Archiv: Meldungen im 1. Quartal aus 2016
Hier finden Sie ältere News zum Thema Heizöl

Rohöl wird um 32 % günstiger, Endverbraucherpreise sinken um 38 %
Januar: Heizöl-Absatz geht um 4,4 % zurück
(30. März 2016) Der Heizölabsatz ist nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,4 % auf 1,77 Millionen Tonnen gesunken. Ein Grund könnte die milde Witterung im Januar sowie die ununterbrochen seit Juni 2014 sinkenden Preise sein, bei denen sich Verbraucher mit Heizöl eingesetzt haben und so für hohe Füllstände in den heimischen Tanks sorgen.
Foto: Urbansky / EnWiPo
Im gleichen Zeitraum fiel der Importpreis für Rohöl um 32 % auf 224,48 Euro pro Tonne. Das korrespondiert mit der Entwicklung der Endverbraucherpreise. Nach Angaben des Magazins Brennstoffspiegel gingen die Heizölpreise zwischen Januar 2014 und 2015 um 38 % auf 3,60 Eurocent je kWh zurück.
Heizen mit Öl um 40 % günstiger als mit Gas
(29. März 2016) Der Energieverbrauch lag im zu Ende gehenden Winter nahezu auf dem Niveau des letzten Winters. Das berichtet das Vergleichsportal Verivox.
Foto: Urbansky / EnWiPo
Dennoch waren die Heizkosten stark vom jeweiligen Brennstoff abhängig. So verringerten sich dem Bericht nach die Heizkosten mit Öl um 29 %, mit Gasheizung jedoch lediglich um 3 %. So kostete die Wärmeversorgung eines durchschnittlichen Einfamilienhaus von Oktober bis März bei Heizöl 679 Euro, bei Gas waren es 949 Euro. Heizen mit Gas war demnach um rund 40 % teurer als mit Öl.
Gegenüber Januar deutet sich jedoch eine Teuerung an
Erzeugerpreise Februar: Heizöl 40 % günstiger als vor einem Jahr
(23. März 2016) Kommt jetzt die Trendwende beim Heizölpreis? Die aktuellen Erzeugerpreise des Statistischen Bundesamtes, ein wichtiger Indikator für die künftige Kostenentwicklung für Endverbraucher, legen dies nahe. Zwar kostete Heizöl in der Produktion im Februar diesen Jahres 40 % weniger als 12 Monate zuvor. Doch gegenüber dem Vormonat Januar gab es schon eine leichte Teuerung von 3,8 %.
Dies schlägt sich bereits in den aktuellen Verbraucherpreisen für März nieder. Lag der durchschnittliche Preis für Endverbraucher im Februar noch bei rund 41 Eurocent je Liter (bei einer Gesamtbestellmenge von 3000 Litern, mehr hier auf dem Portal tecson.de), so steigt der Preis aktuell auf rund 45 Eurocent – immerhin eine Teuerung von rund 9 %.
Erdgas zeigt eine andere Entwicklung. Für Haushalte sanken die Kosten binnen Jahresfrist um 2,3 %, gegenüber dem Vormonat um 0,2 %. Strom hingegen blieb nahezu stabil. Er fiel gegenüber Februar 2015 um 0,1 %. Verglichen mit dem Vormonat stieg er um 0,1 % an.
Heizöl bleibt günstigste Heizenergie
(21. März 2016) Trotz des seit Mitte Februar anhaltenden Preisanstiegs bleibt Heizöl auch im März die günstigste Wärmeenergiequelle. Das berichtet der Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV)in seinem monatlichen Preisvergleich.
Demnach kostet Heizöl aktuell 4,39 Eurocent je kWh, die Pellets sind mit 4,79 Eurocent rund 9 % teurer und Erdgas mit 6,45 Eurocent um 32 %. Erstmals war Heizöl durch den Preisverfall im November letzten Jahres günstigster als Pellets. Die aktuell zu beobachtenden Preisanstiege bei dem Mineralölprodukt lassen jedoch erwarten, dass dieser Vorteil demnächst wieder verloren geht.
Tipps: So wird der Heizöltank sicher
(16. März 2016) Der Schutz des Grund- und Trinkwassers ist Hintergrund für die Verordnungen zur Sicherheit der Heizöl-Technik. Insbesondere die Tanks als Vorratslager stehen hier im Mittelpunkt.
Bei alten Heizöltanks aus Stahl lohnt sich in aller Regel eine Sanierung nicht. Sie sollten gegen moderne Kunststofftanks ausgetauscht werden. Foto: Urbansky / EnWiPo
Der Bundesverband Behälterschutz/Gütegemeinschaft Tankschutz & Tanktechnik (bbs/gt) empfehlen für die ausreichende Sicherheit der Tanktechnik folgendes:
- Bei doppelwandigen Tanks mindestens einmal jährlich die Funktion des Leckanzeigegerätes (Prüftaste für Kontrollampe, Signalhorn, u.a.) durch zugelassenen Fachbetrieb überprüfen.
- Bei einwandigen Tanks Auffangraum mindestens vierteljährlich sowie nach jeder Tankbefüllung kontrollieren.
- Beim Befüllen des Tanks Entlüftungsstutzen und Tank beobachten.
- Grenzwertgeber, die vor 1984 eingebaut wurden, austauschen.
- Rücklaufleitung vom Ölbrenner zum Tank stillegen und Ölzufuhr auf "Einstrangsystem" umbauen. Liegt der maximal zulässige Flüssigkeitsspiegel im Tank höher als die Saugleitung, sollte ein Heberschutzventil eingebaut werden.
- Einwandige Stahlblechbatterietanks gegen Kunststofftanks austauschen. Tanks, auch doppelwandige, mit Innenschutz versehen
- Tank alle 5 Jahre reinigen und die Tankinnenwände untersuchen. Bei Leckschutzauskleidung sowie Kunststofftanks genügt eine Tankreinigung durch Spülung.
- Einwandige Tanks bei nächster Tankreinigung prüfen, ob der Auffangraum noch dicht ist.
Bei Arbeiten an Heizöltankanlagen: Wenden Sie sich stets an einen zugelassenen Fachbetrieb nach § 19 l WHG.
Großhandel: Heizöl im Februar deutlich günstiger
(15. März 2016) Im Februar sanken die Großhandelspreise für feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse, zu denen auch Heizöl gehört, um 15,1 %. Das berichtet das Statistische Bundesamt. Diese Entwicklung korrespondiert auch mit der Preisentwicklung für Endkunden. Die reinen Heizölpreise sanken im Februar, verglichen mit dem Vorjahresmonat, sogar um 33,6 % (wir berichteten).
Foto: MWV
Gegenüber Januar 2016 fielen sie um 3,9%. Hier gaben die Heizöl-Preise jedoch nur unwesentlich um 0,5 % nach. Diese Entwicklung wird sich für den März ins Gegenteil umkehren. Nach dem absehbaren Anstieg der Preise im Großhandelspreise dürften auch die für Endverbraucher ansteigen – zum ersten Mal seit Mai letzten Jahres.
Sanieren trotz niedriger Heizölpreise
(14. März 2016) Im Februar dieses Jahres hatten Heizölkunden gegenüber Gasheizern im bundesweiten Durchschnitt 88 Prozent an Heizkosten eingespart, so der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH).
Foto: ZVSHK
Ob ein solch großer Preisvorteil noch lange bestehen wird, ließe sich aufgrund der vielen Einflussfaktoren auf den Ölpreis nur schwer voraussagen. Verbraucher, die langfristig Geld einsparen wollen, sollten deswegen auf eine Sanierung setzen. Ein modernes, hocheffizientes Brennwertgerät benötige, auch in Kombination mit einer Solarthermieanlage, deutlich weniger Heizöl als die oftmals über 20 Jahre alten Geräte, die in immer noch deutschen Kellern stünden, so der VEH.
Billiges Heizöl drückt Inflation im Februar auf 0
(11. März 2016) Die sinkenden Energiekosten, insbesondere für Mineralölprodukte wie Heizöl, drückten die Inflationsrate im Februar auf 0 %. Das berichtet das Statistische Bundesamt.
Foto: Urbansky /EnWiPo
Demnach verbilligten sich binnen Jahresfrist Heizöl um 33,6 %, Flüssiggas um 17 %, Fernwärme um 9,4 % und Erdgas um 2,5 %. Im Vergleich zum Vormonat Januar 2016 gingen die Verbraucherpreise ebenfalls, aber nur leicht zurück. Heizöl gab um 0,5 % nach, Fernwärme um 0,8 % und Erdgas um 0,2 %.
Importpreise für Rohöl sinken im Januar um 32 %
(9. März 2016) Die Importpreise für Rohöl gingen im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um 32 % auf 224,53 Euro je Tonne zurück. Das berichtet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Das korrespondiert mit dem Rückgang bei den Heizölpreisen. Die sanken im gleichen Zeitraum von 4,97 Eurocent je Liter auf 3,60 Eurocent. Das entspricht einem Rückgang von 38 %.
Russland bleibt auch zu Jahresbeginn mit Abstand größter Öl-Importeur nach Deutschland. Foto: Rosneft
Im Januar führte Deutschland 7,4 Millionen Tonnen Rohöl ein, das waren 4,6 % weniger als ein Jahr zu vor. Die 5 wichtigsten von insgesamt 21 Lieferländern waren im Jahr 2016 die Russische Föderation (2,5 Millionen Tonnen), Großbritannien (0,9 Millionen Tonnen), Norwegen (0,9 Millionen Tonnen), Aserbaidschan (0,8 Millionen Tonnen) und Kasachstan (0,6 Millionen Tonnen). 24,4 % der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen; 16,5 % wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.
Billiges Heizöl bremst Wärmewende
(7. März 2016) Der niedrige Heizölpreis behindert die Wärmewende. Das verdeutlicht ein Bericht des Magazins BIZZenergy. Bisher führte das billige Öl schon zu einem Absatzplus bei Ölheizungen von 30 % (wir berichteten). Solarthermische Anlagen hingegen gingen zurück. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) fordert nun dem Bericht nach, Kohlendioxid deutlich zu verteuern und Zuschüsse für die Installation von Heizungen künftig an erneuerbare Energien zu knüpfen. Derzeit unterstützt die Förderbank KfW mit ihrem Programm 430 auch den Einbau einer modernen Öl- oder Gasheizung.
Einfüllstutzen eines Heizöltanks. Ein Umstieg aus rein preislichen Gründen lohnt derzeit nicht. Foto: Geralt
Aber auch die Gasheizung kommt bei einer Vergleichsrechnung des Berichtes eher schlecht weg. 3.000 Liter Heizöl, etwa der Jahresverbrauch eines Einfamilienhauses, gebe es derzeit für weniger als etwa 1.200 Euro. Eine energieäquivalente Menge Erdgas würde mit über 2.000 Euro zu Buche schlagen, eine Holz-Pellet-Heizung mit rund 1.500 Euro. „Wer derzeit einen Öltank im Keller stehen hat“, so der Bericht, „überlegt sich dreimal, ob er den Austausch angesichts vieler Hundert Euro Ersparnis pro Jahr wirklich gerade jetzt in Angriff nehmen sollte.“
Preise für Endverbraucher gingen noch stärker zurück
Großhandelspreise: Heizöl auch im Januar deutlich günstiger
(2. März 2016) Die Großhandelspreise für feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse fielen im Januar um 9,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Gegenüber Dezember 2015 fielen sie um 3,9%. Das berichtet das Statistische Bundesamt.
Foto: Total GmbH
Noch stärker war der Rückgang bei den Endverbraucherpreisen für das Mineralölprodukt Heizöl. Binnen Jahresfrist fielen die Kosten hierfür nach Berechnungen des Portals tecson.de von rund 56 Eurocent je Liter (bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern) auf rund 40 Cent im Janaur 2016. Das entspricht einer Preisminderung von 28,5 %. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2015 gaben die Preise um 11,2 Prozent nach.
Die geringen Preisnachlässe bei den Großhandelspreisen könnten ein Indikator für zukünftig stabile oder sogar steigende Kosten für Heizöl sein. Aktuell steigen die Preise tatsächlich an – wenn auch auf sehr niedrigem Niveau.
BGH: Heizöl-Lieferant bei defektem Tkw haftbar
(29. Februar 2016) Wenn es bei einer Heizöl-Lieferung durch einen defekten Schlauch zu Schäden an Grundstück und Haus des zu beliefernden Kunden kommt, ist der Halter des Tankwagens sowie dessen Versicherer haftbar. Das betätigte der Bundesgerichtshof in einem aktuellen Urteil (BGH, 08.12.2015, Az. VI ZR 139/15). Die Richter griffen damit auf ein Urteil aus dem Jahre 1978 zurück, als ein ähnlicher Sachverhalt verhandelt wurde.
Foto: Urbansky / EnWiPo
Im aktuellen Fall wurde ein Schlauch an den Tank des Kunden und späteren Klägers angeschlossen. An einer undichten Stelle des Tankwagens jedoch trat Heizöl aus, spritzte an die Fassade des Kunden und drang ins Erdreich ein. Der BGH bestätigte nun, dass ein Anspruch des Klägers bestehe, da sich der Tankwagen in Betrieb und im öffentlichen Verkehrsraum befand und außerdem die Straße mit Öl verschmutzte.
Deutschland braucht 2015 rund 3,7 % weniger Heizöl
(25. Februar 2016) In Deutschland wurden 2015 rund 16,19 Millionen Tonnen Heizöl abgesetzt. Das sind 3,7 % weniger als im Vorjahr. Das berihtt das Bundesamt für Wirtscahft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Davon entfielen 15,6 Millionen Tonnen auf die schwefelarme Variante, die um 2,5 % zulegen konnte. Obwohl die Witterung während der Heizperiode kühler war, ist der schrumpfende Absatz auf die bereits 2014 gut gefüllten Tanks zurückzuführen. Damals füllten die Verbraucher aufgrund der Seit Juni 2014 fallenden Preise ihre Tanks auf. Die zwei relativ milden Winter seitdem sorgten für weniger Verbrauch, so dass die privaten Füllstände hoch bleiben.
Foto: VEH
Deutschland verbrauchte jedoch 2015 generell mehr Mineralölprodukte. Deswegen stiegen die Einfuhr von Rohöl auch um 2,1% auf 91,3 Millionen Tonnen. Gleichzeitig gingen die Importpreise für Rohöl um 35,9 % zurück. Das entspricht in etwa auch den Nachlässen beim Produkt Heizöl. Dessen Preis sank im Jahresverlauf nach Angaben des Fachmagazins Brennstoffspiegel von 4,79 Eurocent je kWh zu Jahres beginn 2015 auf 3,60 Eurocent nach 12 Monaten - ein Rückgang um 33 %.
Erzeugerpreise für Heizöl fallen im Januar um 28,7 %
(22. Februar 2016) Die Erzeugerpreise, ein wesentlicher Indikator für die künftige kurzfristige Preisentwicklung bei den Endkundenpreisen, gaben auch im Januar im Energiesektor deutlich nach, und zwar um 7,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat und um 2,5 % gegenüber dem Dezember 2015.
Das berichtet das Statistische Bundesamt. Dabei gab es folgende Veränderungen:
|
Veränderung gegenüber |
Veränderung gegenüber Dezember 2015 in % |
|
| Heizöl | -28,7 | -10.6 |
| Erdgas | -2,2 | -1,3 |
| Hahshaltsstrom | -0,2 | +0,5 |
Damit dürfte einer weiterhin äußerst günstigen Preisentwicklung bei den Heizöl-Endkundenpreisen nichts im Wege stehen. Diese Entwicklung hat sich im Februar bereits bestätigt und dürfte sich fortsetzen.
Trifft für Öl-, Gas- und Fernwärmeheizungen gleichermaßen zu
Forscher wollen verständliche Heizkostenabrechnungen
(19. Februar 2016) Der Winter ist bald vorbei und es naht die Zeit der Heizkostenabrechnung. Diese ist gerade für Mieter oft unverständlich, vor allem, wenn es sich um leitungsgebundene Energien wie Gas oder Fernwärme handelt. Aber auch bei Ölheizungen kann die Abrechnung unnötig kompliziert sein. Das wiederum ist hinderlich für den Klimaschutz und natürlich kann es den Geldbeutel der Mieter unnötig belasten.
Deswegen fordert das Forschungsprojekt „Informative und transparente Heizkostenabrechnung als Beitrag für den Klimaschutz“ im Auftrag des Bundesumweltamtes verständlichere Heizkostenabrechnungen.
Die Forscher empfehlen standardisierte Abrechnungen. Neben einem standardisierten Aufbau sollten Informationen über den energetischen Zustand des Gebäudes, ein Vergleich mit Daten aus Vorjahren sowie die Möglichkeit für die elektronische Weitergabe der Daten durch die Empfänger in der Abrechnung enthalten sein. Damit könnten durchschnittliche Haushalte ihre Heizkosten um 25 bis 50 Euro pro Jahr senken bei Mehrkosten von nur 15 Euro. Dies entspräche bei rund 18 Millionen betroffenen Haushalten 468 bis 935 Millionen Euro. Die jährlichen CO2-Emissionen Deutschlands würden laut Forschungsbericht um 1,7 bis 3,3 Millionen Tonnen pro Jahr sinken.
Heizöl im Januar um 24,3 % günstiger
(18. Februar 2016) Wie schon in den Vormonaten wirkte insbesondere die Preisentwicklung bei den Energiekosten auf die Inflationsrate in Deutschland, und zwar dämpfend. Sie lagen um 5,8 % unter Vorjahresniveau. Das berichtet das Statistische Bundesamt.
Foto: Total GmbH
Unter der Haushaltsenergie waren die Preisentwicklungen bei Heizöl (−24,3 %) und bei Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (−9,4%) besonders verbraucherfreundlich. Erdgas gab um 2,4 % nach. Im Vergleich zum Dezember 2015 sanken die Preise für leichtes Heizöl um 13,5% und für Erdgas um 1,4 %.
Ölheizkessel 2015 mit deutlichem Absatzplus
(10. Februar 2016) Die Wärmewende hin zu Erneuerbaren Energien kommt nicht recht voran. Nachdem jahrelang ein Modernisierungsstau zu verzeichnen war und aktuell immer noch über 70 % aller Heizungen zu alt sind, machte sich hier 2015 eine leichte Belebung am Markt bemerkbar, sicher auch hervorgerufen durch das seit April letzten Jahres geltende neue Marktanreizprogramm, das den Austausch alter Heiztechnik deutlich besser und einfacher fördert als bisher (mehr zu den Fördermöglichkeiten in diesem Jahr hier).
Absatzgewinner im Heizungskeller: Fossile Wärmeerzeuger. Foto: BDH
Doch davon profitierten nach vorläufigen Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) vor allem die Ölheizungen. Hier legte der Absatz der Brennwertgeräte um 30 % auf 60.500 zu. Auch Gas-Brennwerttechnik verzeichnet ein Plus von 4 % auf 429.000 Geräte. Erneuerbare Energieformen wie Pelletheizungen (13.000 Stck, -15 %) und Wärmepumpen (56.000, - 3 %) sowie Solarthermie (-13 %, bezogen auf die installierte Fläche 780.500 Quadratmetern) gingen teils drastisch zurück.
Dezember: Rohöl und Heizöl günstiger
(9. Februar 2016) Die Importpreise für Rohöl sind im Dezember letzten Jahres gegenüber dem Vorjahresmonat um 33,1 % auf 276,16 Euro je Tonne gesunken. Das berichtet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Im gleichen Zeitraum sanken nach Angaben des Fachmagazins Brennstoffspiegel die Heizölpreise um 14,5 %. Gegenüber dem Vormonat November 2015 sank der Rohöl-Preis immerhin noch um 8,8 %. Hier gaben die Heizölpreise sogar um 15,5 % nach.
Russland blieb im vergangenen Jahr mit Abstand größter Öl-Importeur nach Deutschland. Foto: Rosneft
Bezogen auf das Gesamtjahr 2015 sanken die Importpreise sogar um 35,9 %. Insgesamt brauchte Deutschland mehr Rohöl. Die Einfuhren steigen um 2,1 % auf 91,3 Mio. Tonnen. Die 5 wichtigsten von insgesamt 33 Lieferländern waren im Jahr 2015 die Russische Föderation (32,6 Mio. Tonnen), Norwegen (12,5 Mio. Tonnen), Großbritannien (10,0 Mio. Tonnen), Nigeria (6,7 Mio. Tonnen) und Kasachstan (6,4 Mio. Tonnen).
Öltank: Hausbesitzer als Betreiber verantwortlich
(4. Februar 2016) Die Verantwortlichkeiten für den Heizöltank im Keller wird derzeit noch im Wasserrecht der Länder geregelt. Seit 2014 plant die Bundesregierung jedoch eine neue Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV), die bundesweit gelten soll und eventuell in diesem Jahr verabschiedet wird. Bis dahin gelten die bisherigen Bestimmungen. Und danach ist der Hausbesitzer in aller Regel auch der Betreiber des Heizöltanks. Er hat für
- Einbau
- Aufstellung
- Instandhaltung
- Instandsetzung
- Reinigung
einen Fachbetriebe nach Wasserrecht zu beauftragen.
Bei einem solchen altehrwürdigen Heizöltank sollte ein Betreiber dringend über seine Pflichten nachdenken und Rat von einem Sachverständigen einholen. Foto: Urbansky / EnWiPo
Die Dichtheit und Funktionsfähigkeit der Anlage ist von ihm hingegen selbst zu überwachen und hat für folgende Überprüfungen einen Sachverständigen zu beauftragen:
- vor Inbetriebnahme oder nach einer wesentlichen Änderung,
- spätestens fünf Jahre, bei unterirdischer Lagerung in Wasser- und Quellenschutzgebieten spätestens zweieinhalb Jahre nach der letzten Überprüfung,
- vor der Wiederinbetriebnahme einer länger als ein Jahr stillgelegten Anlage,
- wenn die Prüfung wegen der Besorgnis einer Wassergefährdung angeordnet wird,
- wenn die Anlage stillgelegt wird.
In Zweifelsfällen sollten immer Fachbetriebe nach Wasserrecht oder anerkannte Sachverständige hinzugezogen werden. Sie geben dem Betreiber die notwendige Sicherheit bei der Erfüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Pflichten. Die aktuell im Umbruch befindliche Gesetzes- und Verordnungslage ist im Bereich Aktuell "Wasserrecht" dargestellt.
Falls die neue AwSV in Kraft tritt, wird sich aller Voraussicht nach an diesen Punkten wenig ändern.
Weitere Tipps finden sich hier beim Bundesverband Behälterschutz / Gütegemeinschaft Tankschutz und Tanktechnik.
Fördermöglichkeiten beim Öl- und Gasheizungstausch
(2. Februar 2016) Wer vor dem Tausch seiner alten Öl- und Gasheizung steht, kann seit diesem Jahr mit einem höheren Zuschuss vom Staat rechnen.
Foto: BDH
Möglich wird dies zum einen bei einer Kombination einer neu zu installierenden Heizung mit Solarthermie oder einer anderen erneuerbaren Wärmequelle durch das Marktanreizprogramm (MAP). Hier ist durch das BAFA ein Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro möglich, der sich um einen 20%igen Zusatzbonus des bisherigen MAP-Förderbetrags für den Heizungsaustausch und um einen Zuschuss von 600 Euro für Heizungsoptimierung erhöhen kann.
Zudem fördert die KfW einen Heizungstausch bei Öl und Gas direkt, und zwar mit 15 % der Investitionssumme. Bisher waren es 10 %. Voraussetzung ist Brennwerttechnik, die jedoch inzwischen Standard ist. Anträge hierfür können ab 1. April 2016 direkt bei der KfW gestellt werden.
Erzeugerpreise für Heizöl 2015 stark gesunken
(29. Januar 2016) Die Erzeugerpreise für Mineralölprodukte, ein wichtiger Indikator für die künftige Preisentwicklung bei den Endverbrauchern, sank im Jahresdurchschnitt 2015 gegenüber dem Vorjahr um 14,8 %. Für Haushalte sanken die Erdgaspreise um 1 %. Das berichtet das Statistische Bundesamt.
Im Vergleich mit dem Vorjahresmont Dezember 2014 und dem Vormonat November 2015 ergaben sich für den vergangenen Dezember folgende Veränderungen bei Haushaltsenergie:
| Energieträger |
Veränderung in % gegenüber Dezember 2014 |
Veränderung in % gegenüber
November 2015 |
| Leichtes Heizöl | – 28,3 | – 21,1 |
| Flüssiggas | – 12,9 | 10,9 |
| Elektrischer Strom | – 1,2 | 0,0 |
| Erdgas | – 0,9 | – 0,2 |
Aufgrund dieser Entwicklung ist auch kurzfristig von weiterhin niedrigen Heizölpreisen auszugehen, während Erdgas eher preisstabil bleiben wird und Flüssiggas leicht steigen könnte.
Ursache sind hohe Füllstände nach milden Wintern und günstige Preise
Deutsche verbrauchen weniger Heizöl
(26. Januar 2016) Von Januar bis November 2015 wurden in Deutschland 14,66 Millionen Tonnen Heizöl abgesetzt. Das sind nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 4,3 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Ein Grund sind die mit 75 % von Experten sehr hoch eingeschätzten Füllstände in den heimischen Tanks nach zwei milden Wintern in Folge sowie die fallenden Preise für Heizöl seit Juni 2014, die Ölheizer zur Bevorratung nutzten.
Foto: Total GmbH
Der durchschnittliche Importpreis für Rohöl sank im gleichen Zeitraum verglichen mit 2014 um 36,1 % auf 363,87 Euro je Tonne. Ein Großteil davon wurde nach den Statistiken des Portals tecson.de mit rund 30 % an die Verbraucher weitergegeben.
Preisvergleich zwischen mehreren Anbietern dennoch empfohlen
Verbraucherschützerin: Heizölmarkt funktioniert
(22. Januar 2016) Die derzeit sinkenden Rohölpreise kommen zügig beim Verbraucher an. Das schätzt Christina Wallraf, Energieexpertin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, in einem Gespräch mit dem Deutschlandfunk ein. „Beim Heizöl haben wir in der Tat einen Markt, der sehr gut funktioniert, und deshalb geben Heizölhändler auch sehr schnell die Preise der Börsen auch an die Verbraucherinnen und Verbraucher weiter“, so Wallraf in dem Interview.
Foto: VEH
Dennoch rät sie zum Preisvergleich bei mehreren Händlern. Manche Händler änderten ein-, zweimal am Tag die Preise. So könne man vielleicht noch mal 5 % sparen. Kurzfristig sieht sie zudem weiter fallende Heizöl-Preise, die auf das gesamte Jahr 2016 nicht weiter steigen dürften.
Heizölpreise gaben 2015 um 23 % nach
(20. Januar 2016) Die niedrige Inflationsrate für das vergangene Jahr von lediglich 0,3 % ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vor allem auf die geringeren Energiekosten zurückzuführen. So sank der Preis für Heizöl gegenüber dem Vorjahr um 23,1 %. Fernwärme wurde um 5,6 % günstiger, Erdgas um 1,5 % und Strom um 0,8 %.
Foto: Urbansky / EnWiPo
Im Dezember 2015 fielen die Energiepreise ebenfalls – verglichen mit dem Vorjahresmonat. Heizöl gab um 23,3 % nach, Fernwärme um 9,2 % und Erdgas um 1,2 % und Strom um 1,1 %.
Heizölpreise mit Nachlässen von 21 %
Großhandelspreise: Mineralölerzeugnisse 2015 um 13,8 % günstiger
(18. Januar 2016) Im Großhandel sanken 2015 die Preise für Mineralölerzeugnissen wie Heizöl um 13,8 %. Das berichtet das Statistische Bundesamt. Verglichen mit dem Vorjahresmonat Dezember sanken die Preise um 11,7 % und damit ähnlich stark wie schon im November. Die Verbraucher profitierten davon sogar in höherem Maße.
Foto: MWV
Nach den Erhebungen des Portals tecson.de gingen die Heizölpreise sogar um 21 % zurück. Ähnliches gilt im Vergleich auch für den gesamten Jahreszeitraum. Aufgrund er aktuellen Entwicklungen am Rohölmarkt können sich Verbraucher zudem weiterhin über zumindest stabil niedrige Heizölpreise freuen (mehr dazu hier).
Experte: Ölpreis fällt auf 10 Dollar
(14. Januar 2016) Der Preis für das Fass Rohöl könnte bald bei 10 US-Dollar liegen – noch mal 20 Dollar unter den aktuellen Preisen. Das schätzt nach einem Bericht der Tageszeitung Die Welt Paul Horsnell, Rohstoffexperte von der Bank Standard Chartered. Bisherige Prognosen gingen von einem Tiefststand von 20 Dollar aus. Für die Analyse führt der Experte folgende Fakten an: Den Preiskrieg innerhalb der OPEC, der von Saudi-Arabien mittels ungebremster Förderung angefeuert wird, die Krise und damit mangelnde Nachfrage in China und die Reserven an Rohöl, die sich aktuell in den USA auf Rekordhöhen befinden. Ein wachsendes Angebot findet also keinen Markt, der zudem vollkommen übersättigt wäre.
Grafik: Geralt
Für Heizöl- wie auch alle anderen Kunden von Mineralölprodukten wird das zumindest für dieses Jahr dauerhafte Tiefpreise bedeuten. Aktuell notiert der Preis für Heizöl bei rund 40 Euro je 100 Liter (bei einer Bestellmenge von 3000 Litern. (Eine tagesaktuelle Entwicklung der Preise findet sich hier auf den Seiten des Bundes der Energieverbraucher.) So günstig war Heizöl zuletzt vor 11 Jahren. Allerdings sind die Spielräume für weitere Preisnachlässe begrenzt, da ein Teil des Heizölpreises in den Produktionskosten und in der Mineralölsteuer begründet liegt, die preisunabhängig sind. Eine Übersicht zu diesen Fakten findet sich hier.
Wichtige Kriterien Zuverlässigkeit, Sicherheit und Kompetenz
Heizöl-Händler-Check bequem am Computer
(8. Januar 2016) Der Winter hat nun Einzug gehalten und manch Heizöl-Kunde muss seinen Tank auffüllen. Doch wie erkennt er einen seriösen, zuverlässigen Händler? Einer, der weder an ausgebildetem Fachpersonal noch an den Sicherheitsstandards spart, der die Liefermengen korrekt abrechnet und ausschließlich hochwertige Ware verkauft?
Einen Online-Check bietet die Gütegemeinschaft Energiehandel an. Auf dieser Website kann jeder Heizöl-Kunde für seine Region eine qualitätsorientierte Vorauswahl unter den Lieferanten treffen. Aufgelistet werden dort nämlich je nach Postleitzahlbereich nur jene Brennstoffhändler, die eine aufwändige Prüfungsprozedur durchlaufen und bestanden haben. Der Umfang dieser Kontrollen, die weit über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen, beinhaltet nicht nur die Produktgüte sowie die Qualifikation der Mitarbeiter, sondern auch einen anspruchsvollen Anforderungskatalog an die Lager-, Liefer- und Messtechnik.
Sichtbares Kennzeichen der bestandenen Prozedur ist das RAL-Gütezeichen Energiehandel auf Fahrzeugen und Geschäftspapieren. Es bildet durch die strengen Kontrollen einen Filter, der beispielsweise Händler mit mangelnder Beratungskompetenz bzw. ungenügender Preistransparenz gar nicht erst durchlassen würde. Schritt Nummer zwei für den Heizöl-Kunden stellt also eine Auswahl unter den ausgezeichneten Lieferanten dar, beispielsweise unter regionalen Gesichtspunkten. Die Gütezeichen-Vorgaben gewährleisten, dass die einzelnen Lieferunternehmen bei einer anschließenden Kontaktaufnahme auch jederzeit tagesaktuelle Preise für alle angebotenen Brennstoffe nennen können. Bestellung, Anlieferung, Neubefüllung und Abrechnung werden für den Kunden auf diese Weise zu plan- und überschaubaren Abläufen ohne böse Überraschungen.
November: Öl-Importe sinken, Preise auch
(7. Januar 2016) Im November 2015 importierte Deutschland 7,1 Millionen Tonnen Rohöl - 3,8 % weniger als ein Jahr zuvor. Von Januar bis November stiegen jedoch die Rohöleinfuhren um 2,1 % auf 83 Millionen Tonnen; Das berichtet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die 5 wichtigsten von insgesamt 33 Lieferländern waren im Jahr 2015 die Russische Föderation (29,3 Millionen Tonnen), Norwegen (11,3 Millionen Tonnen), Großbritannien (9,3 Millionen Tonnen), Nigeria (5,9 Millionen Tonnen) und Kasachstan (5,7 Millionen Tonnen).
Russland bleibt auch 2015 wie schon in den Vorjahren mit Abstand größter Öl-Importeur nach Deutschland. Foto: Rosneft
Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl fiel dabei um 35,1 % auf 302,96 Euro. Gegenüber Oktober 2015 ging dieser Grenzübergangspreis um 5,6 % zurück. Diese Nachlässe kamen zu großen Teilen bei den Heizölkunden an. Nach Angaben des Fachmagazins Brennstoffspiegel sanken die Verbraucherpreise im November, bezogen auf eine Bestellmenge von 3.000 Litern, auf 4,96 Eurocent je kWh, um 29 % gegenüber dem Vorjahresmonat und um 3 % gegenüber dem Vormonat Oktober.
November 2015: Heizöl in Erzeugung 25,3 % günstiger
(6. Januar 2016) Die Erzeugerpreise, ein wichtiger Indikator für die zukünftige Entwicklung der Verbraucherpreise, sanken für Heizöl im November 2015 um 25,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Verglichen mit dem Vormonat Oktober war jedoch eine leichte Preissteigerung festzustellen. Das berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis).
Noch größer war der Rückgang bei Flüssiggas (Heizgas). Das gab um 33,2 % nach. Gegenüber dem Vormonat verteuerte ist sich jedoch um 3,7 %. Erdgas hingegen gab in der Weiterverteilung an Haushaltskunden lediglich um 1,3 % nach. Gegenüber Oktober 2015 bleib es absolut stabil.
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