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Klimaanlagen im Test

Klimaanlagen im Test

Von Louis-F. Stahl

(23. Oktober 2018) Im Juli stiegen die extremen Temperaturen des bisher außergewöhnlichen Sommers vielen Verbrauchern zu Kopf. Und Klimaforscher warnen davor, dass die Extremtemperaturen zur neuen „Normalität“ werden (siehe Weblinks). Auch in unseren Breitengraden geraten Verbraucher daher zunehmend in Versuchung, sich mit Klimaanlagen für Wohnräume Linderung zu verschaffen.

1337 Lüftungsanlage auf Dach / Smial (CC BY-SA 2.0 DE)

Die Stiftung Warentest hat dies zum Anlass genommen, Klimageräte zu testen (Test 7/2018, S. 46-51). Zu unterscheiden sind dabei „Monoblöcke“ und „Splitgeräte“. Die mobilen Monoblöcke kommen zumeist auf Rollen und lassen sich von Raum zu Raum schieben. Die Wärme wird über einen Abluftschlauch nach draußen geführt. Das Problem: Der Schlauch nach draußen wird häufig durch ein gekipptes Fenster gehängt und dann dringt viel warme Luft in den Wohnraum – ein stromfressender Teufelskreis. Die Stiftung Warentest hat zudem ermittelt, dass Monoblockgeräte, verglichen mit Splitgeräten, nur halb so gut kühlen und dabei auch noch die doppelte Menge Strom benötigen. Die Warentester empfehlen Monogeräte daher nur selten, an besonders heißen Tagen, einzusetzen. Die deutlich effizienter arbeitenden „Splitgeräte“ müssen hingegen durch Kältetechniker fest installiert werden und bestehen aus zwei mittels Rohre verbundenen Aggregaten.

Im Test erwies sich nur das Splitgerät Panasonic CS-Z25TKEW/CU-Z25TKE als „gut“. Die Splitgeräte von Daikin, Mitsubishi und Hitachi zeigten zumindest „befriedigende“ Ergebnisse. Das Splitgerät von Toshiba fiel wegen nur ausreichender Kühlleistung bei mangelhafter Energieeffizienz glatt durch. Bei den Monoblöcken erreichten nur der „PAC EX100 Silent“ von DeLonghi und der „Eco friendly“ von Comfee ein „befriedigend“. Die Geräte von Remko, Obi und Suntec Wellness erreichten allesamt nur „ausreichende“ Kühlleistungen und aufgrund der Verwendung des besonders umweltschädlichen Kältemittels „R410A“ sogar ein „mangelhaft“ bei den Umwelteigenschaften.

Wie man sein Zuhause auch ohne eine stromintensive Klimaanlage im Sommer angenehm temperiert halten kann, zeigt der Leserbrief „Hausmittel statt Klimaanlage“ in der Energiedepesche 03/18 auf Seite 22.