Gasheizung wird zur Kostenfalle
Von Aribert Peters
(2. Januar 2026) Gasheizungen wirken zwar günstig, können über 20 Jahre aber mehr als das Dreifache des Kaufpreises kosten. Grund sind vor allem stark steigende CO2-Preise und höhere Netzentgelte, die sich auf immer weniger Nutzer verteilen. In einem typischen Einfamilienhaus kostet der Tausch der alten gegen eine neue Gasheizung rund 8000 Euro, eine Wärmepumpe dagegen etwa 30.000 Euro. Rechnet man jedoch mit 24.000 Kilowattstunden Gasverbrauch pro Jahr über 20 Jahre und dem erwarteten Anstieg des CO2-Preises, fallen allein für das CO2 rund 20.000 Euro an. Damit summieren sich die realen Kosten der Gasheizung auf etwa 28.000 Euro und liegen deutlich über dem, was das Preisschild zunächst verspricht.
Wärmepumpen verursachen keine CO2-Kosten und werden stark gefördert. Für viele Eigenheimbesitzer ist ein Zuschuss von 50 Prozent auf bis zu 30.000 Euro Investitionskosten realistisch, sodass eine Anlage dann effektiv nur etwa 15.000 Euro kostet. Liegt das zu versteuernde Einkommen unter 40.000 Euro, kann die Förderung sogar bis zu 70 Prozent betragen. So wird die Wärmepumpe langfristig deutlich günstiger als eine neue Gasheizung.