Gabriel will Sozialstrom - Himmelschreiender Skandal
(19. Januar 2008) Angesichts stark gestiegener Energiepreise
forderte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die Versorger auf,
flächendeckend und dauerhaft einen Sozialtarif anzubieten. In
einem so reichen Land wie Deutschland dürfe es keine Energie-
oder Brennstoffarmut geben, so Gabriel.Solche Sozialtarife würden bereits von einzelnen E.ON-Regionalgesellschaften angeboten, allerdings nur befristet und begrenzt. Hier müssten weitere Schritte folgen.
Der Bund der Energieverbraucher hatte bereits vor Wochen Beschwerde bei der EU Kommission dagegen eingelegt, dass Deutschland die laut EU Recht verbindlichen Regeln zum Schutz von Verbrauchern nicht in deutsches Recht umgesetzt hat. Er hatte auch eine Bundestagspetition dieses Inhalts auf den Weg gebracht.
Der Bund der Energieverbraucher fordert, dass jeder
Stromverbraucher 1000 Kilowattstunden jährlich umsonst
verbraucher darf und die Mehrkosten durch Verteuerung höherer
Verbräuche ausgeglichen werden. Durch eine geeignete
Zähler- und Anschlusstechnik könnte dadurch verhindert
werden, dass Haushalte ganz ohne Strom dastehen. Die über
800.000 jährlichen Stromsperren in Deutschland bezeichnete der
Verbandsvorsitzende als himmelschreienden Skandal, an dem
Stromversorger und Politiker gleichermassen schuld seien. Details
hier.