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Solarförderung: Kosten sinken
(21. Juni 2005) - Seit sechs Jahren gibt es Bundeszuschüsse zu thermischen Solaranlagen und Biomasseanlagen. Diese Förderung wurde nun wissenschaftlich unter die Lupe genommen. Immerhin werden 98 Prozent aller Anlagen gefördert. Eine sechs-Quadratmeter-Flachkollektor-Anlage kostet im Schnitt 5.600 Euro oder 800 Euro je Quadratmeter. In Hamburg liegen die Durchschnittskosten bei 989 Euro je Quadratmeter, in Bayern bei nur 723 Euro.
Seit 2002
sind die Anlagenkosten deutlich gesunken, besonders für
Anlagen mit Heizungsunterstützung. Die Zuschüsse decken
zehn bis zwanzig Prozent der Kosten. Bei der Biomasse sanken die
Kosten nicht: Sie schwanken zwischen 1.100 und 1.200 Euro je
Kilowatt beim 15 kW-Kessel. Es werden immer noch zehnmal mehr
Heizkessel verkauft als Solaranlagen. 200.000 neu gebauten
Gebäuden stehen 81.000 Solaranlagen gegenüber. Immerhin
entfiele auf jeden dritten Neubau eine Solaranlage. Dabei wurde
vernachlässigt, dass viele Solaranlagen auch auf Altbauten
installiert werden. Die Wärmegestehungskosten liegen mit rund
20 Cent je Kilowattstunde deutlich über den bei rund 8,5 Cent
liegenden Kosten konventioneller Gas- oder Ölkessel.
Pelletkessel sind mit gut 12 Cent deutlich näher an der
Wirtschaftlichkeit, Scheitholzkessel sind bereits heute
günstiger als Öl- oder Gaskessel. Die wesentlich
wirtschaftlicheren größeren Anlagen zur
Heizungsunterstützung wurden leider nicht ausgewertet.
Wichtigstes Kaufmotiv sind die Energiepreise, gefolgt vom Umweltschutz. Die überwiegende Mehrzahl der Betreiber äußerten sich positiv oder sogar sehr positiv über ihre Anlage. 56 Prozent haben die Anlage im Freundes- und Bekanntenkreis weiterempfohlen. Die Förderung wird als staatliche Anerkennung gesehen, auch wenn sie die Anlage nicht wirtschaftlich macht.


