung GmbH (Mitgas), Gröbers, müssen die 184 500 Haushalts- und Kleingewerbekunden, die mit Gas heizen, künftig inkl. Mehrwertsteuer je kWh 4,95 Cent statt wie bislang 4,58 Cent bezahlen. Die Preissteigerung beträgt damit 7%. Bei einem Jahresverbrauch von 20 000 kWh ergibt sich pro Jahr eine Mehrbelastung von 63,96 Euro. Auch die 750 Großkunden in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen müssen ab Januar mit teurerem Gas rechnen.
Die Stadtwerke Dresden (Drewag) erhöhen zum 1. Januar die Strompreise für ihre 150 000 Haushalte und für das Gewerbe. 1 kWh Haushaltsstrom im Allgemeinen Tarif wird um 1,28 Cent teurer und kostet künftig 16,75 Cent. Das entspricht 8,3% Preisanstieg. Der Grundpreis bleibt unverändert bei 86,83 Euro pro Jahr. Ein Durchschnittshaushalt mit 3500 kWh Jahresverbrauch muss künftig 673,08 statt 628,28 Euro zahlen. Bei den Gewerbekunden wird der Netto-Grundpreis um 18,20 Euro auf 168 Euro im Jahr erhöht.