Pressemitteilung vom Bund der Energieverbraucher e.V.
Pressemitteilung vom Bund der Energieverbraucher e.V.

Bund der Energieverbraucher e.V. startet Internetplattform

(15. September 2026) Der Gemeinschaftsgedanke und der Ausbau erneuerbarer Energien sind die Säulen des Bunds der Energieverbraucher. Jetzt bietet der Verein seinen Mitgliedern und anderen Vereinen eine Möglichkeit, noch enger zusammenzurücken: über die vereinseigene Strom-Community Mitmachstrom. Auch andere Vereine, Firmen und Kommunen können sich anschließen.

Erzeuger und -verbraucher schließen sich zusammen, um sich gemeinschaftlich, günstig und sauber mit Strom zu versorgen: Die Idee sogenannter Strom-Communitys ist wie geschaffen für den Bund der Energieverbraucher. Deshalb startet der Verein jetzt mit seiner eigenen Community Mitmachstrom. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu:

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Was ist Mitmachstrom?

Mitmachstrom ist die neue Strom-Community des Bunds der Energieverbraucher e.V. Sie vernetzt die Erzeuger und Verbraucher von PV-Strom unkompliziert digital. Die einen verkaufen Strom, die anderen kaufen ihn. Den Preis legen die Mitglieder individuell fest. Reicht die Menge des in der Community produzierten Stroms nicht aus, kommt der Rest automatisch aus zertifiziertem Ökostrom.

Wer kann daran teilnehmen?

Mitmachstrom ist offen für die Mitglieder des Vereins sowie befreundeter Organisationen und Vereine.

Wie funktioniert die Community?

Nach der Anmeldung legen die Mitglieder über eine Web-App fest, von wem sie ihren Strom vorrangig beziehen bzw. an wen sie ihn bevorzugt verkaufen wollen. Der Strom fließt dabei über das öffentliche Netz, es gibt keine separaten Leitungen. Physikalisch stammt die Kilowattstunde also in aller Regel nicht aus der PV-Anlage des jeweiligen Lieferanten. Aber es ist sichergestellt, dass nur so viel von ihm bezogen werden kann, wie er einspeist. Übersteigt der Verbrauch die Erzeugung, steuert die Community den Rest aus zertifiziertem Ökostrom bei. Ist die Erzeugung höher als der Verbrauch, fließt der Überschuss zu den Konditionen der EEG-Vergütung ins öffentliche Netz.

Was ist technisch dazu nötig?

Alle teilnehmenden Haushalte benötigen einen digitalen Stromzähler. Darauf wird ein digitaler Lesekopf befestigt, der für 3,90 Euro gemietet oder einmalig für 89 Euro erworben werden kann. Er überträgt Erzeugung und Verbrauch im Viertelstundentakt an die Community-Software und ermöglicht so die Abrechnung.

Was haben PV-Stromerzeuger von der Teilnahme?

Sie bekommen für ihren Strom immer mindestens so viel, wie sie bekämen, wenn sie ihn zu EEG-Konditionen ins Netz einspeisen würden. Liegt der Preis in der Community über der EEG-Vergütung, bekommen sie die Differenz abzüglich einer Marge von einem Cent je Kilowattstunde. Wenn die EEG-Vergütung künftig gestrichen wird, gewinnen die Erzeuger mit der Community zudem ein unkompliziertes Vermarktungsinstrument.

Was haben Stromkunden von der Teilnahme?

Für sie bildet sich in der Community in der Regel ein Preis, der unter dem bundesweiten Durchschnittspreis liegt. Sie können also sparen.

Ist Mitmachstrom besonders günstig?

Wer seinen Stromvertrag häufig wechselt und immer nach den günstigsten Anbietern Ausschau hält, findet sicherlich günstigere Möglichkeiten – das gehört zur Ehrlichkeit dazu. Doch die Preise in der Strom-Community liegen nach allen Erfahrungen in anderen Communitys deutlich unter den bundesweiten Durchschnittspreisen.

Wer steht hinter Mitmachstrom?

Der Anbieter der technischen Plattform ist die Düsseldorfer Firma WeShareEnergy. Sie organisiert bereits zahlreiche Strom-Communitys bundesweit – und künftig auch die des Vereins unter dem Namen Mitmachstrom. Für ihre Dienste berechnet sie einen Cent je gehandelter Kilowattstunde. Der Bund der Energieverbraucher verdient nichts an dem Angebot. Für den Verein steht im Vordergrund: Er bietet seinen Mitgliedern die Möglichkeit, sich zu guten Konditionen untereinander zu vernetzen. Er vernetzt sich mit anderen Gemeinschaften. Und er fördert die dezentrale Energiewende, indem er Erzeugung und Verbrauch von PV-Strom attraktiv macht.

Wo gibt es weitere Informationen?

Auf der heute freigeschalteten Website www.Mitmachstrom.de

letzte Änderung: 15.09.2026