Klagen gegen Gasversorger bei Gericht eingereicht
Verbraucherzentrale Sachsen informiert über weiteren Fortgang
(22. Oktober 2005) Am 19.10.2005 sind die durch die Verbraucherzentrale Sachsen koordinierten Klagen gegen zwei Gasversorger in Sachsen, die Erdgas Südsachsen GmbH, die das südliche Sachsen versorgt, und die Gasversorgung Sachsen Ost GmbH, die den ostsächsischen Raum beliefert, an die zuständigen Landgerichte in Chemnitz und Dresden versandt worden.
416 sächsische Verbraucher hatten sich als Streitgenossenschaft zusammengefunden, um gemeinsam gegen die Erdgas Südsachsen vorzugehen. Hinzu kommen noch 120 klagewillige ostsächsische Verbraucher, die sich gegen die Gasversorgung Sachsen Ost zur Wehr setzen wollen.
Allen Verbrauchern ist gemeinsam, dass sie die Preiserhöhungen beider Versorger vom Sommer dieses Jahres nicht einfach hinnehmen wollen. Schließlich handelt es sich um Preissteigerungen von 13,0 % bzw. 15,9 % im Vergleich zum Oktober 2004, die bisher von den Gasversorgern nicht nachvollziehbar begründet worden sind.
"Nur der bloße Verweis auf die gestiegenen Ölpreise bzw. andere Preiserhöhungen auf dem Energie-Weltmarkt reichen dafür nicht aus", meint Marion Schmidt von der sächsischen Verbraucherzentrale.
Die Landgerichte Chemnitz und Dresden werden nach Sichtung der Klagen die Versorger auffordern, eine Stellungnahme abzugeben. Gegebenenfalls muss dann der Rechtsanwalt, der die Klägerinnen und Kläger vertritt, nochmals darauf antworten. Erst danach wird der Termin für eine mündliche Verhandlung durch die Gerichte anberaumt.