Union begrüßt Bushs Forderung nach Ausbau der Atomkraft
(12. Juli 2006) - Die Union hat die Forderung von US-Präsident George W. Bush nach einem weltweiten Ausbau der Atomkraft begrüßt. Fast alle anderen erfolgreichen Industrienationen hätten verstanden, dass die Kernenergie für die sichere Versorgung von Verbrauchern und Wirtschaft mit preiswerter Energie unverzichtbar sei. Das sagte Wirtschaftsminister Michael Glos dem "Handelsblatt". Ähnlich äußerten sich Unions-Fraktionsvize Katherina Reiche und der Bundesverband der Deutschen Industrie. Kritik kam dagegen von SPD und Grünen.
Der Bund der Energieverbraucher e.V. kritisierte diese Stellungnahmen zugunsten der Atomkraft. Atomstrom sei eine Energie von gestern, die zudem von weiten Teilen der Bevölkerung nicht gewollt werde. Zudem könne von einer Renaissance der Atomkraft in den Industriestaaten keine Rede sein, wie eine Ende 2005 von der World Nuclear Association, die nach eigenen Angaben die weltweite friedliche Nutzung der Kernkraft für die kommenden Jahrhunderte fördert, erstellte Statistik zeige (http://www.world-nuclear.org/info/reactors.htm).