ED 01/2022 Einspeisevergütung: Hoher „Marktwert Solar“ (S. 29)
ED 03/2023 Schritt für Schritt zur eigenen Photovoltaikanlage (S.20/21)

Archiv-News zum Thema Sonnenstrom 2006

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PV-Preise fallen

In der Zeitschrift Photon berichtet Anne Kreuzmann von fallendenPreisen für PV-Anlagen.

PV-Preise fallen

(3. Oktober 2006) - In der Zeitschrift Photon berichtet Anne Kreuzmann von fallenden Preisen für PV-Anlagen. Wachsende Lagerbestände führen dazu, dass die derzeit überhöhten Preise auf ein angemessenes Niveau fallen. Durch die jedes Jahr sinkende Einspeisevergütung sind die Anlagen erst bei einem Preisniveau von 3.300 bis 4.100 Euro (netto) je Kilowatt Peak rentabel. Im April lagen die Preise jedoch noch bei 4.900 bis 5.700 Euro.

Anne Kreuzmann rechnet damit, dass dieses niedrige Preisniveau noch in diesem Jahr erreicht wird. Die ersten entsprechenden Angebote gebe es bereits. Erst auf diesem Niveau können gut geplante PV-Anlage wieder eine angemessene Rendite erwirtschaften. Bis dahin rät Photon: "Noch ein wenig warten".

Solarindustrie legt weiter zu

2005 sei das weltweite Marktvolumen der PV-Branche um 44%gewachsen, der Umsatz um 50% und der Gewinn um 149%. Insgesamtwurden weltweit Solarmodule mit einer Kapazität von 1,8 GWproduziert.

Solarindustrie legt weiter zu

(5. August 2006, geändert 8. August) - 2005 sei das weltweite Marktvolumen der PV-Branche um 44% gewachsen, der Umsatz um 50% und der Gewinn um 149%. Insgesamt wurden weltweit Solarmodule mit einer Kapazität von 1,8 GW produziert. Die durchschnittliche Gewinnmarge der Solarindustrie hat sich in den letzten zwei Jahren von 15% auf 30% verdoppelt, ergab die Studie "Solar Annual 2006", für die mehrere hundert Experten befragt wurden. Grund seien deutlich sinkende Produktionskosten bei gleichzeitig steigenden Verkaufspreisen.

Da die weltweite Nachfrage das Angebot übersteige, hätten die Firmen die Preise in den letzten zwei Jahren kontinuierlich erhöht. Vor allem die Unternehmen, die am Anfang der Wertschöpfungskette stünden, würden traumhafte Gewinne einfahren, so die Studie.

Es sei zu erwarten, dass die Preise für Solarmodule in den nächsten Jahren leicht fallen. Weil aber die PV-Industrie ihre Kosten jährlich um 7% bis 10% senken werde, steige die durchschnittliche Gewinnmarge bis 2010 weiter bis auf 38%. Voraussetzung sei ein weiter starkes Marktwachstum bis 2010 mit durchschnittlich 44% pro Jahr. 2010 gebe es dann eine Produktion von 10,4 GW, ein Umsatz von 58 Mrd Euro und ein Gewinn von 22 Mrd Euro in der Solarindustrie.

In Deutschland sei das Interesse an Solarstromanlagen wegen der hohen Preise leicht rückläufig, die weltweite Nachfrage werde aber mindestens bis 2008 schneller steigen als der Produktionsausbau. Letztlich hänge alles an der Verfügbarkeit des Siliziums.

In einigen Ländern wie den USA oder Japan wird Solarstrom demnach zur Konkurrenz für Haushaltsstrom. Unter den 20 Industry Leaders der Solarbranche, die schneller als der Gesamtmarkt wachsen, finden sich neben Applied Materials und BP auch die vier deutschen Unternehmen Conergy, Ersol, Q-Cells und SolarWorld.

Die durchschnittliche Gewinnmarge der Solarindustrie hat sich in den letzten beiden Jahren von 15 auf 30 Prozent verdoppelt. Grund dafür sind deutlich sinkende Produktionskosten bei gleichzeitig steigenden Verkaufspreisen. Bis zum Jahr 2010 könnte die Marge bis auf 38 Prozent zulegen. Voraussetzung dafür ist eine weltweit steigende Nachfrage gestützt durch attraktive Einspeisegesetze für Solarstrom.

Anne Kreutzmann, Chefredakteurin der Zeitschrift Photon: "Dank des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in Deutschland sanken die Produktionskosten für Solarstromanlagen massiv. Da die weltweite Nachfrage das Angebot übersteigt, konnten die Firmen die Preise in den letzten zwei Jahren allerdings kontinuierlich erhöhen. Die Photovoltaikindustrie fährt mittlerweile traumhafte Gewinne ein - vor allem die Firmen, die am Anfang der Wertschöpfungskette stehen."

Kreutzmann: "Gefährdet wäre eine weitere Steigerung der Gewinnmargen, wenn das Angebot die Nachfrage wieder übersteigt. Zwar ist das Interesse an Solarstromanlagen in Deutschland auf Grund der hohen Preise inzwischen leicht rückläufig, die weltweite Nachfrage wird nach Recherchen von Photon Consulting aber zumindest bis 2008 schneller steigen als der Produktionsausbau, vielleicht sogar bis 2010. Letztlich hängt alles an der Verfügbarkeit des Rohstoffs Silizium. Hier sehen wir erste Anzeichen, dass die Produktionskapazitäten jetzt deutlich ausgebaut werden."

Die Studie zeigt die Entwicklung der Gewinnmargen auf den verschiedenen Wertschöpfungsstufen. Sie liegt beispielsweise bei den Herstellern von Silizium derzeit bei 53 Prozent, nach 19 Prozent im Jahr 2004. Die Waferproduzenten haben ihre Marge von fünf Prozent 2004 auf 36 Prozent 2006 gesteigert, die Zellhersteller werden ihre Gewinnmarge von zehn Prozent 2004 über aktuell 21 auf 29 Prozent im Jahr 2010 steigern können. Die Modulhersteller können gemäß "Solar Annual 2006" ihre Gewinnmarge von gegenwärtig fünf auf acht Prozent im Jahr 2010 ausbauen.

Photovoltaik - ist wirtschaftlich

Der gebäudeintegrierten Photovoltaik wird vielfach nachgesagt,dass sie zwar eine interessante Innovationstechnologie, aberfür die breite Anwendung einfach zu teuer ist.

Photovoltaik - ist wirtschaftlich

(31. Juli 2006) - Der gebäudeintegrierten Photovoltaik wird vielfach nachgesagt, dass sie zwar eine interessante Innovationstechnologie, aber für die breite Anwendung einfach zu teuer ist. Eine soeben vorgelegte Studie der Donau-Universität Krems zeigt, dass diese Meinung nicht mehr den Tatsachen entspricht.

Photovoltaik als bauteilersetzendes Fassadenelement hat schon jetzt das Potenzial sich aus rein wirtschaftlichen Gründen zu etablieren. Zwar sind Fassadenkollektoren selten optimal zur Sonne ausgerichtet und erzielen daher keinen maximalen Ertrag. Sie vermindern aber Kosten für Sonnenschutz, Temperierung, Kunstlicht und Fassadenverkleidung. Zu diesem Schluss kommt die Studie. Photovoltaik an Fassaden und Dächern entwickelt sich zunehmend zu einer allgemeinen Bauaufgabe. Sie genießt große Popularität, die in ihrer ästhetischen Faszination und ihrer weiterhin sichtbaren Präsenz in der Gebäudehülle begründet ist.

"Diese Anwendung hat großes Potenzial in der Sanierung und Adaptierung des Gebäudebestandes", so Ing. Gerhard Grünbichler. Er untersuchte zum Abschluss seines Klima-Engineering-Studiums an der Donau-Universität Krems die Auswirkungen des Einsatzes halbtransparenter Photovoltaik-Module in der Fassade auf Investitionskosten, Gesamtenergiekosten und die Komfortbedingungen im Gebäude.

Eindeutiges Ergebnis: Zum einen sind die Errichtungskosten für Photovoltaik-Fassaden verglichen mit den im Bürobau üblichen Glas- und Steinverkleidungen niedriger. Die Produktion von Strom, dessen Vergütung von politischen Rahmenbedingungen abhängt, kommt quasi als Zusatznutzen hinzu.

Was bisher jedoch kaum beachtet wird: halbtransparente Photovoltaik leistet wertvolle Beiträge zum Sonnenschutz und damit für Temperierung und Komfort von Gebäuden und reduziert gleichzeitig den Kunstlichtbedarf. Das setzt allerdings die Änderung von gängigen Planungsabläufen voraus. Heute erfolgt die Einbindung der nötigen Fachkonsulenten meist nicht zeitgerecht. "In Zukunft ist da eine ganzheitliche energetische Beurteilung erforderlich, die die Koordination aller Fachplaner ermöglicht", so Studienautor Grünbichler. Er ist überzeugt: "Gebäude, die in den nächsten Jahren ohne Photovoltaik errichtet werden, können in Zukunft ökologisch und energetisch nicht entsprechen."

Mehr Licht als Schatten

Die Stiftung Warentest hat im Mai-Heft ("test" 5/2006, S. 66)Photovoltaik-Module und Wechselrichter getestet. Die meisten Moduleerbrachten im Test die versprochenen Leistungen.

Mehr Licht als Schatten

(10. Juni 2006) - Die Stiftung Warentest hat im Mai-Heft ("test" 5/2006, S. 66) Photovoltaik-Module und Wechselrichter getestet. Die meisten Module erbrachten im Test die versprochenen Leistungen. Bei Modellen von BP, Solarfabrik und Isofoton liegt der Mittelwert fünf geprüfter Module deutlich unter dem Nennwert. Suntechnics enttäuschte bezüglich der Haltbarkeit. Auch die beiden getesteten Dünnschichtmodule erhielten nur ein "Befriedigend". Sie bieten auch preislich keine Vorteile, sondern sind im Gegenteil teurer als die anderen Module. Die besten Noten im Test erzielten die Module von Aleo Solar, Kyocera, Shell Solar und Sunways.

Der Ertrag pro Kilowatt Leistung wurde weder gemessen noch verglichen. Das ist auch im Labor nicht möglich und hängt unter anderem vom Wechselrichter und der Installation ab. Für einen Anlagenbetreiber ist dies jedoch neben dem Preis pro Kilowatt die allein entscheidende Größe: Wie viel Kilowattstunden erzeugt meine Anlage für jeden investierten Euro?

Von den ebenfalls getesteten Wechselrichtern schnitt der Branchenprimus Sunny Boy von SMA am Besten ab. Schlusslicht im Wechselrichtertest war der PT3000 von Aixcon (Mangelhaft). Hier stießen die Tester auf mehr Schwachpunkte als bei den Solarmodulen.

Übrigens: Wer vor drei Jahren 20.000 Euro nicht in eine Solaranlage sondern in die Aktien der Herstellerfirma Solarworld investierte, hat inzwischen so viel Geld erwirtschaftet, dass es sowohl für die Solaranlage als auch für das dazu passende Einfamilienhaus reicht.

Vorsicht vor No-Name-Produkten mit unklarer Herkunft

Für eine Drei-Kilowatt-Anlage zahlt man laut Stiftung Warentest etwa 12.000 bis 17.000 Euro. Mit Wechselrichter und Montage kostet die Gesamtanlage mindestens annähernd 20.000 Euro. Pro Kilowatt Spitzenleistung produziert eine Solaranlage jährlich 700 bis 1.000 Kilowattstunden. Mit einer Drei-Kilowatt-Anlage lassen sich zum Beispiel bei 800 kWh/kW in 20 Jahren 48.000 Kilowattstunden ernten. Dafür zahlt das Versorgungsunternehmen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 24.860 Euro. Mit der eigenen Anlage werden sich allenfalls Renditen von wenigen Prozent erzielen lassen.

Holen Sie auf jeden Fall mehrere Angebote von unterschiedlichen Installateuren ein, rät die Stiftung.

Solarrennen in Australien

3.021 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 103Stundenkilometern

Solarrennen in Australien

(4. Januar 2006) - 3.021 Kilometer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 103 Stundenkilometern: Das gelang einem solarbetriebenen Fahrzeug auf der Fahrt quer durch Australien. Bei der dritten World Solar Challenge siegte das holländische Nuon-Team zum dritten Mal in Folge. Das Auto kam gut vier Tage vor dem offiziellen Ende der Wettfahrt im Zielort Adelaide an.

2498 Solarauto

Boom im Verborgenen

Zahl der neuen Photovoltaik-Anlagen in Deutschland ist doppelt sohoch, wie bisher angenommen. Das hat die Zeitschrift Photonrecherchiert.

Boom im Verborgenen

(4. Januar 2006) - Die Zahl der neuen Photovoltaik-Anlagen in Deutschland ist doppelt so hoch, wie bisher angenommen. Das hat die Zeitschrift Photon recherchiert (Ausgabe Nov. 2005). Bisher ging man von einem Zubau von 360 Megawatt Leistung aus. In Wirklichkeit wurden jedoch 770 Megawatt im Jahr 2004 neu installiert. Photon hat alle Stromversorger befragt und die Ergebnisse sorgfältig hochgerechnet. Insgesamt waren danach in Deutschland Ende 2004 1.364 Megawatt an PV-Leistung installiert. Zwischen 2003 und 2004 hat sich der Neubau mehr als verdreifacht. Auch im Jahr 2005 ging das Wachstum unvermindert weiter.

Es gilt daher als sicher, dass Ende 2005 die Leistung der Photovoltaik-Anlagen in Deutschland die 2.000-Megawatt-Marke überspringt. Damit sind in Deutschland Sonnenstrom-Anlagen mit der Leistung von zwei Atomkraftwerken am Netz. Deren Stromproduktion liegt wegen des zeitlich beschränkten Sonnenangebots naturgemäß deutlich unter der von Atomkraftwerken mit gleicher Leistung.

Die installierte Leistung der Sonnenkraftwerke hat sich zwischen dem Jahr 2000 und 2004 um den Faktor 17 erhöht. Eine weitere Steigerung in diesem Tempo für weitere acht Jahre würde zu einer Kapazität von 400.000 Megawatt führen und könnte den gesamten deutschen Strombedarf decken.

Nach den neuen Schätzungen über die Solaranlagen in Deutschland erhält Deutschland im internationalen Vergleich einen höheren Rang, denn hierzulande ist danach mehr als die Hälfte der weltweit neu gebauten Anlagen installiert.

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letzte Änderung: 26.07.2018