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Erzeugungsleistung der erneuerbaren Energien übersteigt erstmals Höchstlast der Stromnachfrage
Pressemitteilung vom Bund der Energieverbraucher e.V.

Erzeugungsleistung der erneuerbaren Energien übersteigt erstmals Höchstlast der Stromnachfrage

(15. Januar 2016) Die erneuerbaren Energien haben erstmals 2014 eine höhere Erzeugungsleistung, als im Jahresmaximum an Leistung von allen Verbrauchern nachgefragt wird. Das ergibt aus dem aktuellen Monitoring-Bericht von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt. Natürlich steht die Erzeugungsleistung der Erneuerbaren nie zeitgleich zur Verfügung. Auch fällt die Jahreshöchstlast der Stromnachfrage von 82,8 GW (laut Monitoringbericht der Bundesnetzagentur 2015, Seite 77) in dunkle Winterwochenenden. Dafür gab es 2014 konventionelle Erzeugungsleistung von 105 GW in Bereitschaft, also fast ein Viertel mehr als zur Abdeckung der Höchstlast maximal gebraucht werden.

Im Jahr 2014 waren 85,3 GW Stromerzeugungsleistung aus erneuerbaren Energien installiert, die auch vergütungsfähig nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind. Insgesamt lag die Erzeugungsleistung aus erneuerbaren Energien bei 94 GW.

Der Monitoringbericht belegt, dass auch die hohe Versorgungsleistung aus erneuerbare Energien durchaus mit den konventionellen Kraftwerken gemeinsam einsetzbar sind, ohne dass die Sicherheit der Versorgung gefährdet wird. Es waren zwar umfangreiche zusätzliche Steuerungsmaßnahmen notwendig. Im Ergebnis mussten nur 1,2 Prozent der regenerativen Stromerzeugung zur Sicherung der Stabilität abgeregelt werden (Monitoring Bericht Seite 110).

Der Bund der Energieverbraucher e.V. fordert den weiteren zügigen Ausbau der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten. Die mit dem EEG 2016 vorgesehenen Ausbaubremsen dürfen nicht beschlossen werden. Der Verbraucherverein schließt sich der diesbezüglichen Forderung zahlreicher Bundesländer an.