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Mehr Licht als Schatten Die Stiftung Warentest hat im Mai-Heft ("test" 5/2006, S. 66)Photovoltaik-Module und Wechselrichter getestet. Die meisten Moduleerbrachten im Test die versprochenen Leistungen.

Mehr Licht als Schatten

(10. Juni 2006) - Die Stiftung Warentest hat im Mai-Heft ("test" 5/2006, S. 66) Photovoltaik-Module und Wechselrichter getestet. Die meisten Module erbrachten im Test die versprochenen Leistungen. Bei Modellen von BP, Solarfabrik und Isofoton liegt der Mittelwert fünf geprüfter Module deutlich unter dem Nennwert. Suntechnics enttäuschte bezüglich der Haltbarkeit. Auch die beiden getesteten Dünnschichtmodule erhielten nur ein "Befriedigend". Sie bieten auch preislich keine Vorteile, sondern sind im Gegenteil teurer als die anderen Module. Die besten Noten im Test erzielten die Module von Aleo Solar, Kyocera, Shell Solar und Sunways.

Der Ertrag pro Kilowatt Leistung wurde weder gemessen noch verglichen. Das ist auch im Labor nicht möglich und hängt unter anderem vom Wechselrichter und der Installation ab. Für einen Anlagenbetreiber ist dies jedoch neben dem Preis pro Kilowatt die allein entscheidende Größe: Wie viel Kilowattstunden erzeugt meine Anlage für jeden investierten Euro?

Von den ebenfalls getesteten Wechselrichtern schnitt der Branchenprimus Sunny Boy von SMA am Besten ab. Schlusslicht im Wechselrichtertest war der PT3000 von Aixcon (Mangelhaft). Hier stießen die Tester auf mehr Schwachpunkte als bei den Solarmodulen.

Übrigens: Wer vor drei Jahren 20.000 Euro nicht in eine Solaranlage sondern in die Aktien der Herstellerfirma Solarworld investierte, hat inzwischen so viel Geld erwirtschaftet, dass es sowohl für die Solaranlage als auch für das dazu passende Einfamilienhaus reicht.

Vorsicht vor No-Name-Produkten mit unklarer Herkunft

Für eine Drei-Kilowatt-Anlage zahlt man laut Stiftung Warentest etwa 12.000 bis 17.000 Euro. Mit Wechselrichter und Montage kostet die Gesamtanlage mindestens annähernd 20.000 Euro. Pro Kilowatt Spitzenleistung produziert eine Solaranlage jährlich 700 bis 1.000 Kilowattstunden. Mit einer Drei-Kilowatt-Anlage lassen sich zum Beispiel bei 800 kWh/kW in 20 Jahren 48.000 Kilowattstunden ernten. Dafür zahlt das Versorgungsunternehmen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 24.860 Euro. Mit der eigenen Anlage werden sich allenfalls Renditen von wenigen Prozent erzielen lassen.

Holen Sie auf jeden Fall mehrere Angebote von unterschiedlichen Installateuren ein, rät die Stiftung.

letzte Änderung: 26.07.2018