Stromstatistik 2003
(2. Februar 2005) - Nach Angaben des Wiesbadener Statistischen Bundesamts stiegen die Durchschnittserlöse der Stromversorger 2003 wie schon in den beiden vorangegangenen Jahren weiter an. Der vorläufige Durchschnittserlös aus der Abgabe von Strom an Letztverbraucher habe 2003 bei 8,78 Cent pro kWh gelegen, 9,2% mehr als im Vorjahr und 6,7% weniger als 1991. Den niedrigsten Durchschnittserlös von 1991 bis 2003 erzielten die EVU 2000 mit 7,43 Cent je kWh.
Sondervertragskunden in Industrie und Gewerbe zahlten 2003 im Schnitt mit 6,28 Cent je kWh 11% mehr als im Vorjahr und 19% weniger als 1991. Tarifkunden zahlten den Versorgern 2003 mit 13,61 Cent je kWh im Schnitt um 8% mehr als 2002 und um 15% mehr als 1991.
Insgesamt gaben die Versorger 2003 an Letztverbraucher 483,3 Mrd kWh ab, 0,3% mehr als im Vorjahr und 16% mehr als 1991. Die privaten Haushalte hatten mit 138,5 Mrd kWh einen Anteil von 29% und stellten mit 84% die größte Gruppe unter den Tarifkunden. Hauptabnehmer von Strom waren die Sondervertragskunden mit 318,5 Mrd kWh, zwei Drittel der Gesamtabgabe an Letztverbraucher.
In den Erlösen sind neben Arbeits-, Leistungs- und Verrechnungsentgelten auch Netznutzungsentgelte, Stromsteuer sowie Ausgleichsabgaben nach dem EEG und dem KWKG enthalten, jedoch nicht die Mehrwertsteuer und rückwirkende Stromsteuerrückerstattungen. Sie beschreiben nur die Einnahmeseite der Stromversorger und dürfen nicht mit deren Gewinn gleichgesetzt werden.