Rechnet sich Brennwerttechnik?
(11. September 2003) Bei Brennwertgeräten in Einfamilienhäusern fallen die jährlichen Verbrauchskosten für Gas und Strom um etwa 50 Euro niedriger aus (Gaspreis ca. 3 Cent/kWh-Heizwert, Strompreis 15 Cent/kWh). Dagegen sind die durchschnittlichen Anschaffungskosten der getesteten Geräte um 750 Euro höher als die der Niedertemperaturkessel. Aber es gibt auch sehr kostengünstige Brennwertgeräte.

Rechnet sich Brennwerttechnik? - Ja!
Für eine Kostensenkung im Neubau sorgt die Installation des Brennwertgeräts im Dachgeschoss, da auf den Bau eines Schornsteins verzichtet werden kann. Aber selbst im Altbau können die Kosten für eine Brennwertabgasanlage günstiger als eine Kaminsanierung ausfallen. Da in der Abgasleitung Kondenswasser anfällt, muss das Abgassystem aus feuchtigkeitsunempfindlichem und korrosionsbeständigem Material bestehen. Ferner müssen aufgrund der Ventilation die Rohre druckdicht ausgeführt sein. Als Rohrmaterialien kommen Glas, Kunststoff, Edelstahl- und Aluminiumlegierungen sowie Keramik in Frage. Für eine raumluftunabhängige Verbrennung können doppelwandige Rohre verwendet werden, durch die die Verbrennungsluft von außen angesaugt wird.
Nur individuell zu beziffern sind die Kostenunterschiede für Installation, Wartung und Instandhaltung. Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit gehen daher die Meinungen auseinander. Soviel zumindest ist sicher: Brennwerttechnik ist nicht deutlich billiger, aber auch nicht deutlich teurer als herkömmliche Gasheiztechnik. Und dafür gibt es 10% Energieersparnis!