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Aktueller Preissturz bei PV-Modulen
Innerhalb der letzten drei Monate sind die Preise für Solarmodule um rund ein Viertel gesunken

Aktueller Preissturz bei PV-Modulen

(12. Januar 2017) Innerhalb der letzten drei Monate sind die Preise für Solarmodule um rund ein Viertel gesunken: auf nur noch rund 46 Cent pro Wattpeak. Das schreibt die Fachzeitschrift Photon. Das aktuelle Überangebot macht den PV-Markt wieder zu einem Käufermarkt.

754 PV-Module / Foto: Pixabay.com

Ursache ist ein Markteinbruch in China und hohe Überkapazitäten bei den Modulherstellern. Eine Komplettanlage mit einer Leistung von einem kWp ist also bald schon für 1.000 Euro (netto) zu haben. Freilandanlagen haben bereits Baukosten von 600 Euro/kWp, eine kleine Anlage liegt einschließlich Zubehör derzeit noch bei 1.200 Euro/kWp. Durch Eigenverbrauch erhöht sich die Rendite, weil die Vergütungen für die Einspeisung weit unter dem Strombezugspreis aus dem öffentlichen Netz liegen.

Anne Kreutzmann, Photon-Chefredakteurin, erzählt von einem Gespräch im Hotelfahrstuhl, das sie mit einem Frankfurter Hotelier führte. Er war davon überzeugt, dass sich PV-Anlagen nicht mehr lohnen. Dabei hatte er eine eigene Dachfläche von 400 Quadratmeter und könnte einen Großteil des Stroms im eigenen Hotel verbrauchen, ohne komplizierte Verträge. Das Bauchgefühl „das lohnt sich nicht“ ist spätestens mit diesem Preisrutsch deutlich überholt. In Deutschland sind mindestens 80 Prozent aller privaten Häuser noch ohne Solaranlage.