Archiv: Meldungen im 3. Quartal aus 2014
Hier finden Sie ältere News zum Thema Heizöl

Haushaltsenergie und Kraftstoffe im September 1,9 Prozent günstiger.
Fallende Energiepreise halten Inflation gering
(30. September 2014) Nach vorläufigen Berechnungen des statistischen Bundesamtes (DESTATIS) liegt die Inflationsrate in Deutschland, gemessen am Verbraucherpreisindex, im September 2014 gegenüber dem Vorjahresmonat wieder bei 0,8 Prozent. Bereits in den vergangen beiden Monaten hielt sich dieser Wert konstant. Gegenüber August blieben die Verbraucherpreise voraussichtlich unverändert.
Einen großen Einfluss auf die niedrige Inflation haben die sinkenden Energiepreise. Die Preise für Haushaltsenergie und Kraftstoffe sanken im September um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bereits im August gingen die Preise um 1,9 Prozent zurück und auch im Juli (-1,5 Prozent) zeichnete sich dieser Trend bereits ab.
In Preisen ausgedrückt kosteten 100 Liter Heizöl, bei einer Bestellung von 3.000 Litern nach Daten des Portals esyoil.com, in diesem September zwischen 77,50 Euro und 80,00 Euro. Vor einem Jahr rangierten die Preise dafür noch zwischen 82,40 Euro und 88,40 Euro; vor zwei Jahren waren es gar zwischen 90,70 Euro und 93,40 Euro. Ob sich dieser Trend auch bei der bevorstehenden Heizperiode fortsetzt, ist noch nicht abzusehen.
Durch Vergleich bis zu 360 Euro bei 1.000 Litern Heizöl sparen.
Stiftung Warentest bewertet Vergleichsportale
(26. September 2014) Die Tage werden kürzer und kälter – die Heizsaison ist bei manchen schon angebrochen und auch bei den Standhaftesten dürfte das nicht mehr lange dauern. Wer vorausdenkt hat den Brennstoffvorrat für seine Heizung längst aufgestockt – andere suchen jetzt nach den günstigsten Anbietern für Heizöl oder Pellets. Dabei können Vergleichsportale helfen – Einfach Liefermenge und Postleitzahl angeben und Preise vergleichen. Aber wie zuverlässig sind solche Angebote? Stiftung Warentest hat verschiedene Preisvergleichsportale geprüft. Wie Deutschlandfunk berichtet, könne man durchschnittlich 100 Euro sparen, wenn man 1.000 Liter Heizöl bestellt. Maximal waren dabei sogar Preisunterschiede bis zu 360 Euro möglich. Bei Holzpellets seien die Unterschiede noch größer, was wohl an der geringeren Händlerzahl liegt. Anke Scheiber von Stiftung Warentest berichtet von rund 1.000 Euro potenzieller Ersparnis bei einer Bestellung von 6 Tonnen Holzpellets, wenn die Vergleichsmöglichkeiten genutzt werden.
Die besten Portale zum Heizölpreisvergleich sind laut den Testergebnissen „Esyoil“ und „Heizoel24“. Günstige Holzpellets findet man auf „Holzpellets24“. Insgesamt hat kein Portal besser als „Gut“ abgeschlossen.
Beim Vergleich von Gaspreistarifen muss man laut Anke Scheiber mehr beachten, als die Liefermenge und die Postleitzahl. Hier werden beispielsweise einmalige Boni ins Ranking eingerechnet, die nur im ersten Jahr wirken und den Vergleich verzerren. Auch die Vertragslaufzeiten spielen hier eine wichtige Rolle. Lieferverträge über bis zu 24 Monate werden von der Stiftung Warentest als fair eingestuft. Die Suchkriterien müssen also richtig gewählt werden: Die Boni sollten im ersten Schritt nicht beachtet werden und auch die maximale Vertragslaufzeit kann eingeschränkt werden, um eine sinnvolle Empfehlung zu erhalten. Keines der Gaspreisvergleichsportale erhielt die Note „Gut“.
Energiepreise August 2014: Preissturz von 3,1 Prozent gegenüber August 2013
(19. September 2014) Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im August 2014 gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,8 Prozent gesunken. Den größten Einfluss auf diese Entwicklung hatten vor allem die Energiepreise. Im August 2014 waren diese um 3,1 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat, gegenüber Juli 2014 sanken sie um 0,2 Prozent. Die Preise für die Inlandsförderung bei Erdgas sind verglichen mit dem Vorjahresmonat im August 2014 um 20,5 Prozent gesunken. Die Preise für leichtes Heizöl sind im gleichen Zeitraum um 7,1 Prozent zurück gegangen.
Dies spiegeln auch die Daten des Brennstoffspiegel wider: So bezahlte man im bundesweiten Durchschnitt im August 2013 noch 2.567,26 Euro für 3.000 Liter Heizöl, im August dieses Jahres waren es nur noch 2.378,70 Euro, was einem Preissturz von etwa 7,35 Prozent entspricht.
Die Ölpreise sind trotz weltweit steigendem Ölverbrauch seit 2012 gesunken.
Derzeit sinkende Ölpreise
(19. September 2014) Die Ölpreise sind trotz weltweit steigendem Ölverbrauch seit 2012 gesunken. 2011 betrug die Handelsmenge 88,9 Millionen Barrel pro Tag. 2013 waren es bereits 91,3 Millionen Barrel pro Tag und 2014 werden es voraussichtlich 92,7 Millionen Barrel pro Tag sein.
Erfreulich für Verbraucher: Die Heizölpreise haben seit 2012 deutlich nachgegeben. Ob der bisher langfristig steigende Trend damit gebrochen ist, darf allerdings bezweifelt werden. 2004 kostete das Barrel noch 29 Euro, 2014 werden es laut Prognosen 80 Euro sein. Eine auch künftig weiter steigende Nachfrage wird die Ölpreise mit Sicherheit nach oben treiben.
Heizöl: Durch Sammelbestellungen Kosten senken
(17.September 2014) Wie Focus Online berichtet, können Ölheizungsbesitzer mithilfe von Sammelbestellungen ihre Kosten senken. Einige Lieferanten gewährten in solchen Fällen oftmals Mengenrabatte. Sammelbestellungen rentieren sich vor allem dann, wenn alle Beteiligten in etwa die gleiche Menge Heizöl bestellen, da der Preis sich üblicherweise nach der durchschnittlichen Bestellmenge richtet. Sonst profitieren Verbraucher mit etwas größerem Bedarf weniger, während Besteller von kleineren Mengen mehr sparen. Sammelbesteller müssen dabei beachten, wie weit die einzelnen Lieferstellen maximal auseinanderliegen dürfen. Außerdem rät Jörg Huber von der Verbraucherzentrale Hamburg, nur mit vertrauenswürdigen Nachbarn zu bestellen. Der Auftraggeber hafte für nicht geleistete Zahlungen der anderen Besteller. Darüber hinaus kann es sich lohnen, Angebote verschiedener Heizölhändler zu vergleichen und so zusätzlich Kosten zu sparen. Neben solchen privat organisierten Sammelbestellungen gibt es organisierte Sammelbestellungen über Internetportale (mehr Informationen hier). Der Bund der Energieverbraucher bietet hier ebenfalls Informationen an.
Zurzeit ist Heizöl besonders günstig: Laut Daten des Vergleichsportals esyoil.de kosten 3.000 Liter Heizöl im bundesweiten Durchschnitt aktuell 2350,50 Euro. Im Vorjahresmonat bezahlte man für die gleiche Menge noch 2530,80 Euro. Huber erklärt, dass Heizöl generell am Ende des Winters am günstigsten sei. Man solle das aktuelle Preistief nutzen und seine Öltanks für den kommenden Winter befüllen, da die Preise mittel- und langfristig wieder steigen würden. Ein Test zu einigen Vergleichportalen findet sich hier.
Heizölpreise: Ende der Heizperiode abwarten
(17. September 2014) Heizölkunden sollten ihr Heizöl am besten gegen Ende des Winters kaufen. Statistiken der letzten Jahre zeigen, dass das Heizöl am Ende der Heizperiode im Durchschnitt am günstigsten war.
Bei kurzfristigen Käufen ist zu beachten, dass der Literpreis bei einer kleineren Abnahmemenge steigen kann. Wer sich mit anderen Kunden zusammentut, kann Kosten sparen. Verbraucher sollten vor dem Kauf ausführlich die Preise vor Ort vergleichen. Darüber hinaus helfen verschiedene Preisportale im Internet.
Energiepreise waren im August 2014 um 1,9 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat.
Günstige Heizöl- und Kraftstoffpreise drücken Inflation
(12. September 2014) Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) stiegen die Verbraucherpreise im August 2014 im Vergleich zu August 2013 um 0,8 Prozent. Im Juli 2014 lag die Inflationsrate ebenfalls bei 0,8 Prozent. Diese niedrige Rate lässt sich vor allem auf den Preisrückgang im Bereich Energie zurückführen (insgesamt – 1,9 Prozent gegenüber August 2013). So waren insbesondere Mineralölprodukte günstiger (– 4,6 Prozent, davon leichtes Heizöl: – 5,0 Prozent und Kraftstoffe: – 4,4 Prozent). Auch die Preise für feste Brennstoffe (– 2,5 Prozent) sowie Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (– 1,5 Prozent) fielen verglichen zum Vorjahr. Die Preise für Kraftstoffe sind im Vergleich zum Vormonat um – 1,7 Prozent gesunken.
Heizungscheck spart bares Geld
(10. September 2014) Die ungewohnt niedrigen Temperaturen seit August haben für manche die Heizsaison in diesem Jahr deutlich früher beginnen lassen als üblich. Bevor die Heizung in Betrieb genommen wird ist es allerdings dringend ratsam, die Heizkörper zu entlüften und gegebenenfalls den Heizkessel einer jährlichen Inspektion zu unterziehen. Das beugt nicht nur Heizungsausfällen vor, sondern spart unter Umständen bares Geld. Wie der Generalanzeiger Bonn berichtet ist eine fachmännische Reinigung der Ölheizungen wichtig, da die Düsen durch im Heizöl enthaltene Additive und Schwefel schneller verkleben. Rußablagerungen von einem Millimeter sollen den Energieverbrauch bereits um 5 Prozent erhöhen.
Neben der Wartung von Heizkörpern und Heizkessel spart die Isolierung der Heizungsrohre zusätzliche Energie und damit Geld. Vorgefertigte Dämmmaterialien finden sich im Baumarkt und sind für jeden Laien einfach anzubringen.
Um die Heizleistung zu verbessern, können Heizungsbetreiber einen Brennwertcheck durchführen lassen. Die Verbraucherzentralen bieten für 30 Euro eine Effizienzprüfung beispielsweise des Heizöl-Brennwertkessels an. Auch Sanitärfachkräfte sind für die Beratung zur Energieeinsparung geschult und können neben der Wartung ebenso eine Analyse der Sparpotenziale durchführen. Oft liegt in der Einstellung der Heizgeräte zusätzliches Optimierungspotenzial.
Der Generalanzeiger Bonn informiert zudem über die Möglichkeiten einer Feinjustierung des Heizsystems, nach welcher den Heizkörpern nur genau so viel Wasser zugeführt wird, wie zur Erreichung der optimalen Heizleistung notwendig ist. Aber nicht nur Wärme, auch Strom kann eingespart werden, indem die Heizungspumpe durch eine differenzgeregelte Hocheffizienzpumpe ersetzt wird. Diese arbeitet nur, wenn Heizkörper aktiv sind und verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Strom. Damit seien Einsparungen bis zu 150 Euro im Jahr möglich.
Euroschwäche für starke Preissteigerungen verantwortlich
Aktuelle Teuerung: Heizölhändler raten zum Kauf
(5. September 2014) Nach zwei Tagen mit teils drastischen Preissteigerungen in Folge ist die weitere Entwicklung der Heizölpreise derzeit mehr als ungewiss. Fakt ist, dass die Steigerungen durch die erneute Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank ausgelöst wurden, in deren Folge der Euro gegenüber dem US-Dollar, der Welthandelswährung für Rohöl und Mineralölprodukte (mehr dazu hier), drastisch verlor. Das veranlasst unter anderem den Bayerischen Brennstoff- und Mineralölhandelsverband (BBMV) sowie das Portal heizoel24.de zu Kaufempfehlungen in der Süddeutschen Zeitung.
"Wer jetzt für den Winter nachtankt, spart bei einer Bestellung von 3000 Litern im Vergleich zum Vorjahr über 200 Euro", rechnet BBMV-Geschäftsstellenleiter Markus Brunner in dem Blatt vor. "Ein Kauf lohnt sich jetzt, wir wissen angesichts der weltpolitischen Lage nicht, was auf uns zukommt", fast Mark Lorbeer, Geschäftsführer von heizoel24.de die Lage zusammen.
Haushaltsenergie und Kraftstoffe kosten im August weniger als vor einem Jahr.
Verbraucherpreise für Energie um 1,9 Prozent günstiger
(29. August 2014) Wie die Einfuhrpreise (wir berichteten) so sinken auch die Verbrauchspreise für Energie im Vergleich zum vorigen Jahr. Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundeamtes (DESTATIS) sanken die Energieverbrauchspreise für diesen August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent. Dazu zählen Haushaltsenergie und Kraftstoffe, vor allem also Heizöl, Benzin, Diesel und Gas.
Nach Zahlen des Portals tecson.de liegen die Heizölpreise von diesem August 4 bis 6 Euro pro 100 Liter unter denen des vergangenen Augusts bei einer Lieferung von 3000 Litern. Seit letztem Monat blieben die Preise stabil.
Insgesamt stiegen die Verbraucherpreise lediglich um 0,8 Prozent. Im Vergleich zu Juli 2014 sind die Preise stabil geblieben.
Beim Immobilienkauf ist gelagertes Heizöl automatisch Teil des Kaufvertrages.
Heizöl ist Zubehör der Immobilie
(28. August 2014) Wer eine Immobilie kauft, schaut schon länger genau auf das installierte Heizsystem und zieht diese Variable in seine Kaufentscheidung mit ein. Dabei entsteht immer wieder Unsicherheit über den auf dem Grundstück gelagerten Brennstoff. Besonders ein voller Heizöltank ist bares Geld wert. Bereits 1985 fällte das Landgericht Braunschweig ein Grundsatzurteil, worauf sich die Rechtsprechung heute noch beruft. Demnach ist Heizöl Zubehör, das als Brennstoff gegenüber der Immobilie eine dienende Funktion erfüllt und ist beim Immobilienkauf, auch wenn es im Vertrag nicht erwähnt wird, durch diesen mit gefasst.
Auf refrago.de, einem Portal für Rechtsfragen, findet sich eine Einordnung des Urteils. Demnach darf Heizöl nach dem Verkauf einer Immobilie nicht mehr, beispielsweise durch Abpumpen, aus dieser entfernt werden. Der Verkäufer ist allerdings nicht verpflichtet, den Tank vor dem Verkauf zu füllen. Er muss lediglich gewährlisten, dass der Käufer den Tank rechtzeitig füllen kann, bevor an der Immobilie Schäden entstehen können. Beispielsweise nimmt das Heizsystem bei Leerlauf der Heizung Schaden, auch Frostschäden durch nicht mögliches Heizen sind zu beachten. Ein angemessener Füllstand kann demnach erwartet werden.
Anderweitige Regelungen können vertraglich festgeschrieben werden und finden dadurch ihre Gültigkeit.
Erdgaspreis um 20,3 Prozent gesunken – Heizöl ebenfalls deutlich günstiger
Energie-Import im Juli 8,2 Prozent günstiger
(27. August 2014) Nach Informationen des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) fielen die Energieimportpreise im Juli 2014 gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,2 Prozent. Besonders Erdgas ließ mit -20,3 Prozent stark im Preis nach. Aber auch Rohöl (-4,2 Prozent) und Mineralölerzeugnisse (-3,4 Prozent) sind im vergangenen Monat günstiger gewesen. Auch im Vergleich zum Vormonat sanken die Juli-Preise für den Import von Rohöl (-3,6 Prozent) und Erdgas (-6,0 Prozent) nachdem sie im Juni kurzfristig angestiegen waren. Insgesamt waren die Einfuhrpreise im Juli 2014 um 1,7 Prozent niedriger als im Juli 2013. Den größten Einfluss übten die Energiepreise aus.
Verbraucher lesen diese Entwicklung besonders an den Heizölpreisen ab, die sich ähnlich stark unterscheiden. Laut Angaben des Portals esyoil.com kosten 100 Liter Heizöl bei einer Lieferung von 3000 Litern heute im bundesweiten Durchschnitt 78,63 Euro. Vor einem Jahr zahlten Heizölkäufer dafür 85,82 Euro und am 27. August 2012 sogar 92,64 Euro.
Experten sehen die Ursache der niedrigen Energiepreise vor allem in der geringeren Nachfrage und dem stabilen Angebot. Vor allem aufgrund der Gas- und Ölförderung mittels Fracking in den USA, wegen der diese weniger Erdgas und Erdöl importieren und sogar geringfügig exportieren, verändert sich das Preisgefüge.
Fallende Preise lassen Käufer auf noch bessere Konditionen warten.
Heizöl: Kauf‘ ich heute oder morgen?
(26. August 2014) Die große Frage – Kaufe ich heute oder morgen? – steht seit dem anhaltenden Abwärtstrend der Heizölpreise im Raum. Der kurzfristige Aufwärtstrend im Juni, nachdem die Preise heute beinahe wieder zum Rekordtief zurückgekehrt sind, zeigt wie schwierig die Vorhersage der Heizölpreisentwicklung sein kann. Im Interview mit der Augsburger Allgemeinen Zeitung erklärt Marc Deisendörfer, Geschäftsführer eines Energielieferanten im Augsburger Land, dass das derzeitig niedrige Preisniveau auf jeden Fall einen günstigen Zeitpunkt markiert, um Heizöl zu kaufen. Durch die zahlreichen Käufe an Tagen mit besonders niedrigen Preisen komme es allerdings verstärkt zu Lieferaufträgen, sodass die Lieferzeiten dann länger werden. Ist der Tank also leer, sollte nicht zu lange gewartet werden, um in den kommenden kälteren Tagen nicht frieren zu müssen.
Eine Strategie, zukünftig potenziell günstigere Preise nutzen zu können, sei es, zuerst nur eine Teilmenge (mindestens aber 1500 bis 2000 Liter) zu kaufen, die Preisentwicklung abzuwarten und bei weiteren Preisnachlässen den Rest aufzufüllen. So vermeidet man das Risiko, seinen gesamten Heizölvorrat bei künftig möglicherweise höheren Preisen auffüllen zu müssen. Allerdings kommen bei zu geringen Liefermengen Preisaufschläge hinzu, die dieses Vorgehen ad absurdum führen können. Eine Orientierung zum aktuellen Heizölpreis liefern die verschiedenen Preisrechner wie esyoil.com oder heizoelpreise.focus.de.
Krisen kurzfristig ohne Einfluss auf weiterhin niedrigen Ölpreis
Laut Analyse Ölpreise langfristig wieder teurer
(21. August 2014) Der Ölpreis befindet sich mit knapp über 101 USD pro Barrel Brent-Öl auf dem Jahrestief. Seit dem kurzfristigen Aufwärtstrend Ende Juni ist er wieder um 12 Prozent gefallen. Nach der Commerzbank-Analyse von Eugen Weinberg haben die geopolitischen Spannungen keinen messbaren Einfluss auf den Ölpreis, weil die Angebotssituation durch die Kämpfe und Sanktionen nicht merklich verändert wird. Zudem entwickelt sich die Nachfrage durch stagnierende Konjunkturen nicht wie erwartet und bleibt hinter den Prognosen der Internationalen Energie Agentur (IEA) zurück. Der Heizölpreis ist eng an den Brentöl-Preis gebunden und reagiert meist entsprechend der Börsenpreisentwicklung.
Die Angebotsseite leidet nur geringfügig unter den Kämpfen der Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak, da diese nur den Norden des Landes betreffen, wobei über 90 Prozent der Öllieferungen aus den Ölfeldern im Süden stammen, die immer noch durch die Regierung kontrolliert werden. Zudem konnten die Kurden einen strategisch wichtigen Staudamm wieder unter ihre Kontrolle bringen, sodass ein plötzliches Vorrücken der IS gen Süden und damit die Störung der Ölförderung vorerst nicht erwartet wird.
Anders verhält es sich in Libyen. Wie wir bereits berichteten sind die Rebellen dort dazu übergegangen, Ölhäfen wieder zu öffnen und Öl zu exportieren. Hier gelangt also schrittweise wieder Öl auf den Markt, das zuvor fehlte. Eine Umsetzung potenzieller Förderanstiege ist aber auch hier nicht zu erwarten.
Auch die Sanktionen gegen Russland zeigen kurzfristig keinen Einfluss auf den Ölpreis, da Russland nach Berichten von Spiegel Online 40 Prozent seines Bruttoinlandproduktes durch Ölexporte realisiert. Hier könnten sich langfristige Angebotsrückgange bemerkbar machen, wenn durch fehlende Materiallieferungen Ölförderanlagen nicht ausgebaut oder instandgehalten werden können.
Ein immer bedeutenderer Faktor ist die unkonventionelle Ölförderung, auch Fracking, in den USA. Dort wird ein beträchtlicher Teil des Energiebedarfs nun aus eigener Förderung gedeckt. Das zuvor importierte Öl aus Westafrika vermehrt nun das Angebot am europäischen Markt.
Trotzdem erwartet der Markt in der zukünftigen Entwicklung wieder einen Preisanstieg, denn die langfristigen Öllieferverträge sind deutlich teurer als die kurzfristigen Kontrakte. Um diese Prognose zu erfüllen dürfte die Konjunktur und damit die Ölnachfrage in der EU mindestens nicht weiter nachlassen und in China sowie Brasilien weiter ausgebaut werden. Zudem müsste sich das Angebot verknappen, was aufgrund der fehlenden Investitionen in den Krisengebieten langfristig durchaus denkbar ist. Die Brent-Terminpreise sind in Erwartung solcher Umstände seit Jahresbeginn um 15 USD pro Barrel gestiegen.
Verbraucher zahlten im Juli 2014 weniger als ein Jahr zuvor
Niedrige Großhandelspreise durch günstiges Heizöl
(19. August 2014) Wie das Statistische Bundesamt (DESTATIS) mitteilt, gingen die Großhandelspreise im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,7 Prozent zurück. Wie bereits bei den Verbraucherpreisen (wir berichteten) haben auch bei dieser Entwicklung die niedrigen Energiepreise, hier vor allem für feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse, einen großen Einfluss. Im Vergleich zu Juli 2013 sind sie um 2,7 Prozent gefallen, seit Juni 2014 aber wieder um 1,4 Prozent gestiegen.
Für Heizölverbraucher zeigt sich die Preisentwicklung nach Zahlen des Brennstoffspiegels leicht anders. Auch hier ist der Preis seit Ende Juli 2013 von durchschnittlich 72,14 Euro pro 100 Liter bei einer Lieferung von 3000 Litern Heizöl auf 65,33 Euro in diesem Juli gefallen. Seit Juni mit 65,57 Euro ist hier jedoch ein weiterer, wenn auch leichter Preisverfall zu erkennen. Insgesamt sinken die Heizölpreise wieder nach dem kurzfristigen Aufwärtstrend im Juni und könnten bald ihren Ausgangspreis erreichen.
Ende Juni waren auf einem Feld in Osterwald etwa 7500 Liter Erdöl ausgetreten.
Marode Rohre bei Ölförderung in Niedersachsen
(18. August 2014) Niedersächsische Erdöl- und Erdgasfelder werden aufgrund der Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten verstärkt nachgefragt. Das sagte Andreas Sikorski, Chef des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. Überall dort, wo Genehmigungen ausliefen, würden die Felder unmittelbar von Förderunternehmen nachbesetzt. Zwei Drittel der Landesfläche in Niedersachsen seien durch Bergbauberechtigungen für Kohlenwasserstoffe abgedeckt. Die Erdölförderung bereitet allerdings auch Probleme: Ende Juni waren auf einem Feld in Osterwald etwa 7500 Liter Erdöl ausgetreten. Grund dafür waren durchgerostete Rohre des Förderunternehmens Exxon Mobil aus den 80er Jahren. Bis das Konzept von Exxon Mobil für einen zukünftig sicheren Betrieb vom LBEG geprüft ist, ruht die Förderung. Insgesamt wurden etwa 100 Kilometer dieses Leitungstyps verlegt. In den nächsten zwei Jahren soll das Netz komplett ausgetauscht werden.
Energiepreise im Juli 2014 1,5 Prozent günstiger als im Juli 2013
Geringe Inflationsrate durch sinkende Energiepreise
(14. August 2014) Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stiegen die Verbraucherpreise im Juli 2014 im Vergleich zum Vorjahresmonat nur um 0,8 Prozent. Zuletzt wurde im Februar 2010 mit 0,5 Prozent eine niedrigere Inflationsrate festgestellt. Als Hauptursache gelten die niedrigen Energiepreise, die innerhalb eines Jahres um 1,5 Prozent gefallen sind. Auch im Vergleich zu den Vormonaten in 2014 sind die Energiepreise stärker gesunken. Besonders günstig waren im Juli Mineralölprodukte (− 3,8 Prozent) und vor allem leichtes Heizöl verlor mit − 6,0 Prozent stark im Preis. Autofahrer freut der Preisrückgang der Kraftstoffe um − 3,1 Prozent. Insgesamt bleibt der Preis für Waren mit einer Inflationsrate von 0,1 Prozent stabil.
Eine negative Inflation, also ein allgemeiner Preisrückgang, könnte Investoren auf noch günstigere Preise warten lassen und die Konjunktur zum Erliegen bringen, was wiederum in einer schlechten Auftragslage und Stellenabbau in den Unternehmen münden kann.
Vorteile für Umstieg auf Pelletheizung in 2014 - Geringere Prüfpflichten und Förderung bis 3.600 Euro
Pellets weiter deutlich günstiger als Heizöl
(13. August 2014) Nach Angaben des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV) amortisiert sich der Umstieg von Heizöl auf Pellets. Im zehnjährigen Mittel sind die Holzpresslinge um ein Viertel günstiger, im vergangen Juli waren es sogar 35 Prozent. Das aktuell niedrige Zinsniveau spricht zusätzlich dafür, eine geplante Investition jetzt umzusetzen.
Wer zudem plant, sein Heizsystem gegen eine Pelletfeuerung auszutauschen, kann bis zum 31. Dezember 2014 teure Prüfpflichten während der gesamten Betriebszeit umgehen und zusätzlich Fördergelder aus dem Marktanreizprogramm erhalten.
Die intensivere Prüfpflicht laut Bundes- Immissionsschutzgesetz (1. BImSchV: Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen) für Pelletheizungen ist Teil der zweiten Stufe und gilt für Systeme, die ab dem 1. Januar 2015 installiert werden. Seit März 2010 gilt die erste Stufe mit Feinstaubgrenzwerten bis 60 Milligramm. Ab 2015 wird dieser Grenzwert auf 20 Milligramm abgesenkt. Damit würde dann eine intensivere und teurere Prüfung durch den Schornsteinfeger einher gehen.
Eine Förderung über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für den Austausch fossiler Feuerungen durch Pelletsysteme über das Marktanreizprogramm (MAP) gibt es bereits seit Januar 2014 nur für Anlagen, die die Grenzwerte der 2. Stufe für Feinstaub und Kohlenstoffmonoxid nachweisen können. Der Zuschuss beträgt mindestens 1.400 Euro, maximal 3.600 Euro. Die zu installierende Heizung entspricht technisch demnach auch den gesetzlichen Anforderungen der Phase zwei, lediglich die Prüfungen sind für den Betreiber bei einer Installation bis Ende des Jahres nicht verpflichtend.
Heizölpreis reagiert auf gestiegene Rohölpreise
Ölpreis regiert auf Genehmigung amerikanischer Luftangriffe im Irak
(8. August 2014) Aufgrund der genehmigten amerikanischen Luftangriffe auf die Extremistengruppe IS im Irak reagiert der Ölpreis auf die längst offensichtlichen Krisen in den Ölfördergebieten. Wie das Handelsblatt berichtet stieg der Ölpreis seit Donnerstag für die Nordseemarke Brent pro Barrel (159 Liter) um 1,01 US-Dollar auf 106,45 Dollar. Das treibt auch die Heizölpreise nach oben: Bezahlten Verbraucher gestern noch 78,36 Euro für 100 Liter Heizöl bei einer Lieferung von 3000 Litern, kosten diese heute schon 79,39 Euro (Preise laut Vergleichsportal esyoil.com).
Nach Zahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle importierte Deutschland im ersten Halbjahr 2014 gerade 377.000 Tonnen, rund 2,3 Prozent seines Gesamtrohölimportvolumens, aus dem Irak. Die Rohölversorgung Deutschlands wäre durch weitere Ausschreitungen im Irak und der Beeinträchtigung des dortigen Förder- und Exportvolumens also direkt nur geringfügig betroffen. Durch die allgemeine Angebotsverknappung in diesem Fall würden die Preise dennoch auch in Deutschland und für deutsche Verbraucher steigen. Die Befürchtung dieser Auswirkungen der aktuellen politischen Lage verursachen heute den Krisenaufschlag an den Börsen.
Förderboom erlaubt Export von Destillaten aus der USA
Erster US-Öl-Export unterstützt stabile Heizölpreise
(4. August 2014) Nachdem wir im Juli bereits über die Möglichkeit berichteten, dass US-amerikanische Konzerne nach jahrzehntelangem Exportverbot wieder Öl auf den Weltmarkt bringen, verließ nach Informationen des Wall Street Journals und der WirtschaftsWoche vergangene Woche ein Tankschiff mit geringfügig destilliertem, ultraleichtem Öl seinen texanischen Hafen mit dem Ziel Südkorea.
Die 40 Millionen Dollar schwere Fracht der BW Zambesi umgeht als erste das Ausfuhrverbot für Rohöl, das keinen Destillationsturm durchlaufen hat. Möglich wird dies durch die ohnehin durchgeführte Abspaltung von Propan und Butan direkt nach der Förderung des Rohöls auf den Ölfeldern, noch vor der Weiterverarbeitung zu Kraftstoffen wie Diesel oder Benzin in den großen Raffinerien. Dadurch wird es zu einem Destillat und darf exportiert werden.
Anlass des Umdenkens gibt der enorme Zuwachs der Ölfördermenge in den USA durch die Öl- und Erdgasförderung mittels des unkonventionellen Frackings. Die WirtschaftsWoche nennt die ölreichsten US-Bundesstaaten: Texas, North Dakota, Alaska, Kalifornien und New Mexico. Texas soll allein der sechstgrößte Ölproduzent der Welt sein, die gesamte USA, beinahe gleichauf mit Saudi-Arabien, verdränge Russland auf Platz drei. Als beispielhaft gilt die Entwicklung in North-Dakota, hier habe sich die Ölproduktion in den letzten zehn Jahren verzehnfacht. In der Summe fördere die USA heute über 11 Millionen Barrel täglich.
Die anlaufenden Exporte der USA unterstützen die Angebotsseite und stabilisieren den Weltmarktpreis für Rohöl und die daran gekoppelten Heizölpreise, auch für den deutschen Markt.
Die WirtschaftsWoche betont in ihrem Bericht abschließend, dass neben zahlreichen ökonomischen Vorteilen die Umweltbelastungen, die die neue Fracking-Methode mit sich bringt, nicht ausreichend untersucht sind. Sie schreibt, laut Untersuchungen des Umweltbundesamtes sei Fracking aufgrund der eingesetzten Chemikalien mit großen Risiken für die Umwelt und die Gesundheit von Anwohnern verbunden. Bis Klarheit über die tatsächlichen Auswirkungen bestehe sollte laut Umweltbundesamt auf Fracking in Deutschland verzichtet werden. Diese Empfehlung deckt sich mit dem Verbot des kommerziellen, unkonventionellen Frackings in Deutschland für vorerst sieben Jahre, bis genauere Erkenntnisse vorliegen.
Besonders der Heizölpreis verliert zu Juli 2013.
Verbraucherpreise steigen – Haushaltsenergiepreise sinken
(31. Juli 2014) Wie das Statistische Bundesamt (DESTATIS) mitteilt, erhöhen sich die Verbraucherpreise vom Juli 2014 nach vorläufigen Berechnungen um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Preise für Haushaltsenergie und Kraftstoffe hingegen sinken um 1,5 Prozent.
Nach den derzeitigen Durchschnittswerten diverser Vergleichsportale zahlten Verbraucher bei einer Lieferung von 3000 Litern im Juli 2013 durchschnittlich 72 Euro netto pro 100 Liter Heizöl. In diesem Monat kostete die gleiche Menge Heizöl ca. 65 Euro. Daraus ergibt sich ein Preisunterschied von -9,45 Prozent.
Die Kilowattstunde Erdgas ist im Vergleich zu Juli 2013 um knapp 2,7 Prozent im Preis gestiegen. 100 Kilogramm Holzpellets kosteten diesen Juli, bei einer Lieferung von über 6 Tonnen, rund 2,3 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Erklärungen für den günstigen Heizölpreis finden sich in der hohen Verfügbarkeit von Heizöl, trotz Krisen in den Fördergebieten (wir berichteten).
Russland ist auf Ölimporteure angewiesen
(30. Juli 2014) Die USA und EU wollen Sanktionen über Russland verhängen, aber wie soll das gehen? Immerhin sind wir doch mit über einem Drittel Ölimport aus Russland abhängig von der Großmacht im Osten. Was dabei allzu oft vergessen wird: Auch Russland ist abhängig von seinen Handelspartnern, denn, wie das Eurasische Magazin berichtet, machen die Erlöse aus Erdöl und Erdgas über 68 Prozent der russischen Exportgewinne aus. Das russische Zollamt gibt demnach an, dass vor allem Rohöl, viermal mehr als Erdgas, zu den Exportgewinnen beiträgt. Die Gewinne und Exportzölle stellen rund 50 Prozent des Haushaltsbudgets in Russland dar.
Russisches Erdöl wird hauptsächlich in die EU, Ukraine, Belarus, Moldau und in die Türkei geliefert. Kürzlich unterzeichnete auch China einen 30-Jahres-Vertrag über Öl- und Gaslieferungen. Ein Wegfall signifikanter Exportmengen, wie es durch Wirtschaftssanktionen der EU geschehen könnte, ist ein realistisches Risiko für Russland. Fraglich bleibt, ob es für die EU umsetzbar wäre.
Nicht ohne Grund beschwichtigen alle russischen Beteiligten, ob von Gazprom oder seitens der Regierung, dass die Lieferverträge planmäßig erfüllt würden und daher die Suche nach anderen Lieferanten nicht geboten sei. So ist auch Russland von der EU abhängig, was die Abhängigkeit der EU jedoch nicht schmälert.
Immer mehr Heizöl-Käufe im Internet
(29. Juli 2014) Heizöl wird immer häufiger online gekauft, das geht aus einer Meldung des Portals HeizOel24 hervor. Nachdem der Juli ohnehin ein starker Verkaufsmonat für Heizöl war, haben sich die Onlineumsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat verdoppelt. Dass insgesamt bereits eine Woche vor Monatsende mehr Heizöl gekauft wurde, als im Juni, liegt am durchgängig günstigen Preisniveau und an den kurzfristig sinkenden Preisen nach der Auspreisung der Gefahrenzuschläge aufgrund der Kämpfe im Irak.
In der Vier-Wochen-Prognose sieht HeizOel24 einen gleichbleibenden Preis, sowohl für Rohöl, als auch für Heizöl.
Trotz Krise ist Rohöl verfügbar und begegnet der Nachfrage ohne dauerhafte Preissteigerung.
Gute Verfügbarkeit hält derzeit Heizölpreise stabil
(22. Juli 2014) Der Ölpreis bleibt weitgehend stabil, Risikozuschläge werden schnell wieder ausgepreist und das trotz Verschärfung der Krisen im Irak und anhaltender Besetzung libyscher Häfen. Warum greift das Prinzip von Angebot und Nachfrage nicht mehr, wie wir es gelernt haben? Wie der Vorstand einer Kölner Vermögensverwaltung, Uwe Zimmer, erklärt, ist ein neuer Faktor in die Gleichung eingetreten: Verfügbarkeit. Denn trotz der Krise im Irak bleiben die großen Ölfelder in dessen Süden davon weitgehend verschont und die besetzten Häfen in Libyen dürfen nach einem Jahr wieder Schiffe für den Ölexport beladen. Die Frage nach den aktuellen Fördermengen wurde von der Frage „Wie schnell komme ich an wie viel Öl heran?“ auf Platz zwei verwiesen.
Trotz Krise ist das Öl verfügbar und begegnet der Nachfrage ohne dauerhafte Preissteigerung. Durch diesen Mechanismus scheinen auch die Preise der Rohölprodukte, wie Heizöl, vorerst stabil zu bleiben. Erst wenn die Verfügbarkeit, beispielsweise durch die Besetzung der südlichen Ölförderanlagen im Irak oder Exportprobleme in Libyen eingeschränkt wird, werden sich die Preise nachhaltig verändern. Denn diese Logik funktioniert auch umgekehrt: Selbst wenn das Öl gefördert wird, aber Lieferungen aufgrund zerstörter Pipelines oder besetzter Häfen unmöglich sind, steigt der Preis bei eigentlich konstantem Angebot durch zu geringe Verfügbarkeit.
Bestimmte Rohöl-Sorten werden für den Export freigegeben.
Neue US-Ölexporte beeinflussen deutschen Heizöl-Preis
(16. Juli 2014) Über die Ausgeglichenheit des Rohölmarktes haben wir bereits mehrfach berichtet – jetzt kommt womöglich ein zusätzlicher Lieferant aufs Parkett, der die Angebotsseite weiter stärken kann und die Preise weiter stabil hält. Laut eines Berichtes des Commerzbank-Analysten Eugen Weinberg könnten die USA, bisher eher als potentieller Gasexporteur im Gespräch, künftig auch ultra-leichtes, geringfügig raffiniertes Rohöl exportieren. Bis dato untersagt der Energy Policy and Conservation Act (EPCA) von 1975 den Export von Rohöl mit nur wenigen Ausnahmen. Davon nicht betroffen sind raffinierte Ölprodukte. Nach einer neuen Auslegung des Verbotes wird geringfügig raffiniertes (stabiles) Rohöl nun als solches angesehen und wird damit exportfähig. Zwei US-Unternehmen wurde es erlaubt, dieses stabile Rohöl aus dem Eagle Ford-Schieferölvorkommen zu exportieren.
Nach diesen Maßgaben wären bei einer flächendeckenden Anwendung bis zu 4,5 Millionen Barrel US-amerikanischen, stabilen Rohöls täglich exportfähig, denn neben Eagle Ford könnten weitere Schieferölvorkommen in Nord-Dakota und Texas entsprechendes Öl liefern. Wahrscheinlich ist lediglich ein Exportvolumen von 700.000 Barrel pro Tag ab 2015. Zum Vergleich: Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet für 2015 mit einer steigenden Rohölnachfrage auf 92,7 Millionen Barrel täglich auf dem Weltmarkt.
Hintergrund dieser beginnenden Liberalisierung des US-amerikanischen Ölmarktes ist das starke Überangebot von leichtem Rohöl und eine starke, schwer zu deckende Nachfrage nach schwerem Rohöl in den USA, das immer noch importiert wird, um die inländischen Raffineriekapazitäten auszulasten. Ein häufiges Gegenargument der Marktöffnung ist der befürchtete Preisanstieg in den USA, auch bei Endprodukten wie Autokraftstoffe oder Heizöl. Laut Analyse waren aber die Großhandelspreise in den USA für Benzin, trotz niedrigerer Rohölpreise, leicht höher als in Europa. Diese Preise würden sich dann ebenfalls an den internationalen Börsenpreisen orientieren und damit mindestens stabil bleiben, während der Rohölpreis in den USA vermutlich leicht steigen würde. Die bisher enorme Marge der Raffinerien durch günstige Rohstoffe und teure Produkte würde sich dann verringern – eine beachtliche Motivation für die Branche, diesem Trend entgegen zu wirken. Ohnehin scheint es unwahrscheinlich, dass das Verbot in nächster Zeit aufgehoben wird. Dafür müsste der US-Kongress einen entsprechenden Entschluss fassen. Eher in Reichweite ist eine Ausweitung der neuen Interpretation von Rohölprodukten im Kontrast zu unraffiniertem Rohöl.
Für deutsche Verbraucher ändert sich vorerst also wenig, außer der erfreulichen Aussicht auf potentiell stabile Preise bei Kraftstoffen und Heizöl, sollten alle anderen Faktoren, wie Krisen in den Förderländern ebenfalls unverändert bleiben.
Die Weltwirtschaft wächst beträchtlich und braucht dafür immer mehr Öl.
2015: Größere Nachfrage könnte Heizöl verteuern
(15. Juli 2014) Die Weltwirtschaft wächst beträchtlich und braucht dafür immer mehr Öl. Laut dem Portal nachrichten.at rechne die Internationale Energieagentur (IEA) für 2014 mit einer Steigerung der Rohölnachfrage um 1,4 Millionen Barrel pro Tag auf 92,7 Millionen Barrel. Gleichzeitig bleibe die Produktion in den OPEC-Ländern derzeit stabil bei 30 Millionen Barrel pro Tag. Sollte sich diese Stabilität fortsetzen, oder die Kämpfe sich, beispielsweise im Irak, weiter ausdehnen und negativ auf die Förderung auswirken, kann die erhöhte Nachfrage zu einem Preisanstieg in 2015 führen, den auch der Endverbraucher beim Heizölkauf spüren würde.
Der libysche Anteil am deutschen Rohölimport sank seit 2013 vün über 10 auf unter ein Prozent.
Libyen öffnet Ölhäfen – Preise geben weiter nach
(10. Juli 2014) Die Preise für Rohöl bleiben weiter stabil und tendieren eher dazu, zu sinken. Der Brentölpreis verlor vergangene Woche 2,3 Prozent, was, wie Commerzbankanalyst Eugen Weinberg erklärt, der stärkste prozentuale Wochenverlust seit Beginn des Jahres sei. Der Preisdruck erklärt sich Weinbergs Analyse zufolge durch die Wiederöffnung der beiden größten Ölhafen Libyens in Es Sider und Ras Lanuf. Dort sollen zusammen bis zu 500.000 Tonnen Barrel Rohöl täglich verladen werden können. Mit einer Produktion von lediglich 200.000 Barrel pro Tag verursachte Libyen im Juni die Hälfte aller ungeplanten Produktionsausfälle der OPEC-Länder. Die Fördereinbußen sind das Ergebnis von Streiks und Unruhen in Libyen seit Gaddafis Sturz in 2011.
Mit der Erwartung mehr libyschen Öls geben die Börsenpreise vorerst weiter nach. In der Prognose für die zweite Jahreshälfte rechnen OPEC und IEA mit einer steigenden Nachfrage und einem geringeren Produktionsanstieg, welchen das Mehrangebot libyschen Öls auf den Markt ausgleichen könnte. Der Ölmarkt dürfte sich also weiter entspannen. Da der Heizölpreis bisher immer stark auf den Börsenpreis reagierte, wiird auch dieser hierzulande stabil bleiben oder weiter fallen.
Nach Zahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zählte Libyen 2013 noch zu den vier größen Lieferanten für Deutschland. 2014 liegt es auf Rang 13 von 19. Die Rohölimporte aus Libyen fielen im ersten Jahresdrittel 2014 um 82,7 Prozent geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Der libysche Anteil am deutschen Rohölimport im April sank von über 10 Prozent in 2013 auf unter ein Prozent 2014. Diesen April importierte Deutschland nur noch 65.989 Tonnen Rohöl aus Libyen. Im April 2013 waren es noch 800.868 Tonnen – ein Rückgang um 91,8 Prozent.
Neben dem ursprünglich großen Importvolumen zeichnet libysches Öl auch eine besonders gute, wenn nicht die beste Qualität aus, da es beispielsweise einen geringeren Schwefelanteil und geringe Dichte besitzt und sich somit leichter und zu hochwertigeren Produkten verarbeiten lässt. Einige Raffinerien haben sich teilweise oder vollständig auf diese Qualität eingestellt und sind auf Importe hoher Qualität angewiesen.
Im Mai kostete Heizöl 5 % weniger als im Vorjahresmonat.
Günstigere Ölimporte färben auf Heizöl-Preis ab
(7. Juli 2014) Nach den Erhebungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wurden im Mai 2014 mit 7,4 Millionen Tonnen 4,4 Prozent weniger Rohöl importiert als im Vorjahresmonat. Zudem war auch der Preis um 0,3 Prozent geringer. Gegenüber April 2014 stieg der Preis allerdings um 2,2 Prozent auf 593,91 Euro pro Tonne an. Insgesamt zahlte Deutschland im Mai 4,4 Milliarden Euro für Rohölimporte.
Im Vergleich der Monate Januar bis Mai 2013 und 2014 liegt der Preis in diesem Jahr um 4,6 Prozent niedriger als 2013. Auch die gesamtdeutsche Rohölrechnung fiel um 1,4 Milliarden günstiger aus, aber auch die Rohöleinfuhren waren, bedingt durch den milden Winter, um 1,6 Prozent geringer. Die fünf wichtigsten Rohöllieferanten für Deutschland sind nach wie vor Russland, Norwegen, Großbritannien, Kasachstan und Nigeria.
Die Verbraucherpreise in diesem Jahr liegen deutlich unter denen des letzten Jahres und spiegeln damit die inernationale Preisentwicklung wider. Nach den Daten des Brennstoffspiegels zahlten Heizölkunden im Mai 2013 zwischen 83 und 85 Euro für 100 Liter Heizöl bei einer Liefermenge von 3000 Litern. In diesem Jahr bewegten sich die Preise dafür zwischen 78,60 bis 80,50 Euro, das entspricht einem Preisrückgang von ca. 5 Prozent.
Zukunft der Speichertechnologie muss überprüft werden
Ölpfützen bei Münster: Ursache ist Leck an Rohölleitung
(2. Juli 2014) Nach umständlicher Suche konnte im Öl-Kavernenfeld Gronau-Epe in der Nähe von Münster, die Ursache der Ölpfützen auf den Kuhweiden ermittelt werden: Wie vermutet besteht ein Leck an den Rohrleitungen. Wie die „Westfälischen Nachrichten“ und „Die Glocke“ berichten ist die Ursache der Leckage noch immer nicht geklärt. Die beschädigte Rohäleitung sei 40 Jahre alt befinde sich in 2017 Metern Tiefe. Möglicherweise seien Gesteinsverschiebungen im Untergrund der Auslöser für Risse in der Tonschicht.
Die Zuverlässigkeit des restlichen Rohrsystems soll durch eine weitere Prüfung mit Spezialgas sichergestellt werden. Die zentrale Frage ist, wie das Öl durch die als undurchlässig eingeschätzten Tonschichten, die die Leitungen umgeben, an die Oberfläche gelangen konnte. Gerade dieser Fakt ist entscheidend für die Zukunft der Speichertechnologie. Sollten sich Schwachstellen im Speichersystem aufzeigen, müsste die Technologie grundlegend überdacht werden. Bisher werden ausgebeutete Salzstöcke aufgrund ihrer Stabilität und Wasserdichte als ideale Lagerstädten für sicherheitsrelevante Stoffe betrachtet.
Wilhelm Wagner, Abteilungsleiter Bergbau und Energie bei der Bezirksregierung Arnsberg, erklärt den schleppenden Verlauf der Ursachenforschung mit der Einmaligkeit des Vorfalls, der dadurch eine enorme Herausforderung darstelle. Zwischenzeitlich war das Ölleck sogar Thema im Landtag von NRW.
Im Kavernenfeld bestehe derzeit keine Gefahr eines Ölaustritts mehr, da mittels der Druckminderung in den Kavernen kein Öl aus potentiellen Lecks austreten würde. Auch die zwei weiteren Ölkavernen gleicher Bauart auf dem Gebiet wurden vorsorglich druckentlastet. Über 75 weitere Gaskavernen im Feld werden aufgrund jüngeren Alters und anderen Systems als nicht gefährdet eingestuft. Trotzdem würden auch diese präventiv überprüft. Die Summe des Gesamtschadens sei derzeit noch nicht zu beziffern.
Der Anlagenbestand in Heizungskellern bedarf dringend einer Modernisierung.
71 Prozent aller deutschen Öl- und Gasheizungen ineffizient
(1. Juli 2014) Die Energiewende voranbringen – eines der zentralen Themen der aktuellen politischen Diskussion. Dabei geht es um Windparks, großflächige Solarkraftwerke oder Biogasanlagen. Was allzu häufig vergessen scheint ist die Relevanz der Wärmeerzeugung in Gebäuden. Wie der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) und der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks Zentralinnungsverband (ZIV) als Ergebnis ihrer Erhebungen mitteilen, entfällt gut ein Drittel des deutschen Endenergieverbrauchs auf Heizungen und Warmwasserbereitungen in Gebäuden. Diese Heizanlagen haben enormen Modernisierungsbedarf.
Nach Zahlen des BDH und ZIV sind 71 Prozent der in Deutschland installierten Heizsysteme unzureichend effizient, darunter vor allem Öl- oder Gas-Heizwertkessel. Demnach sind nur 19 Prozent der deutschen Heizungen tatsächlich effizient und nur 17 Prozent nutzen zusätzlich erneuerbare Energien. Effizienter als Heizwertkessel wären beispielweise Heizkessel mit Brennwerttechnologie. Als optimal wird derzeit die Kopplung mit erneuerbaren Energien, vor allem mit Solartechnik, angesehen.
Der Anlagenbestand in Heizungskellern bedarf also dringend einer Modernisierung. BDH und ZIV sehen hier vor allem die Politik in der Pflicht größere Anreizsysteme zu schaffen, damit letztendlich die Emissionen sinken und die Energiewende gelingt. Gut 13 Prozent des jetzigen Energieverbrauches in der Bundesrepublik könnten durch Heizungsmodernisierungen eingespart werden. Den Verbrauchern zeigen die Verbände zudem auf, dass eine Modernisierung nachhaltig positive Effekte auf die Heizkosten haben und langfristig bares Geld eingespart werden kann.
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