Schönau: später Erfolg
(12. September 2005) - Als die Schönauer Bürger 1994 ihr Stromnetz von der Kraftübertragung Rheinfelden (KWR) erwerben wollten, bezifferten diese den Kaufpreis für das Netz auf 8,7 Millionen Mark. Unter dem Druck der Öffentlichkeit reduzierte die KWR die Kaufpreisforderung auf 5,8 Millionen Mark. Dieses Geld bezahlten die Schönauer Bürger unter dem Vorbehalt einer gerichtlichen Überprüfung. Bundesweite Spenden und Kredite erbrachten den Kaufpreis.
Der vom Gericht bestellte Obergutachter bezifferte nun den Wert des Netzes auf lediglich 3,5 Millionen Mark, 43 Prozent des ursprünglich verlangten Kaufpreises. Die heutigen Elektrizitätswerke Schönau (EWS) bekommen nun 1.195.098,76 Euro zuzüglich Zinsen zurückerstattet.
Die EWS, die bisher mehr als 750 neue ökologische Stromerzeugungsanlagen gefördert hat, kann das Geld gut gebrauchen.