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Verbraucherorganisation

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Geld fällt vom Himmel

Eine nicht alltägliche Aktion will zum Umdenken anregen. Wenn Geld vom Himmel fällt, muss genügend davon da sein, um die Welt umzugestalten.
Von Daniela Tiben und Joachim Ackva

(17. Dezember 2014) Eine ungewöhnliche Aktion gab es im August in Frankfurt: Ein Vermögensberater und eine Künstlerin ließen Geld vom Himmel auf die Passanten herabregnen. 6.000 Euro fielen aus Säcken, die an Luftballons über Frankfurt schwebten. Auch in Berlin ließen Daniela Tiben und Joachim Ackva Geld vom Himmel regnen. Die beiden wollen mit ihrer Aktion zum Umdenken anregen. Denn die globalen Anstrengungen zur Bekämpfung von Armut, Umweltzerstörung und Krieg haben bisher zu wenig gebracht.

Im Jahr 2013 starben laut Unicef-Kindersterblichkeitsbericht 6,3 Millionen Kinder vor ihrem fünften Lebensjahr. Noch immer stirbt folglich alle fünf Sekunden ein Kind, unnötigerweise meinen die beiden. Die Aktion zeigt: Es macht Spaß zu teilen. Die beiden haben beim Geldregen Leute beobachtet, die Geld weitergegeben haben an Leute, die nichts gefangen haben.

1426 Geld im freien Fall

„Der Geldregen symbolisiert auch, dass es mehr Privatvermögen auf dem Planeten gibt als je zuvor“, erläutert Joachim Ackva. „Wir Bürger verfügen damit weltweit über eine enorme Kraft gegen Armut, Krieg und Umweltzerstörung. Schon wenn wir freiwillig ein Tausendstel unseres Vermögens zusammenlegen, ergibt das ein Hundertfaches des regulären UN-Jahresbudgets. Deshalb schlagen wir vor, bei den UN ein Gemeinschaftskonto für freiwillige Einzahlungen einzurichten. Dieses Weltkonto würde den unterfinanzierten globalen Aufgaben mit Finanzkraft, Fachlichkeit und Legitimation begegnen. Drei Kammern - Bürger, Experten und Regierungen - würden über die Mittelverwendung entscheiden. Das wäre eine klare Antwort auf die Krisentrends. „Es gibt unzählige philanthropische Projekte auf der Welt. Wenn es zusätzlich gelingt, eine globale Kooperation zu schaffen, können wir die Welt zu einem Fest machen. Momentan agieren wir zerstreut, als würde man eine Handvoll Sand auf eine Dartscheibe werfen: ineffizient“, so der Manager.

1426 Daniela Tiben und Joachim Ackva

Wollen aus der Welt ein Fest machen: Daniela Tiben und Joachim Ackva

Ackva hat die Organisation „Planet Earth Account“, kurz und sinnig: PEACE ins Leben gerufen (www.planetearthaccount.de). Für 2015 sind weitere Aktionen in deutschen Großstädten geplant, Details lässt sich Joachim Ackva aber noch nicht entlocken.

Auf der Internetseite heißt es: Angenommen, es gäbe bei der UN ein Gemeinschaftsprojekt, in dem sich alle Erdbewohner gegen Armut, Krieg und Umweltzerstörung verbünden können. Würden Sie dort freiwillig jährlich ein Tausendstel Ihres Vermögens einbringen?

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