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News zum Thema Beleuchtung
Pressemitteilung vom Bund der Energieverbraucher e.V.
Glühlampenverbot richtig! - Amalgam für Sparlampen
(29. Dezember 2010) In einem Schreiben an EU-Kommissar Oettinger setzt sich der Bund der Energieverbraucher e.V. dafür ein, an dem Verbot von Glühlampen festzuhalten. Auch der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, will trotz Warnungen seiner eigenen Behörde wegen des Quecksilbergehalts von Energiesparlampen am EU-weiten Verbot herkömmlicher Glühbirnen festhalten. "Es wäre falsch, jetzt in das Zeitalter der Energieverschwendung zurückzukehren", sagte Flasbarth. Auch wenn bei zwei Tests mit Energiesparbirnen erhöhte Werte des giftigen Quecksilbers festgestellt worden seien, "ist die Forderung nach einem Aussetzen des Glühlampenverbots insgesamt nicht verhältnismäßig zu diesen Befunden". Der Weg bleibe richtig, für mehr Energieeffizienz im Bereich der Beleuchtung zu sorgen.
Flasbarth und auch der Bund der Energieverbraucher e.V. wiesen damit Forderungen aus den Reihen von CDU und FDP und auch der Verbraucherzentrale Bundesverband zurück, das bestehende EU-Verbot für Glühbirnen von mehr als 60 Watt auszusetzen. Auch das ab kommendem September vorgesehene Verbot von 60-Watt-Birnen solle wie geplant in Kraft treten. "Die Forderung, das Glühlampenverbot auszusetzen, ist durch die Studien des Umweltbundesamts nicht gedeckt", sagte Flasbarth. Allerdings empfehle seine Behörde, "dass Schwangere und Kinder, wenn eine solche, quecksilberhaltige Lampe zu Bruch geht, sich von diesem Ort fernhalten sollen". Auch sollten der Raum gut gelüftet und die defekte Glühbirne ordnungsgemäß entsorgt werden.Vor kurzem berichtete das Umweltbundesamt gefährlich hohe Quecksilberkonzentrationen in Innenräumen bei zerbrochenen Energiesparlampen.
Das flüssige Quecksilber in den Lampen sollte durch feste Metallverbindungen, Quecksilber-Amalgame, ersetzt werden, so der Bund der Energieverbraucher. Das erhöhe die Sicherheit bei Bruch sowie den Gesundheits- und Umweltschutz bei Produktion und Transport. Der Verzicht auf flüssiges Quecksilber sei grundsätzlich für jeden Hersteller machbar. Wenn die EU die Amalgamtechnik vorschreibe, mache das die Lampen nicht teurer.
Entsprechende Vorschläge zur Überarbeitung der EU-Schadstoffrichtlinie RoHS lägen bereits in Brüssel vor. Aktuell begrenzt die Richtlinie den Quecksilbergehalt auf 5 mg und ab 2012 auf 3,5 mg. Markenlampen enthalten modellabhängig 1 bis 2 mg.
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