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Überhöhte Stromkosten
Strompreise sinken (nicht)

Überhöhte Stromkosten: Strompreise sinken (nicht)

Von Louis-F. Stahl

(7. September 2021) Verbraucher in der Europäischen Union haben Grund zur Freude: Aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu Folge sind die Strompreise in der EU im vergangenen Jahr um 3 Prozent auf durchschnittlich 21,26 Cent/kWh gesunken. In Deutschland war es genau umgekehrt: Hierzulande sind die Strompreise um rund 2,5 Prozent teurer geworden. Kleinstverbraucher wie Single-Haushalte mit einem Jahresverbrauch von 1.200 kWh zahlten durchschnittlich 34,30 Cent pro Kilowattstunde.

378 Kabel Stromstecker umwickelt Geldschein / Foto: Maryia / stock.adobe.com

Öffentlich wurden diese Zahlen aufgrund einer parlamentarischen Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Der Bundesrechnungshof kritisierte in einem Bericht vom 30. März 2021 zudem, dass der hohe Strompreis zu über 75 Prozent aus Steuern, Abgaben, Umlagen und Netzentgelten bestehe und forderte eine „grundlegende Reform“ zur Senkung der Strompreise. Der Bundesrechnungshof bläst damit nun in das gleiche Horn wie bereits im Juni 2020 die „Expertenkommission zur Überwachung der Energiewende“ des Bundeswirtschaftsministeriums, die einen „schnellstmöglichen Wegfall von Umlagen und Steuern auf Elektrizität“ forderte.