Ein Viertel aus der Vorkriegszeit 10. 300 der derzeit genutzten Masten sind vor Beginn des Zweiten Weltkriegs errichtet worden

Ein Viertel aus der Vorkriegszeit

(15. Dezember 2005) Rund ein Viertel der 44 000 Strommasten des RWE-Hoch- und Höchstspannungsnetzes würden seit über 65 Jahren genutzt, bestätigte die RWE der "Berliner Zeitung". Konkret seien 10.300 der derzeit genutzten Masten vor Beginn des Zweiten Weltkriegs errichtet worden. Wie aus internen RWE-Unterlagen hervorgehe, plane RWE trotz der aktuellen Stromausfälle keinen Komplettaustausch dieses Bestandes, so die Zeitung.

Es würden nur Masten ausgetauscht, die extremen Zugbelastungen nicht mehr standhielten. Das seien jene, die vor 1930 errichtet wurden. Der Rest gelte als grundsätzlich sanierungsfähig. Die extrem lange Nutzung der Altmasten sei kein Spezifikum des Unternehmens, so die Zeitung, bei anderen Unternehmen gebe es ähnlich lange Nutzungszeiten. Vorkriegsmasten seien in ganz Europa in großer Zahl anzutreffen, im Hochspannungsnetz ebenso wie im Mittel- und Niederspannungsnetz.

Während RWE fürs Hochspannungsnetz 2003 ein 550 Mio Euro teures Sanierungsprogramm aufgelegt habe, habe das Unternehmen wie auch die anderen Stromkonzerne noch keinen Überblick darüber, wie viele Masten der Mittel- und Niederspannungsnetze wegen des erhöhten Bruchrisikos saniert oder erneuert werden müssen und wie teuer dies wird.

letzte Änderung: 28.06.2017