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Britische Regierung akzeptiert Gewinnzuwächse der Energieriesen nicht Weitere Informationen zur Brennstoffarmut in Grossbritannien hier.

Britische Regierung akzeptiert Gewinnzuwächse der Energieriesen nicht

(15. März 2008) Wie die britische Zeitung Telegraph am 3.3.2008 meldete, hat die Regierung die Chefs der größten Strom- und Gasfirmen zu sich beordert, um ihnen entweder ein Teil ihrer vielen Milliarden Gewinne abzunehmen und eine neue Steuer auf Gewinne einzuführen.

Downing Street verlangte von den Chefs die Unterstützung eines nationalen Programms zur Bekämpfung der Brennstoff-Armut der 4,5 Millionen ärmsten Haushalte. Die zunehmend exzessiven Gewinne der Versorgungsfirmen würden von den Haushaltskunden mit ihren Strom- und Gasrechnungen bezahlt.

Die "National right to Fuel Campaign" hat die Gewinne als obszön bezeichnet. Allan Asher von Energywatch begrüsste die Aktion, sie käme aber viel zu spät. Die Energiefirmen hätten die Verbraucher viel zu lange mißbraucht und die Regierung hätte den Kopf in den Sand gesteckt. Firmen, die von den Armen profitieren handeln verbrecherisch und unmoralisch. Zehntausende von Menschen stürben jeden Winter an Unterkühlung und Atemwegserkrankungen, weil sie sich keine vernünftige Heizung leisten können.

Bedauerlicherweise schwächte die Regierung wenige Tage später ihre Drohung ab und plant jetzt statt einer Gewinnsteuer eine Verschärfung der Regulierung.

Die Armen werden durch die überhöhten Kosten für Münzzähler nochmals über den Tisch gezogen. Auch dagegen will die Regierung vorgehen.

Der Bund der Energieverbraucher konstatiert in Grossbritannien ein weitaus höhere Problembewusstsein für die Energiearmut als in Deutschland. Weitere Informationen zur Brennstoffarmut in Grossbritannien hier.


letzte Änderung: 09.01.2023