E.ON verkaufte Gazprom-Anteil
(20. Dezember 2010) Jetzt ist es offiziell: E.ON hat seine von der Konzerntochter E.ON Ruhrgas AG gehaltenen 3,5% an der russischen Gazprom verkauft. 2,7% davon gingen an die staatlichen russische Investitionsbank Vnesheconombank (VEB) und 0,8% wurden im Markt platziert.
Insgesamt bekam E.ON dafür 3,4 Mrd Euro. Mit dem Buchgewinn von 2,5 Mrd Euro werden Finanzschulden reduziert und neue Investitionen getätigt. Der Verkaufserlös bringe das Unternehmen dem Ziel, bis Ende 2013 rund 15 Mrd Euro durch Desinvestitionen und Portfoliooptimierung zu erzielen, einen großen Schritt näher, hieß es.
Der Verkauf sei keine Änderung der Russlandstrategie, die langfristige Energiepartnerschaft mit Gazprom werde fortgeführt und E.ON bleibe weiterhin aktiver Investor in Russland sowohl im Strom- als auch im Gasgeschäft.
Ruhrgas hatte 1998 begonnen, Gazprom-Aktien zu kaufen und hielt ab 2003 rund 6,4% des Grundkapitals. Im Zuge der Beteiligung von E.ON Ruhrgas am russischen Gasfeld "Yushno Russkoje" 2009 erhielt Gazprom 2,9% davonzurück.