Steckerleisten: Vorsicht, Brandgefahr!
(12. September 2011) Steckerleisten sind wahre Wundermaschinen: Für kleines Geld verwandeln sie eine einzige Steckdose in drei, sechs oder noch mehr Stromanschlüsse. Bei der Vielzahl elektrischer Geräte etwa am Computer kommt man ohne diese Zauberer kaum noch aus.
Die Stiftung Warentest hat sich die Helferlein genauer angesehen (test 7/2011). Dabei sind den Prüfern eine ganze Menge Schwachstellen aufgefallen, die im Ernstfall sogar gefährlich sein können:
- Bei hohem Stromfluss werden viele Steckerleisten wärmer, als die Norm erlaubt. Eine Leiste erhitzte sich gar auf 120 Grad, nachdem sie eine Stunde 20 Ampere liefern musste (Unitec).
Tipp: Niemals mehrere Steckdosenleisten hintereinander stöpseln. Die angeschlossenen Geräte summieren sich zu einem hohen Stromfluss, der die Leisten ungemütlich warm werden lassen könnte.
Im Zweifelsfall sollte man bei angeschalteten Stromverbrauchern mal mit der Hand nachfühlen, ob die Leiste sich erwärmt. Grundsätzlich sollten große Stromverbraucher wie Waschmaschine, Wäschetrockner oder Heizlüfter direkt an jeweils eine eigene Steckdose angeschlossen werden. - Bei Berührung mit einem glühenden Draht gingen zwei der 19 untersuchten Leisten in Flammen auf (Unitec IU 412 und ETT Versand).
- Kontakte in den Leisten können sich verbiegen. Die Schutzkontakte müssen stabil sein und stets flexibel zurückfedern.
Schlecht abgeschnitten haben die beiden High-Tech-Leisten von Brennerstuhl (28 Euro) und Linea (40 Euro). Brennerstuhl fiel aus, nachdem in einem angeschlossenen Gerät ein Kurzschluss auftrat. Linea erwärmte sich unzulässig.
Außer der Leiste von Ikea hatten alle Steckerleisten einen Schalter für das Abschalten der ganzen Leiste. Die teureren Leisten bieten auch einen Überspannungsschutz, wenn hohe Spannungsspitzen durch das Stromnetz jagen. Alle vier getesteten Leisten konnten die Spannungsspitzen tatsächlich abfangen.
