News zu Hausgeräten

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Hotline des Vereins rettet weiße Ware

Viele defekte Hausgeräte lassen sich mit nur wenigen Handgriffen wieder in Gang setzen. Dieses Know-how lassen sich die Kundendienste vergolden. Für Vereinsmitglieder gibt es die Hilfe zur Selbsthilfe am Telefon kostenfrei.
Von Aribert Peters

(8. April 2015) Alles begann mit dem Kauf eines Wärmepumpen-Wäschetrockners von Siemens im Jahr 2009. Das Gerät war damals deutlich teurer als ein üblicher Trockner, dafür aber dank neuester Technologie sparsamer als alle anderen Wäschetrockner. Nach zwei Jahren folgte die erste Reparatur auf Kulanz durch den Werkskundendienst.

2304 Wäschetrockner

Seit einigen Monaten bockt das Gerät wieder und wurde zum Dauerkonflikt meiner nun schon gut dreißigjährigen Ehe. Meine Frau wäscht, ich bin für die Technik verantwortlich. Schließlich rufe ich wieder den Werkskundendienst an und vereinbare einen Termin. Nach Tagen des Wartens ist endlich der Experte im Haus. Ein kurzer Blick aufs Display der Maschine genügt ihm: Die Pumpe sei defekt und der Maschinenboden mit Flusen zugesetzt. Die Reparatur würde wohl 500 Euro kosten. Für 400 Euro gäbe es aber schon neue Geräte, meint der Techniker. Ich winke ab, er soll mir keine neue Maschine verkaufen, sondern die alte reparieren. Er ist aber nur mit seinem Computer beschäftigt, nicht mit meinem Trockner. Er hätte die Ersatzteile nicht dabei, die müssten erst bestellt werden – und dass obwohl ich vor seinem Besuch den Defekt genau geschildert hatte. Er würde mir jetzt nur einen Kostenvoranschlag schreiben.

Ernüchterung bei mir. Warum repariert er die Maschine nicht? Zusammen mit der defekten Pumpe müssten auch andere Bauteile um die Pumpe herum getauscht werden. Aber nach zwei Jahren wäre die Maschine wohl wieder kaputt. Es sei ja eines der ersten Modelle mit Wärmepumpe. Nach einer halben Stunde schnurrt der Kostenvoranschlag aus seinem mobilen Drucker: 0 Euro. Ob dieser erneuten „Kulanz“ wollte ich gerade Kaffee und Kuchen ausgeben – schließlich sitzt der Techniker ja seit 30 Minuten an meinem Esstisch, statt den Trockner zu reparieren – doch dann tönt es: „Oh, Entschuldigung“. Beim zweiten Ausdruck sind es 408 Euro. Wann das gemacht werden könnte? Das könne er nicht sagen, der Kundendienst sei schließlich sehr gut ausgelastet. 70 Euro hat der Besuch für einen kurzen Blick auf das Display gekostet. Mit dem Trockner hat er sich keine zwei Minuten beschäftigt.

Erfolgreiche Selbsthilfe

Aber: Ich bin Mitglied im Bund der Energieverbraucher e. V. und der hat eine Hausgeräte-Hotline mit Oliver Stens. Der erfahrene Service-Praktiker leistet telefonisch erste Hilfe. Endlich klappt der Kontakt und ein Termin wird vereinbart, wo man gemeinsam dem Problem zu Leibe rücken will. Nun wird es ernst. Ich bin mit Schraubendreher, Rohrzange und Flaschenbürste bewaffnet.

Oliver gibt mir am Telefon die Anweisungen: Die oberen drei Schrauben mit einem 20er, die unteren zwei mit einem 15er losdrehen. Nach zehn Minuten habe ich mit Olivers Telefonseelsorge die Pumpe ausgebaut. Das Wassersammelgefäß wird gereinigt. Der Schlauch durchgeblasen. Nun wird das Gerät wieder zusammengeschraubt. Das geht schneller als das Auseinandernehmen. Erstaunlicherweise kriege ich die Teile wieder zusammen. Ein paar Schrauben, die am Ende übrigbleiben, werden ignoriert. Das kenne ich von vielen Autoreparaturen aus der Studentenzeit. Wie ein Wunder: Die Maschine läuft wieder. Das wirkliche Wunder ereignet sich aber erst später. Die Wäsche wird wieder trocken. Das erste Mal seit Monaten. Die Ehe ist gerettet. Das Ganze hat eine halbe Stunde gedauert. Ungelernt und ohne Vorerfahrung.

Ausflüchte des Herstellers

Warum hat das eigentlich der Werkskundendienst nicht gemacht? Der war auch eine halbe Stunde da. Der Siemens-Kundendienst antwortet auf meine Beschwerde: Eine Flusenansammlung könnte bei bestimmten Betriebsbedingungen auch künftig auftreten. Aus diesem Grund wurde eine Reparatur verbunden mit einer technischen Änderung angeboten, bestehend aus Kondensatpumpe, Filtern und Schläuchen. Man sei bereit, mir die Überprüfungskosten zu erstatten und die Reparatur zu einem Sonderpreis von 200 Euro durchzuführen.

Ähnliche Erfahrungen

Auch meine langjährige Kollegin, Frau Matheisen, hat ähnliche Erfahrungen. Eine Telefonschaltung mit der Hausgeräte-Hotline brachte die defekte Spülmaschine wieder in Gang. In einem anderen Fall diagnostizierte die Hotline eine defekte Platine in der Waschmaschine. Die bereits betagte Maschine musste jedoch tatsächlich ersetzt werden.

Hausgeräte-Hotline

Jeden Montag zwischen 19 und 21 Uhr ist Oliver Stens an der Hausgeräte-Hotline zu erreichen, die für Vereinsmitglieder kostenfreie Hotline-Nummer lautet 02224.12312-41.

Telefonische Expertenseelsorge gibt es allerdings nur für „weiße Ware“.

Bleibt die Frage, welches Vereinsmitglied die „schwarze Ware“ (TV/HiFi/Entertainment)  übernehmen möchte?!

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