RWE legt zu
(23. November 2005) Vor allem wegen höherer Strom- und Gaspreise stiegen das Betriebs- und das Nettoergebnis der RWE AG in den ersten neun Monaten 2005 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Operativ legte das betriebliche Ergebnis um 9%, inklusive aller Sondereinflüsse um 4,3% auf 4,66 Mrd Euro zu. Das Nettoergebnis stieg um 5,3% auf 1,70 Mrd Euro. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich um rund 6% auf 3,02 Euro. Der Konzern profitierte von der Ertragskraft des Energiegeschäfts in Kontinentaleuropa. Die stärksten Zuwächse seien bei RWE Power und RWE Energy erzielt worden, so RWE. Sie legten beim Betriebsergebnis um 24% bzw. 8% zu.
Der Konzernumsatz sank um 1,8% auf 29,41 Mrd Euro, um Sondereffekte aus dem Verkauf von Beteiligungen bereinigt stieg er um 11%. Gleichzeitig sanken die Nettofinanzschulden gegenüber Ende 2004 von 12,4 Mrd auf 10,8 Mrd Euro. Im Rahmen zweier bis Ende 2006 laufenden Programme will RWE bei den Kosten 680 Mio Euro pro Jahr einsparen. In den ersten drei Quartalen 2005 wurden dabei mit 140 Mio Euro 67% der in diesem Jahr angestrebten Kostensenkungen erzielt. Fürs Gesamtjahr sollen beide Programme insgesamt 210 Mio Euro bringen.
Beim Betriebs- und beim Nettoergebnis erwartet RWE ein Wachstum im einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr, wegen des florierenden Energiegeschäfts und höherer Tarife im britischen und amerikanischen Wassergeschäft. Der Umsatz soll leicht unters Vorjahresniveau von 42 Mrd Euro sinken.