Energiesparen - noch zu wenig genutzt zur Entlastung öffentlicher Haushalte
Man kann es fast täglich hören und lesen: Die Kassen der Kommunen sind leer und es muss überall gespart werden. Energiekosten sind für Kommunen ein bedeutender Kostenfaktor. Gewiss wurde in den vergangenen Jahren durch Heizungsmodernisierungen usw. schon eine beachtliche Energieeinsparung erzielt. Dennoch gibt es noch viele ungenutzte Einsparpotenziale, die meist mit nur wenig Aufwand erschlossen werden könnten.
(3. Januar 2004) Wer oft in öffentliche Gebäude und Einrichtungen kommt und dabei die Augen offen hält, hat sich bestimmt schon über folgendes gewundert: in überheizten Büro- und Versammlungsräumen wird die Raumtemperatur durch Öffnen der Fenster geregelt, an den Schreibtischen der Angestellten strahlen die Raumlampen mit dem durch die Fenster einfallenden Sonnenstrahlen um die Wette, wenig begangene Flure und Treppenhäuser werden voll ausgeleuchtet, an nicht benutzten Computern ist kein Energiesparmodus aktiviert, die Fassaden von öffentlichen Gebäuden werden nachts taghell angeleuchtet, in den Schulferien werden leere Klassenräume mit beheizt, bei Fassadenerneuerungen wird keine Wärmedämmschicht mit angebracht, Straßenlampen schalten zu früh ein und zu spät aus oder leuchten sogar den ganzen Tag u.v.a.m. Und wer einmal hinter die Kulissen schauen darf, kann noch ganz andere Dinge entdecken.
Leider sind solche Verfehlungen, die unnötige Energiekosten verursachen, auch bei Kommunen und öffentlichen Einrichtungen häufig zu beobachten.
Einen Wegweiser zu positiven Beispielen: Beispielhafte Aktionen
Eine weitere Möglichkeit zum Sparen, mit der sich viele Kommunen schwer tun, ist der Stromeinkauf. Hierzu mss man wissen, dass seit der Strommarktliberalisierung öffentliche Einrichtungen unter bestimmten Voraussetzungen beim Auslaufen bestehender Verträge verpflichtet sind, ihren Strombedarf öffentlich auszuschreiben.
Durch günstigere Strompreise eines anderen Stromlieferanten können hier bedeutende Kosteneinsparungen entstehen. Um die Energiekosten in den Griff zu bekommen, sollte in jeder Kommune ein kommunales Energiemanagement eingeführt werden. Aufbau und Einführung eines Energiemanagementes werden von einigen Bundesländern, z.B. dem Freistaat Sachsen, mit bis zu 80% der Aufwendungen gefördert.
Kennwerte geben einen ersten Anhalt für die Höhe des Energieverbrauchs von kommunalen Gebäuden.