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Schienenverkehr
Wasserstoffzüge gehen in Serie

Schienenverkehr: Wasserstoffzüge gehen in Serie

(29. März 2021) Seit September 2018 fährt der Eisenbahnhersteller Alstom mit dem weltweit ersten Brennstoffzellen-Triebzug „Coradia iLint“ von einem Verkehrsverbund sowie Bahnunternehmen zum nächsten und lässt die potenziellen Kunden die Züge jeweils einige Wochen im Alltagseinsatz auf Herz und Nieren testen (siehe Bericht in ED 1/2019, S. 23). Inzwischen liegen Alstom 41 verbindliche Bestellungen vor. 22 weitere Bestellungen sollen kurz vor dem Abschluss stehen, wie das Handelsblatt am 2. Januar 2021 berichtete.

127 Triebzug Coradia iLint / Foto: Alstom/Rene Frampe

Auf Grundlage der vorliegenden Bestellungen hat Alstom verkündet, dass noch in diesem Jahr die Serienfertigung der Züge in Salzgitter aufgenommen werden soll. Die Züge haben eine Fahrgastkapazität von 300 Personen und eine Reichweite von rund 1.000 Kilometer.

Bisher ist der Coradia iLint konkurrenzlos. Siemens Mobility hat zwar die Entwicklung eines eigenen H2-Zuges angekündigt, dessen erst noch zu bauender Prototyp soll jedoch erst im Jahr 2024 Testfahrten unternehmen. Der Eisenbahnhersteller Bombardier, der kürzlich vom Alstom-Konzern übernommen wurde, hat mit dem Talent 3 hingegen auf den preisgünstigeren Batterieantrieb gesetzt, hinkt mit einer Reichweite von rund 50 bis 100 Kilometer jedoch deutlich hinterher und kann bisher lediglich einen Prototyp vorweisen.