Eine Frage der Steilheit
(8. Juni 2011) Oft reicht Heizungsexperten schon ein einziger Blick, um ein großes Einsparpotenzial aufzudecken. „Wenn ich in einen Heizungskeller komme und sehe, dass die Steilheit auf zwei und größer steht, weiß ich genau, dass hier etwas mit der Hydraulik nicht stimmt", berichten Experten. Sobald die Hydraulik neu abgeglichen wurde, kann der Regler auf den Wert von 1,2 eingestellt werden, was den Energieverbrauch um ein Drittel senkt.
Die Steilheit der Regelung bestimmt, um wieviel Grad die Kesseltemperatur steigt, wenn die Außentemperatur um ein Grad sinkt. Ein üblicher Wert ist 1,2: Sinkt die Außentemperatur um zehn Grad, erhöht die Heizung ihre Temperatur um 12 Grad. Doch unter Umständen gibt es Räume im Haus, in die die Wärme des Kessels nicht richtig hintransportiert wird.
Der Fehler liegt im Rohrsystem, Ventilen und Pumpen. Wenn man einfach die Heizung wärmer stellt, also um 20 Grad wärmer (Steilheit 2), wird zwar auch der letzte Raum warm, allerdings auf Kosten unnötig hoher Verluste. Neue Pumpen, Ventile und Einstellungen schaffen dauerhaft Abhilfe.
