Energiekrise in China
Peking ordnet Hitzefrei für Unternehmen an
(7. Juli 2004) - Aus Furcht vor einer akuten Energieknappheit im Sommer hat Peking für mehr als 6000 Unternehmen Hitzefrei angeordnet. Die Arbeiter in der chinesischen Hauptstadt sollten zum Stromsparen nacheinander in einwöchige "Hitzeferien" geschickt werden, berichtet das Pekinger "Morgenblatt". In diesem Sommer rechnet China mit der größten Energieknappheit seit 1980. Durch den steigenden Verbrauch der boomenden Wirtschaft könnten 30.000 Megawatt fehlen.
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Zwischen Mitte Juli und Mitte August, wenn die Klimaanlagen auf Hochtouren laufen, sollen die Stromnetze durch die Hitzeferien entlastet werden. Der staatliche Stromversorger empfahl den Beschäftigten, im Büro auf formale Kleidung wie Anzug und Krawatte zu verzichten. Klimaanlagen verbrauchen in den Städten etwa 40 Prozent des Stroms in den heißen Sommermonaten.
Um die Engpässe an der wirtschaftlich aufstrebenden Küste zu überbrücken, investiert die Volksrepublik in diesem Jahr umgerechnet mehr als eine Milliarde Euro in das östliche Stromnetz.
Die anfänglich angedachten Zwangsabschaltungen der Stromversorgung für Hotels, die nicht mindestens 20 Prozent Strom sparen, sind aber vom Tisch: Touristen sollen dadurch nicht beeinträchtigt werden, die Temperaturen in den Unterkünften dürfen auf 26 Grad heruntergekühlt werden.