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Schulstreik
Schülerproteste gegen Klimapolitik

Schulstreik: Schülerproteste gegen Klimapolitik

Von Louis-F. Stahl

(15. April 2019) Zunächst in Schweden, dann in Europa und inzwischen weltweit gehen Schüler freitags regelmäßig nicht mehr in die Schule, sondern demonstrieren. Die Schüler prangern eine verfehlte Klimaschutz-, Umwelt- und Energiepolitik an, die den Planeten bereits für ihre Generation in Teilen unbewohnbar werden lassen könnte. Zentrale Forderungen sind ein Stopp der Verbrennung fossiler Brennstoffe und die Umsetzung von Maßnahmen zur Aufhaltung des Klimawandels.

1900 GretaThunberg / Foto: twitter.com/GretaThunberg

Mit der Aktion angefangen hatte die damals noch 15-jährige Schwedin Greta Thunberg. Nachdem sich weltweit mehr als 100.000 Schüler ihrem wöchentlichen Protest am Freitag unter dem Motto „School strike for climate“ (in Deutschland „Fridays for Future“) anschlossen, sprach sie zuletzt im Rahmen der UN-Klimakonferenz in Kattowitz und dem Weltwirtschaftsforum in Davos die herrschenden Politiker direkt an.

Die Reaktion der Politiker fiel ignorant aus: Der australische Premierminister Scott Morrison und die britische Premierministerin Theresa May forderten, dass die Schüler lieber zur Schule gehen und etwas lernen sollten, anstatt zu demonstrieren. Am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz deutete Kanzlerin Angela Merkel an, dass sie einen Zusammenhang zwischen den Schülerprotesten und der „hybriden Kriegsführung“ sehe. „Dass plötzlich die deutschen Kinder – nach Jahren ohne sozusagen jeden äußeren Einfluss – auf die Idee kommen, dass man diesen Protest machen muss,“ könne sie nicht glauben, erklärte Merkel, revidierte diese Einschätzung jedoch nach einer Welle der öffentlichen Empörung und erklärte ihr Verständnis für die Sorgen der Schüler.

  • Greta Thunberg auf Twitter
  • Video mit deutschen UT: School strike for climate - save the world by changing the rules | Greta Thunberg

1900 Auswirkungen der aktuellen Klimapolitik / Grafik: Prof. Volker Quaschning