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Windreich-Betrug
Langjährige Haftstrafe

Windreich-Betrug: Langjährige Haftstrafe

Von Leonora Holling

(10. März 2021) Betrug, Untreue und vorsätzliche Insolvenzverschleppung – das sind die Straftaten, wegen der das Landgericht Stuttgart Willi Balz, den Unternehmensgründer des Windpark-Entwicklers „Windreich“, am 2. Dezember 2020 zu einer viereinhalbjährigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt hat. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Verteidigung hat angekündigt, beim Bundesgerichtshof Revision einzulegen. Unabhängig davon werden die geprellten Anleger das verlorene Anlagekapital wohl nicht zurückerhalten.

184 Blick auf Windpark durch Maschendraht / Foto: seongjin / stock.adobe.com

Das Unternehmen Windreich wollte Offshore-Windprojekte vorantreiben und sammelte hierfür einen dreistelligen Millionenbetrag von Investoren ein. Die Anleihen des Unternehmens waren auch bei Kleinanlegern und Sparern beliebt. 2013 kam die Insolvenz, die nach Auffassung des Gerichtes durch Balz lange vorhersehbar gewesen war und über ein Jahr verschleppt wurde. Die Verfahren gegen sieben weitere Angeklagte aus dem Windreich-Umfeld wurden eingestellt.