Energiewende-Mythos »Im Winter haben wir zu wenig Ökostrom«
Von Volker Kühn
(8. Januar 2026) Glaubt man Gegnern der Energiewende, dann sind die Erneuerbaren etwas für Schönwettertage. An Ostern oder Pfingsten, wenn die Sonne lacht und der Stromverbrauch niedrig ist, sei vielleicht genügend Grünstrom vorhanden. Aber niemals im Winter, wenn Solaranlagen nur wenig Strom liefern. Doch das ist ein Mythos. Denn im Jahresverlauf ergänzen sich die verschiedenen Quellen erneuerbarer Energie ideal, wie Daten des Fraunhofer ISE zeigen. In sonnigen Monaten trägt die Solarenergie die Hauptlast. Im Winter hat die Windenergie ihre große Zeit. Sie ist inzwischen die mit Abstand wichtigste Stromquelle, weit vor der Kohle. Ihr Anteil am deutschen Strommix lag im ersten Halbjahr bei mehr als 28 Prozent. Stein- und Braunkohle kamen zusammen auf 23 Prozent, PV auf knapp 19 Prozent.
