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2.700 Tote durch Energiearmut
(10. Dezember 2011) Ein neuer Regierungsreport beschäftigt sich mit der Energiearmut in Großbritannien. Der sogenannte „Hills report fuel poverty“ erschien im Oktober 2011.
Er kommt zu dem Schluss, dass vor allem hohe Heizungskosten eine hohe Belastung für Haushalte mit geringem Einkommen darstellen: Die Betroffenen sitzen hilflos im Kalten. Energiearmut sei ein zentrales Problem der Sozialpolitik, der Gesundheitspolitik, der Energieeffizienzpolitik und auch der Klimaschutzpolitik.
In unterbeheizten Wohnungen zu leben, verursacht viele gesundheitliche und psychische Schäden. Kalte Wohnungen führen zu mehr Erkrankungen und sogar Todesfällen, insbesondere bei Älteren und Kindern. Selbst wenn die im Winter höheren Sterberaten nur zu einem Zehntel auf Energiearmut zurückzuführen sind, würde das zu 2.700 zusätzlichen jährlichen Todesfällen führen und damit mehr Tote als der Straßenverkehr fordern. Der Report belegt auch, dass Menschen in unterbeheizten Wohnung anfälliger für psychische Störungen und Depressionen sind.
In den USA reduzierten Arme im Winter ihren Lebensmittelkonsum, weil sie vor der Alternative stehen „Heat or Eat?“.
In Deutschland gibt es keine empirische Untersuchung von Energiearmut.


