Stromheizung

Segment-ID: 1413

Infrarotheizung: Falsche Zahlen

(9. Juni 2017) „Mit Infrarotheizung sparen Sie von Anfang an!“, mit diesem Slogan wirbt eine Firma aus Riedlingen. Der Strombezug zur Deckung des Jahresenergiebedarfs von 7.500 kWh wird in einem Werbeblatt mit Stromkosten von 981 Euro beziffert, was einem Kilowattstundenpreis von 13 Cent/kWh entspricht.

Die Strompreise liegen tatsächlich aber wesentlich höher, nämlich bei 28 Cent/kWh, selbst für Heizstrom sind 21 Cent/kWh zu zahlen.

Für Gas werden 1.014 Euro in einer Beispielrechnung angegeben, angeblich errechnet von einem unabhängigen Energieberatungsunternehmen, das nicht näher bezeichnet wird.

Diese Zahlen stimmen nicht. Die Uni Stuttgart beziffert die Brennstoffkosten einer Elektroheizung für ein neues Einfamilienhaus mit 2.600 Euro, die einer Gasheizung mit 1.000 Euro.

Segment-ID: 17397

Wärme aus Strom: Was Verbraucher jetzt wissen müssen

In den 1960er Jahren wurden Verbraucher umworben, beim Abbau von Überproduktionen der Stromerzeugung durch Anschaffung einer Nachtstromheizung mitzuhelfen. Im Gegenzug versprach man diesen Verbrauchern eine kostengünstige und saubere Energiequelle. Viele Verbraucher ließen sich überreden und schlossen entsprechende Sonderverträge ab.

(11. Januar 2017) Die erste Ernüchterung bezüglich der Kostenfrage stellte sich vor rund zehn Jahren ein, als die wenigen Wärmespeicherstrom lieferenden Energieversorger drastische Preiserhöhungen vornahmen.

Bis heute wurden die bestehenden Sonderverträge fast ausnahmslos aufgekündigt und den Verbrauchern neue Sonderverträge mit teureren Tarifen angeboten.

1318 Katze auf Heizkörper / Foto: Pixabay.com

Manche Verbraucher, die den Preiserhöhungen oder auch den Kündigungen selbst widersprochen hatten, erhielten dabei von ihrem Versorger häufig die Mitteilung, die Kündigung sei wirksam und sie würden mangels Abschluss nun nach Grundversorgungstarifen beliefert. Andere wurden einfach nach dem nicht unterschriebenen, jeweils aktuellen Sondervertrag abgerechnet.

Im Rahmen der sich anschließenden rechtlichen Auseinandersetzungen wurde die Rechtslage durch die deutschen Gerichte lange sehr uneinheitlich beurteilt.

Einigkeit bestand nur, dass die erklärten Kündigungen, soweit die Formalien der Kündigung durch den Versorger beachtet worden waren, als wirksam zu beurteilen sind. Da aktuelle höchstrichterliche Entscheidungen im Bereich Nachtspeicherstrom fehlen, war die Frage des zutreffenden Preises hingegen offen. Sehr viele Amts- und Landgerichte nahmen an, dass die Abrechnung von Hoch- und Niedertarifen im Rahmen von Heizzwecken ausschließlich über Sonderverträge erfolgen könne.

Da der Abschluss eines solchen Sondervertrages zwischen Verbraucher und Versorger regelmäßig fehlte, gingen die Gerichte folgerichtig von einem faktischen Vertragsschluss aus. Streitig bei einem solchen Vertrag sei lediglich der zu zahlende angemessene Preis. Dieser sei als angemessener Preis nach § 315 BGB durch das Gericht zu ermitteln. Viele dieser Verfahren sind noch offen, da die Frage der Art der Ermittlung des angemessenen Preises bei Nachtstrom ebenfalls umstritten ist.

In jüngster Zeit häufen sich nunmehr die Anzeichen einer Änderung der Rechtsauffassung der Gerichte zum Nachteil der Energieverbraucher. Zunehmend werden Entscheidungen bekannt, die von einem Grundversorgungsverhältnis zwischen Versorger und Nachtspeicherstromkunden bei fehlendem Sondervertrag ausgehen. Begründet wird dies mit einem nunmehr bestehenden Wettbewerb auch beim Wärmespeicherstrom sowie der Vertragsfreiheit des Energieversorgers. Eine Belieferungspflicht außerhalb eines Sondervertrages bestehe für den Versorger eben nur in der Grundversorgung. Die entsprechenden höheren Preise müssten dann eben auch durch den Nachtspeicherkunden gezahlt werden.

Diejenigen Verbraucher, die nach aktuellen, wenn auch nicht unterzeichneten, Sonderverträgen abgerechnet werden, haben mit einer ähnlichen Rechtsauffassung zu kämpfen. Angesichts der wenig verbraucherfreundlichen Haltung des BGH müssen die Gerichte dabei keine Sorge haben, dass ihnen von dort Ungemach droht.

Wer als Nachtspeicherstromkunde aktuell (noch) einen Rechtsstreit führt, ist deshalb gut beraten auszuloten, ob eine kostengünstige Beendigung in Betracht kommt. Denn bei einem Sonderpreis für Wärmestrom von 15 ct/kWh bedeutet eine Belieferung in der Grundversorgung für 30 ct/kWh eine Verdopplung der jährlichen Stromrechnung. Im Übrigen empfiehlt es sich auch für Nachtspeicherstrom dringend, Preise zu vergleichen und regelmäßig zu wechseln.

Segment-ID: 16764
Heizstromrechnung prüfen

Verbraucher mit einer Nachtspeicherheizung sind gut beraten, nicht nur jede Abrechnung, sondern auch den Sondervertrag selbst genau zu prüfen. weiter lesen

Segment-ID: 16641
Heizstrom: Abgezockt oder schon gewechselt?

„Heizstromkunden“ – so nennt man die Verbraucher, deren Wärme von Nachtspeicherstromheizungen oder Wärmepumpen erzeugt wird. weiter lesen

Segment-ID: 15954
Wärmespeicher

Kündigung des Sondervertrags: Was nun? weiter lesen

Segment-ID: 15706
Heizstrom: Mehr Auswahl für Verbraucher

Zwischen immer mehr Anbietern wählen und damit Geld sparen. weiter lesen

Segment-ID: 15348
Trotz Preisanstieg

Heizstrom in NRW günstiger weiter lesen

Segment-ID: 14843
EVO

Unlautere Werbung für Stromheizung weiter lesen

Segment-ID: 13756
Nachtspeicher bleiben Klimaschädlinge

DUH fordert den Bundestag auf, der Uminterpretation einer ineffizienten und asbesthaltige Heizung nicht auf den Leim zu gehen. weiter lesen

Segment-ID: 13569
Heizstrom-Monopol bröckelt

Auch für viele Heizstrom-Verbraucher ist ein Anbieterwechsel möglich, berichtet die Zeitschrift Finanztest. weiter lesen

Segment-ID: 13355
Austausch von Nachtspeicheröfen

Direktheizungen sind keine kostengünstige Alternative weiter lesen

Segment-ID: 12122
Untersuchung der Bundesnetzagentur zum Heizstrom

Gutachten, ob die Wettbewerbshindernisse auf dem Heizstrommarkt beseitigt werden können weiter lesen

Segment-ID: 12089
Kartellverfahren abgeschlossen

27 Millionen Euro Rückzahlung weiter lesen

Segment-ID: 11173
Alternative Anbieter

Neuer für Nachtstrom weiter lesen

Segment-ID: 10236
Heizstrom im Visier

Bundeskartellamt leitet Verfahren ein weiter lesen

Segment-ID: 9948
Bedrohte Spezies im Energiedschungel

Wer bislang mit Nachtstrom Warmwasser bereitet und heizt, braucht angesichts der neuen Regelungen und steigender Preise nicht zu verzweifeln weiter lesen

Segment-ID: 8311

Gesamtkosten für die Heizung eines neuen Einfamilienhauses

Diagramm Gesamtkosten Heizung neues Einfamilienhaus

Segment-ID: 5093
Umweltbelastungen und hohe Kosten durch Elektroheizungen jetzt aktenkundig

Die Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums belegt die guten Gründe für den Ersatz der extrem klimaschädlichen Nachtstromspeicherheizungen. weiter lesen

Segment-ID: 6790
Leserbriefe: Kosten sparen mit Stromheizung?

Ich bin auf die Werbung "Günstiger als andere Energieformen"hereingefallen und will nun gegen die Firma vorgehen, wennnötig auch gerichtlich. weiter lesen

Segment-ID: 5084
RWE wirbt weiter für "günstigeElektronachtspeicheröfen"

Stark steigende Heizstrompreise bescheren ca. 2,2 MillionenHaushalten drastische Heizkostenanstiege. weiter lesen

Segment-ID: 3022
Vorsicht: Bauernfänger!

Die folgende Darstellung ist ein Beispiel, das wir hier zur Warnung wiedergeben. weiter lesen

Segment-ID: 1414
Werbung für Stromheizung irreführend

Firma erfolgreich abgemahnt weiter lesen

Segment-ID: 3631
Die große Stromkostentäuschung

Den allergrößten Anteil am Energieverbrauch eines Wohngebäudes hat die Heizung. Diese Aussage ist regelmäßig in den Medien zu finden und dennoch nicht richtig. weiter lesen

Segment-ID: 11056