Gasnetze transparent Die Essener Ruhrgas AG hat sich mit der EU auf ein Entry/Exit-Modell bei der Netznutzung geeinigt.

Gasnetze transparent

(6. Mai 2004) - Die Essener Ruhrgas AG hat sich mit der EU beim "Marathon"-Verfahren geeinigt. Grundlage bildet ein Entry/Exit-Modell für den Zugang zum Ruhrgas-Transportnetz. Gasversorger, die ihr Gas über das Netz transportieren, müssen nur Gebühren fürs Einspeisen und die Entnahme zahlen, aber keine Kapazitäten dazwischen buchen.

Ruhrgas muss dieses System auch über sein eigenes Netz hinaus ausdehnen. Bereits ab 1. Juli würden Daten zu technischen Gegebenheiten des Leitungsnetzes und verfügbaren Kapazitäten umfassender als bisher veröffentlicht, so das Essener Unternehmen.

Die EU-Kommission stellte auch ihre Prüfung gegen die französische GdF ein, weil diese sich verpflichtete, den Zugang zu ihren Netzen zu erleichtern. Die EU-Untersuchung gegen mehrere Gasunternehmen begann Ende 1996 per Beschwerde der norwegischen Tochter des US-Öl- und Gaskonzerns Marathon Group, Houston, die argumentierte, ihr sei der Zugang zu kontinentaleuropäischen Gasleitungen verweigert worden. Im Oktober 1998 gab es dazu Hausdurchsuchungen bei Unternehmen.

Mit der Duisburger Thyssengas GmbH einigte sich die EU-Behörde im November 2001, mit der NV Nederlandse Gasunie im April 2003. Weil sich Marathon und die Gasunternehmen außergerichtlich einigten, zog Marathon seine Beschwerde im Herbst 2000 zurück.

letzte Änderung: 04.03.2017