Stadtwerke genießen das Vertrauen
(6. Juli 2010) Die Bürger fühlen sich bei ihrem Stadtwerk gut aufgehoben. In einer vom Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) in Auftrag gegebenen Umfrage von TNS Emnid sagten 81% der Bürger, sie vertrauten ihren örtlichen Stadtwerken.
Seit einigen Jahren bewerteten die Verbraucher die von Unternehmen angebotenen Dienstleistungen und Produkte anders, so TNS Emnid. Neben der Qualität und dem Preis-Leistungs-Verhältnis sei die ethische Bilanz eines Unternehmens als dritte wesentliche Komponente hinzugekommen.
68% aller Befragten wollen, dass die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser nur durch Unternehmen erfolgen soll, die dem Gemeinwohl verpflichtet sind und öffentlich kontrolliert werden. 45% erwarten von einem öffentlichen Versorger, dass er die Region fördert.
Hauptkriterium für die Beurteilung eines Strom- und Gaslieferanten ist die Zuverlässigkeit für 88%, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für 85%, die Umweltorientierung für 78% und die Kundenorientierung für 77%.
Stadtwerke-Kunden schätzen ihren Versorger sogar zu mehr als 94% als zuverlässig ein, 80% meinen, ihr Versorger agiere umweltbewusst. Eine Privatisierung der Stadtwerke in ihrem Wohnort lehnen 70% aller Befragten ab, 23% würden sie befürworten, 7% machten keine Angaben.
Bei den Stadtwerke-Kunden liegt die Ablehnung bei 75%. In den vergangenen Jahren wechselten 15% der Befragten von einem öffentlichen zu einem privaten Strom- oder Gasversorger, 41% davon begründen ihren Wechsel mit dem Preis.
Nach Meinung der Bürger arbeiten die Stadtwerke gut bei der zuverlässigen Versorgung, bei der verständlichen Rechnung und bei der Erreichbarkeit der Mitarbeiter. Verbesserungspotenzial gibt es beim Notdienst und beim Verhalten bei Beschwerden.