E.on und RWE-Duopol behindern Stromwettbewerb
(27. April 2009) Analysen der Aufsichtsbehörden hätten keine konkreten Anhaltspunkte für Manipulationen an der Leipziger Strombörse EEX ergeben, so die Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion ( Drucksache 16/12556 ). Grundsätzlich sei aber keine Börse frei von jedweder Möglichkeit der Preismanipulation.
Die Energieversorger kauften ihren Strom in der Regel ein halbes Jahr bis eineinhalb Jahre vor Beginn des Lieferjahrs dort ein. Bis Juli 2008 seien die für 2009 vereinbarten Großhandelspreise aufgrund erhöhter Energierohstoffpreise massiv gestiegen.
Diese hohen Preise seien jetzt fällig und würden von den Energieversorgern auch an ihre Kunden weitergegeben. Im zweiten Halbjahr 2008 seien die Großhandelspreise kräftig gefallen. Das werde sich mit zeitlicher Verzögerung bei den Strompreisen für die Verbraucher preismindernd auswirken, so die Regierung.
Die Weitergabe der Kostenentlastung dürfte umso rascher erfolgen, je stärker sich die Energieversorger dem Wettbewerb stellen müssten. Es sei wichtig, dass die Preise der Stromanbieter verglichen und gegebenenfalls ein Wechsel des Stromanbieters vorgenommen werde, so die Bundesregierung.
Das Duopol von RWE und E.on behindert den Wettbewerb beim Erstabsatz von Strom nach Ansicht des Bundeskartellamt, auf das die Bundesregierung verweist.