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Neue Jahresrechnung an 1.500 Gaspreis-Kritiker Eon Westfalen Weser wird allen Gaspreis-Verweigerern, die ihre Zahlungen mit Hinweis auf den § 315 BGB schon Ende 2004 selbst gekürzt und den Protest auch schriftlich mitgeteilt haben, automatisch neue Jahresrechnungen für 2005 zuschicken.

Neue Jahresrechnung an 1.500 Gaspreis-Kritiker

Eon Westfalen Weser reagiert auf Bürgerinitiative

(2. Februar 2006) Eon Westfalen Weser wird allen Gaspreis-Verweigerern, die ihre Zahlungen mit Hinweis auf den § 315 BGB schon Ende 2004 selbst gekürzt und den Protest auch schriftlich mitgeteilt haben, automatisch neue Jahresrechnungen für 2005 zuschicken. Und dabei die Restforderungen für 2004 und 2005 gesondert ausweisen. Die bisher verschickten Rechnungen können die Gasrebellen ad acta legen.

Rund 1.500 Haushalte sind davon betroffen, wie Unternehmenssprecher Meinolf Päsch gestern erläuterte.

Damit reagiert der Energieversorger auf den Vorstoß der Bürgerinitiative.

Die hatte dem Unternehmen Anfang der Woche mit einem Strafantrag gedroht, wenn die bisher verschickten Abrechnungen nicht zurück gezogen und zugleich die neuen Rechnungen erheblich transparenter sein würden. Wie berichtet, hatte Eon bei den bisherigen Jahresrechnungen an die Gasrebellen die Restforderung für die Monate Oktober bis Dezember 2004 von den Abschlagszahlungen 2005 abgezogen, dieses allerdings nicht gesondert ausgewiesen.

Das könne sich als "Betrug" oder "Unterschlagung" herausstellen, argwöhnten die Kritiker.

Nun will Eon getrennte Rechnungen ausstellen. "Die entsprechenden Kunden erhalten in den nächsten Tagen eine gesonderte Rechnung, zum einen für Strom und Wasser und zum anderen für Erdgas", betonte Päsch, fügte allerdings hinzu, dass Eon Westfalen Weser den eigentlichen Rechnungsbetrag nach wie vor als "korrekt" ansieht: "Dies gilt deshalb auch für den in der Rechnung ausgewiesenen Forderungssaldo, weil die Preiserhöhung aus unserer Sicht rechtmäßig ist." "

Diese neue Stellungnahme ist ganz offensichtlich eine Reaktion auf unsere Drohung mit dem Strafantrag, und das begrüßen wir sehr", kommentierte Roswitha Köllner, Sprecherin der Bürgerinitiative, in einer ersten Stellungnahme. Der Vorwurf, "klammheimlich Gelder der Kunden einbehalten zu haben" sei mit den neuen getrennten Rechnungen wohl vom Tisch, vermutet Frau Köllner. Außerdem würden die bisher verschickten Rechnungen an all die Gaspreis-Verweigerer storniert, die bereits seit Oktober 2004 ihre Zahlungen gekürzt hätten - damit sei eine weitere Hauptforderung vom Wochenanfang erfüllt.

letzte Änderung: 19.04.2023