Pressemitteilung vom Bund der Energieverbraucher e.V.
Drei Millionen Gaskunden planen konkrete Zahlungsverweigerung
(14. Dezember 2005) - Die Gaspreise für Haushalte haben sich seit Juli 2003 um fast einen Cent je Kilowattstunde erhöht, die Gasimportpreise dagegen nur um knapp 0,8 Cent und die Bezugspreise der Gasverteiler um weniger als 0,7 Cent. Die Preise für Heizöl sind seit Oktober 2005 kräftig gesunken. Ein weiterer Anstieg der Gaspreise lässt sich daher weder mit gestiegenen Importpreisen, noch mit steigenden Heizölpreisen oder höheren Gasbezugspreisen rechtfertigen. Darauf weist der Bund der Energieverbraucher heute in Bonn hin.
Über 60% der Kunden halten nach einer Untersuchung der Bremer trend:research die erneuten Verteuerungen für "überhaupt nicht gerechtfertigt". Ein Fünftel der Kunden planen nach der Umfrage eine konkrete Zahlungsverweigerung ihrer Gasrechnung. Das sind über drei Millionen der insgesamt 17 Millionen Haushaltsgaskunden. Der Bund der Energieverbraucher weist darauf hin, dass nach höchstrichterlicher Rechtsprechung die Verweigerung überhöhter Preisforderungen nicht mit einer Liefersperre beantwortet werden darf.
Aktuelle Haushaltsgaspreise für Dezember 2005 hat der Bund der Energieverbraucher im Internet unter http://www.energieverbraucher.de/seite1586.html veröffentlicht.
Weitere Hinweise einschließlich Musterschreiben zur Zahlungsverweigerung finden sich im Internet unter http://www.energieverbraucher.de/seite1382.html