Gaspreise ziehen an
(31. Dezember 2010) Zum Jahreswechsel müssten sich viele Verbraucher in Deutschland auf höhere Gaspreise einstellen, meldet das Verbraucherportal Verivox. 73 Gasanbieter hätten Preissteigerungen von im Schnitt 7% angekündigt.
Für einen Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 20.000 kWh bedeute dies eine Mehrbelastung von rund 88 Euro. Gleichzeitig senkten 26 Gasanbieter ihre Preise um durchschnittlich 6%, was einer Entlastung von rund 76 Euro pro Jahr entspreche.
Der Grund für die unterschiedlichen Preise liege in den Beschaffungsstrategien, so das Portal. Anbieter, die Gas vor allem über langfristige Verträge bezögen, hätten mit steigenden Kosten zu kämpfen, die sie häufig an die Kunden weitergäben.
Gleichzeitig gebe es durch die gesunkene Wirtschaftsleistung und die Erschließung neuer Gasquellen ein Überangebot am Gasmarkt, hieß es. Gasversorger, die einen größeren Teil ihres Gases kurzfristig im Großhandel einkaufen, bezahlten weniger und könnten mit niedrigen Preisen Kunden gewinnen.
Für Verbraucher sei diese Situation günstig, denn die Preisunterschiede zwischen den Anbietern würden immer größer. Durch einen Wechsel zum preiswertesten Angebot ließen sich durchschnittlich 315 Euro im Jahr sparen.