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Tipp 5: Durchfluss vom Brausekopf messen

Machen Sie mal den Eimertest: Dusche 30 Sekunden aufdrehen und prüfen, wie viel Liter in einen Eimer laufen. Sind dort mehr als 4 Liter drin, tauschen Sie Ihren Brausekopf gegen einen Besseren aus! Die Literzahl mal 2 gibt den Durchfluss pro Minute.

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Gute Sparduschen erzeugen das Gefühl eines satten Strahls mit weniger Wasser. Kaufen Sie nur einen Duschkopf mit Durchfluss-Angabe. 6 bis 10 Liter pro Minute sind ok. Machen Sie den Eimertest jetzt gleich, morgen wird es bestimmt vergessen, Wetten? Dieser Tipp spart 60 Euro pro Jahr !

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Die genannte Einsparung errechnet sich übrigens folgendermaßen: In einem normalen 3-Personen Haushalt duscht jeder drei mal wöchentlich jeweils 6 Minuten lang. Ein normaler "Sparduschkopf" hat hat einen Durchfluss von 12 Litern, die Sparbrause dagegen nur 7 Liter pro Minute. Das Wasser muss mit Strom von 12 auf 36 Grad erwärmt werden, dafür sind je Grad und Liter 4,18 Kilojoule nötig. Zusammen mit dem Energiepreis (Gas oder Öl) von 8 Cent je KWh ergeben sich so 31 Euro pro Jahr
(3 Personen x 3 Duschen pro Woche und Person x 6 min je Duschbad x (12 - 7) Liter pro min x 4,18 kJ pro Liter K x (36 - 12) °C / 3600 s pro h x 52 Woch. pro Jahr x 0,08 Euro pro kWh). Die eingesparten Wasserkosten liegen etwa nochmal in der gleichen Größenodnung (Details siehe unten).

Die sogenannte EU-Duschkopf-Verordnung wurde 2014 nach massiven Beschwerden der Presse nicht eingeführt. Viele Menschen empfanden die Verordnung seinerzeit nicht als Einsparchance, sondern als Gängelung und Einmischung in die Privatsphäre. Doch der Verbraucher hätte ähnlich wie bei der Beleuchtung einen automatischen Einspareffekt erhalten. Und anders als bei den 100-Watt-Glühlampen hat ein Duschstrahl mit etwa 10.000 Watt etwa die hundertfache Leistung (sogenannte Regenduschen sogar bis 30.000 Watt).

Je nach Nutzung und Warmwassermethode überschreitet die Energie zum Duschen oft den Stromverbrauchs aller anderen Haushaltgeräte zusammen. Anders als bei der Beleuchtung geht es hier also nicht um "peanuts", sondern um den größten Energiebrocken im Haushalt (nach dem Heizen).

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