News zum Thema Heizöl
Entwicklung der Weltenergieversorgung: Öl bleibt
(16. Juni 2016) Wie sich die Weltenergieversorgung in den kommenden Jahrzehnten ändert, wird von einer ganzen Reihe von Szenarien und Prognosen untersucht (IEA, EIA, WEC, Shell, Exxon, Mobil, BP u.v.a.). Alle Studien gehen von einem künftig steigenden Weltenergieverbrauch aus. Das größte Wachstumspotenzial haben die Erneuerbaren. Kohle, Erdöl und Erdgas behalten noch über Jahrzehnte eine dominierende Rolle. Kernenergie ist weltweit rückläufig und wird nur noch in einigen Regionen Asiens eine Rolle spielen.
Der Anteil von Öl und Gas am Weltenergieverbrauch liegt derzeit bei gut 50 Prozent, der von Öl allein bei über 30 Prozent.
Der Anteil von Öl wird in allen Prognosen selbst in den Jahren 2040 bis 2050 noch zwischen 20 und 30 Prozent liegen (siehe zusammenfassende Auswertung in der Zeitschrift EW 4/2016, S. 24). In den kommenden 30 Jahren sehen alle Prognosen übereinstimmend noch längst kein Ende des Ölzeitalters.
Ölzeitalter zu Ende?
(09. Juni 2016) Die weltweite Ölnachfrage hat seit 1991 um 37 Prozent zugenommen: Von 3.137 auf 4.300 Millionen Tonnen im Jahr 2015. Das ist eine jährliche Zunahme von durchschnittlich 3,2 Prozent. Auch die erneuerbaren Energien haben den weltweit wachsenden Ölverbrauch bisher nicht gebremst. In zehn Jahren wird der Verbrauch bei fast 5.000 Millionen Tonnen liegen – nochmals 16 Prozent höher als 2014.
In den vergangenen Jahren hat die Förderung nicht nur mit dem steigenden Verbrauch mitgehalten, sondern diesen sogar noch übertroffen. Denn in den Nullerjahren, als die Preise hoch und die Kassen gefüllt waren, wurden so viele neue Felder erschlossen, dass man noch davon zehren kann.
Während täglich aktuell etwa 96,1 Millionen Barrel gefördert werden, liegt der Verbrauch nur bei etwas mehr als 95 Millionen Barrel täglich. Die Überproduktion spiegelt sich in weiter ansteigenden Lagerbeständen wieder. Im Jahr 2026 wird der Verbrauch jedoch voraussichtlich weltweit bei 111 Millionen Barrel täglich liegen.
In den USA könnten künftig noch mehr Fracking-Firmen aufgeben, weil die aktuellen Tiefpreise für sie nicht rentabel sind. Das würde eine tägliche Förderminderung um etwa 0,6 Millionen Barrel bedeuten. Doch gleichzeitig sorgen weitere Faktoren für ein weiter zunehmendes Angebot. So hat der Iran angekündigt, seine tägliche Produktion von derzeit 3,5 Millionen Barrel bis Juni 2016 auf vier Millionen Barrel auszudehnen.
Ob die weltweite Ölförderung auch in den kommenden Jahren weiter deutlich ansteigen und mit dem ebenfalls deutlich ansteigenden Verbrauch mithalten kann, muss indessen bezweifelt werden. Denn die Vorräte sind erschöpflich. Und die Erschließung neuer Quellen wurde in den vergangenen Jahren deutlich reduziert. So wurden bereits 2015 so wenig neue Ölvorkommen entdeckt, wie seit 60 Jahren nicht mehr. Was heute an Exploration ausbleibt, ist nicht mehr so schnell nachzuholen. Denn es braucht oft zehn Jahre, bis das Öl aus Offshore Feldern wirklich fließt.
Nach wie vor ist die weltweite Verfügbarkeit von Rohöl von überragender wirtschaftlicher, strategischer und auch militärischer Bedeutung. Die USA sind der weltweit größte Ölverbraucher und auch der größte Ölimporteur, ungeachtet geringer Ölmengen, die von den USA exportiert werden.
Die anhaltend niedrigen Ölpreise dürfen nicht als Ende des Ölzeitalters missverstanden werden, solange der weltweite Ölverbrauch weiter stetig ansteigt. „Die Atempause muss genutzt werden, um tatsächlich vom Öl unabhängig zu werden“, kommentiert Dr. Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes der Energieverbraucher e.V.
Gegenüber Vormonat Februar jedoch drastischer Anstieg um über 12 %
Erzeugerpreise: Heizöl im März um 29 % günstiger
(22. April 2016) Die Erzeugerpreise für Heizöl, ein wichtiger Indikator für die künftige Entwicklung der Kosten bei den Endverbrauchern, fielen im März um 28,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Das berichtet das Statistische Bundesamt. Im Vergleich zum Vormonat Februar hingegen stiegen die Preise deutlich an, und zwar um 12,2 %. Diese Entwicklung können Verbraucher schon jetzt beobachten. Denn seit Anfang April steigen die Kosten für sie wieder deutlich an, und zwar im Zeitraum vom 4. bis 20 April um rund 12 %, so die Berechnungen des Portals Tecson.
Die Entwicklung der Erzeugerpreise fiel bei den anderen Haushaltsenergien weniger drastisch aus. Erdgas gab binnen Jahresfrist um 2,2 % nach und veränderte sich gegenüber dem Februar gar nicht. Strom wurde verglichen mit März 2015 um 0,2 % teurer, gegenüber dem Vormonat fiel er ebenfalls kaum spürbar um 0,1 %.
Gegenüber Vormonat stiegen die Preise hingegen um 10 % an
Heizöl im März um 28 % günstiger als vor einem Jahr
(14. April 2016) Im März 2016 sanken die Preise für leichtes Heizöl um 28,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Das berichtet das Statistische Bundesamt.
Foto: Urbansky / EnWiPo
Auch die Preise für andere Energieprodukte lagen unter dem Vorjahresniveau (Flüssiggas −22 %;Fernwärme −9,3 %; Gas −2,6 %). Lediglich für Strom (+0,2 %) mussten die Verbraucher etwas mehr bezahlen. Im Vergleich zum Vormonat März zogen die Preise für leichtes Heizöl um 10,1 % an. Gas (-0.1 %) und Strom )+0,2 %) blieben hingegen nahezu stabil.
Nur bei niedrig bleibenden Brennstoffkosten wären fossil betriebene Heizungen günstiger
Studie: Erneuerbare heizen Neubau günstiger als Öl und Gas
(11. April 2016) Erneuerbare Energien können im Wohnungsneubau preislich locker mit Öl und Gas mithalten. Das ergab eine Studie des Dresdener Instituts für Technische Gebäudeausrüstung, aus dem die WiWo green zitiert. Dabei berechneten die Experten, wie viel Geld die Bewohner von Neubauten verschiedener Effizienzstandards pro Jahr für Heizwärme ausgeben müssen. Neben den Verbrauchskosten wurden auch die Investition in die Technik sowie Wartung und Reparaturen einberechnet. Berücksichtigt wurde auch, dass je nach Heizung weitere Investitionen nötig sind, um die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) zu erfüllen.
Fossile Heizungen wie diese bleiben auf Dauer gegenüber denen mit Erneuerbaren Energien nur günstiger, wenn auch die Brennstoffkosten auf derzeitigem Niveau verharren. Foto: ZVSHK
Bewohner eines neugebauten Einfamilienhauses müssen den Berechnungen nach mit einem Gaskessel etwa genauso viel für die Heizwärme bezahlen wie mit einer Wärmepumpe. Heizen mit Öl wäre um 8 % teurer. In Einfamilienhäusern, die gerade so die Anforderungen der EnEV erfüllen, beträgt der Kostenvorteil gegenüber Gas 4 % und gegenüber Öl sogar 11 %.
Allerdings könnte der aktuelle Preisverfall beim Öl (wir berichteten), dem auch der Gaspreis, wenn auch nur langsam folgt, der Studie nach den aktuellen Preisvorteil der auf Brennstoffkosten von Oktober 2014 und September 2015 beruht, zunichte machen. Fossile Kessel wären dann in Anschaffung und Betrieb günstiger.
Preise für Endkunden proportional deutlich höher als für Industrie
Regierung erwartet steigende Heizölpreise
(8. April 2016) Die Bundesregierung rechnet mit steigenden Ölpreisen in den nächsten Jahren. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/die Grünen hervor. Demnach werde in diesem Jahr von einem jahresdurchschnittlichen Preis der Sorte Brent von 34 US-Dollar ausgegangen. 2017 rechne man mit 40 Dollar gerechnet, 2018 mit 44 Dollar, 2019 mit 47 Dollar und 2020 mit 49 Dollar. Dieser Prognose lägen die Terminpreise für Rohölkontrakte in den entsprechenden Zeiträumen zugrunde.
Foto: VEH
Grund hierfür sei auch die weltweite Nachfrage nach Rohöl, die in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sei. Betrug die Nachfrage im Jahr 2010 88,7 Millionen Barrel pro Tag, so wurden 2015 94,4 Millionen Barrel verzeichnet. Die Nachfrage in Deutschland betrug 2015 93,3 Millionen Tonnen und war damit nur wenig niedriger als 2010 (95 Millionen Tonnen).
Gegenstand der Anfrage war auch die Entwicklung der Heizölpreise für private Verbraucher und für die Industrie. Endkunden zahlten im Januar 41,17 Euro je 100 Liter, die Industrie lediglich 29,96 Euro und damit 37,4 % weniger. 2010 lag die Differenz bei lediglich 25 %, 2013 bei nur 22 % und im letzten Jahr, als die Preise schon stark gefallen waren, bei 28 %.
Preise sinken um 42,8 % - Heizöl im gleichen Maße günstiger
Februar: Rohölimporte nehmen um 4,4 % zu
(6. April 2016) Im Februar 2016 wurden mit 7,5 Millionen Tonnen rund 4,4 % weniger Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt als im Vorjahresmonat. Das berichtet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Dabei fiel der Preis je Tonne Rohöl um 42,4 % auf 213,66 Euro und lag damit um -42,4 % unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. Das korrespondiert mit dem Rückgang bei den Heizölpreisen. Sie fielen im gleichen Zeitraum nach Angaben des Magazins Brennstoffspiegel um 44,3 % auf 3,93 Eurocent je kWh. Gegenüber dem Vormonat Januar fielen die Importpreise um 4,8 % auf 224,48 Euro. Die Heizölpreise stiegen hier jedoch im gleichen Zeitraum um 8,4 % an.
Russland bleibt weiterhin größter Öl-Importeur nach Deutschland. Foto: Rosneft
Die 5 wichtigsten von insgesamt 27 Lieferländern waren im Jahr 2016 die Russische Föderation (5,2 Millionen Tonnen), Großbritannien (2,0 Millionen Tonnen), Norwegen (1,9 Millionen Tonnen), Kasachstan (1,4 Millionen Tonnen) und Aserbaidschan (1,1 Millionen Tonnen). 25,9 % der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen, 15,8 % wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.
Im Frühjahr: Hydraulischer Abgleich für Öl- und Gasheizung
(5. April 2016) Der Frühling ist der richtige Zeitpunkt, um die Heizungsanlage, egal ob Öl oder Gas, gründlich auf Vordermann bringen zu lassen. Neben einer Reinigung Heizkörper ist der hydraulische Abgleich eine äußerst effiziente, doch kaum genutzte Optimierung, die bis zu 20 % Energie sparen hilft.
Grafik: Verbraucherzentrale NRW / TEMA AG
Ohne die, so die Energieberatung der Verbraucherzentrale, gelange über kurz oder lang in einige Heizkörper zu wenig, in andere aber zu viel Heizwasser. Die unterversorgten Heizkörper und Zimmer blieben zu kalt. Die anderen Heizkörper könnten dagegen nicht genug Heizwärme abgeben, das rückfließende Heizwasser sei zu warm. Das führe zu häufigem An- und Abschalten des Heizkessels und vergeudet Energie. Insbesondere bei mehrstöckigen Gebäuden mit nur einem Heizkreislauf ist deshalb ein hydraulischer Abgleich durch einen Fachhandwerker dringend geraten.
Tipps zum hydraulischen Abgleich finden sich auch hier auf der Webseite des Bundes der Energieverbraucher.
Heizöltank sicherer mit Wartungsvertrag
(4. April 2016) Damit Erdreich und Grundwasser nicht durch austretendes Heizöl gefährdet werden, sind Sicherheitssysteme wie Leckwarngerät, Heberschutzventil und Grenzwertgeber wichtige Bestandteile des Tanks. Darauf verweist der Bundesverband Behälterschutz (bbs-gt) . Doppelwandige Tanks ermöglichten demnach eine kontinuierliche Überwachung des Raums zwischen den beiden Hüllen. Eventuelle Undichtigkeiten durch Lecks in der inneren Wandung würden auf diese Weise entdeckt, bevor sie Schaden anrichten könnten.
Doppelwandige Kunststofftanks erleichtern die Überwachung und die rechtzeitige Entdeckung von Schäden. Foto: Rotex
Die Schutzmaßnahmen machten nur dann Sinn, wenn eine störungsfreie Betriebsweise gewährleistet sei. Der Verband empfiehlt deswegen den Abschluss eines Wartungsvertrags mit einem Fachbetrieb nach Wasserrecht. Zu dessen Auswahl könnten Tankbetreiber ein zuverlässiges Qualitätsprädikat nutzen: Das RAL-Gütezeichen Tankschutz und Technik bekommen Fachbetriebe erst nach gründlicher Prüfung ihrer Seriosität und Kompetenz .
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