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Jedes zweite E-Bike ist gut

Von Louis-F. Stahl

(27. Oktober 2018) Pedelecs liegen voll im Trend: Mit elektrischer Unterstützung lassen sich mit einer Akkuladung spielend auch weite Strecken von 50 bis 90 Kilometer überbrücken. Während sich aktive Radler über schnellere Bergfahrten und die Vergrößerung der möglichen Reisestrecken freuen, ermöglicht die Elektrounterstützung körperlich weniger fitten Radlern wieder eine aktive Teilhabe am Zweiradverkehr. In den letzten vier Jahren hat sich nach Informationen des Zweirad-Industrie-Verbandes die Anzahl der E-Bikes in Deutschland verdoppelt. Rund 3,5 Millionen E-Bikes sollen aktuell am Verkehr teilnehmen.

1399 Fahrräder / Foto: European Cyclists‘ Federation (CC BY 2.0)

Die Stiftung Warentest hat jetzt das Pedelec-Premiumsegment im Bereich von 2.000 bis 2.900 Euro einem Härtetest unterzogen (Test 6/2018, S. 66-73). Dabei zeigte sich, dass 6 von 12 Rädern „gut“ sind. Auf den ersten Plätzen liegen Räder von KTM (Macina Fun 9), Kettler (Traveller E Gold), Kreidler (Vitality Eco 6 Edition), Cube (Hybrid Pro 500) und Stevens (E-Lavena). Die Räder von Diamant (Elan+), Pegasus (Primo E 10) und Winora (Sinus Tria 9) wurden aufgrund mangelnder Haltbarkeit nur mit „ausreichend“ bewertet. Als „mangelhaft“ erwies sich das Rad „Stoker 9“ von Raleigh, das neben einem lauten Motor auch eine unzureichende elektrische Sicherheit aufwies und damit den letzten Platz belegte. Preis-Leistungs-Sieger ist das „gute“ Kalkhoff „Voyager Move B8“ für 2.000 Euro.

Nicht getestet hat die Stiftung Warentest leider die bei Verbrauchern deutlich beliebteren E-Bike-Schnäppchen. So offerierte der Discounter Aldi im April 2018 das Alu-E-Bike „Prophete“ für 999 Euro. Nahezu baugleiche Prophete-Räder sind in den Größen 26“ und 28“ aktuell bei Hagebau sowie Obi zum gleichen Preis, sowie bei Lidl etwas günstiger, aber zu schwankenden Preisen zwischen 800 und 999 Euro erhältlich. Das letzte getestete Aldi-Pedelec „Hansa“ erreichte vor zwei Jahren jedoch nur ein „mangelhaft“ (Test 7/2016).

Eine ausführliche Analyse der in E-Bikes verwendeten Antriebssysteme bestehend aus Motor, Akku, Steuerung und Display hat die Computerzeitschrift c’t vorgenommen (c’t 18/2018, S. 114-129). Positiv haben die Antriebsstränge von Bosch, Brose und Shimano abgeschnitten. Die Antriebe von Derby Cycle und Yamaha zeigten sich überwiegend „zufriedenstellend“, während Zehus überwiegend „schlecht“ bewertet wurde.
(c't 18/2018, S. 114: E-Bike-Konzepte im Vergleich und S. 122: E-Bike-Motoren im Vergleich)

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