zurück zur Übersicht

Rekordbußgelder für Telefonwerbung

Rekordbußgelder für Telefonwerbung

Von Louis-F. Stahl

(15. April 2019) Die Bundesnetzagentur hat in den vergangenen Monaten mehrfach Rekordbußgelder gegen Telefonwerber verhängt, die tausende Verbraucher mit unerlaubten Anrufen zum Anbieterwechsel drängten. In vielen Fällen wussten die betroffenen Verbraucher überhaupt nichts von einem Wechsel, weil sich die Anrufer als der bisherige Versorger ausgaben, mit trickreichen Fragen an die für einen Wechsel nötigen Daten gelangten und dann ohne Auftrag heimlich den Anbieterwechsel einleiteten. Die Verbraucher bemerkten den Schaden meist erst Monate später durch unerklärliche Abbuchungen von ihrem Bankkonto.

Zu den mit einer Buße belegten Unternehmen zählen der zu E.on gehörende Energieversorger E wie einfach (140.000 Euro), Energysparks (300.000 Euro) und SG / Sales and Distribution (300.000 Euro). Besonders pikant: E.on ist zum zweiten Mal negativ in Erscheinung getreten. Nur ein Jahr zuvor erging bereits ein Bußgeld in Höhe von 100.000 Euro gegen ein Unternehmen des Konzerns. Die Bescheide sind teilweise noch nicht rechtskräftig.

Für Verbraucher gibt es nur einen richtigen Rat: Melden Sie sich am Telefon stets nur mit „Ja, hallo, wer ist da?“ und nicht mit Ihrem Namen. Wenn Sie jemand ungebeten anruft, legen Sie sofort kommentarlos den Hörer auf. Jedwedes Gespräch birgt nur die Gefahr, dass Sie ungewollt eine Information preisgeben, die den Telefonkriminellen noch fehlt, um an Ihr Geld zu kommen – und wenn es nur Ihr Nachname ist.